Mobil arbeiten, zentral verwalten

Enterprise-Mobility-Management
Mobil arbeiten, zentral verwalten
geschrieben von Dr. Wilhelm Greiner, am 25.04.2013
Bei der Verwaltung mobiler Endgeräte geht es längst nicht mehr nur darum, das Iphone des Vorstands oder das Ipad des Außendienstlers ins Unternehmensnetz einzubinden. BYOD (Bring Your Own Device) bringt immer mehr Android-Geräte ins Netz – mit notorisch uneinheitlichem Softwarestand. Blackberry meldet sich mit neuem Elan zurück, während die Virtualisierungsgrößen VMware und Citrix daran arbeiten, das Enterprise-Mobility-Management (EMM) über Smartphones und Tablets hinaus auszudehnen.

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Citrix kann durch die Zenprise-Übernahme nun alle Bausteine für ein umfassendes EMM liefern, nämlich eine Kombination von MDM, MAM und Mobile-Information-Management (MIM) sowie eine Verwaltung der Fernzugriffe mit Single Sign-on aus einer Hand. Denn Citrix’ EMM-Portfolio umfasst neben Xenmobile MDM auch die ADC-Plattform Netscaler (auf der das Access Gateway zur Zugangskontrolle läuft), die VDI-Lösung Xendesktop, Online-Collaboration-Tools wie Gotomeeting, eine hauseigene File-Sharing-Lösung namens Sharefile sowie das Cloud-basierte Projekt-Management-Tool Podio. Auf der Client-Seite macht der Xendesktop-Client Receiver Windows-Desktops und -Anwendungen auch auf mobilen Endgeräten mit Touch-Interface verfügbar.

Xenmobile MDM umfasst laut Citrix eine Container-Umgebung zur zentralisierten Verwaltung beliebiger mobiler Apps (allerdings ist ein Wrapping zur Einpassung in den Container erforderlich), ergänzt um einen App Store als zentrale Anlaufstelle für den Anwender. Hinzu gesellt sich im Mobile Solutions Bundle ein IAM mit Single Sign-on und kontextbasierter Zugangskontrolle für sichere Fernzugriffe. Zu einer geplanten Integration oder gar deren Zeitrahmen machte Citrix bislang keine Angaben, man darf aber spekulieren, dass der Hersteller auf seiner Hausmesse Synergy im Mai erste Integrationsschritte verkünden will.
 
Suite für das End-User-Computing
Eine beinahe identische Zielsetzung verfolgt Virtualisierungsgröße VMware mit der ebenfalls Ende Februar vorgestellten Horizon Suite. Auch diese Suite soll IT-Organisationen eine einheitliche Plattform geben, um für Endanwender Desktops, Applikationen und Daten geräte- und ortsunabhängig, zentral gesteuert und sicher bereitzustellen. Dazu vereint die Suite die neue Lösung Horizon Workspace mit aktualisierten Versionen der Virtual-Desktop-Lösung View 5.2 und des Image-Management-Tools Mirage 4.0, beide nun ebenfalls unter der Dachmarke Horizon.

VMware führt in der Horizon Suite – als Vision schon 2010 vorgestellt und letzten Herbst auf der VMworld Barcelona für dieses Jahr avisiert – zahlreiche Lösungen und Projekte aus den letzten Jahren für mobiles Arbeiten und Online-Collaboration zusammen. Dazu gehören neben View die Tools aus Project Octopus (File-Sharing), Project Appblast (Application Delivery nun Blast genannt) und Project Appshift (User Interface Virtualization) sowie die Lösungen Thinapp (Application Streaming), Horizon Application Manager (Identity-Management) und Horizon Mobile (EMM).

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