Mobility-Management ganzheitlich betrachten

Gastkommentar Robert Himmelsbach, Leiter Geschäftsentwicklung bei MPC Mobilservice
Mobility-Management ganzheitlich betrachten
geschrieben von Robert Himmelsbach, Leiter Geschäftsentwicklung bei MPC Mobilservice/wg am 28.10.2013

Das Lifecycle-Management mobiler Geräte ist viel mehr als bloß die Summe seiner Bestandteile. Für die IT-Verantwortlichen ist es keineswegs damit getan, lediglich eine technische Lösung zur Verwaltung der mobilen Endgeräte bereitzustellen. Mit der systematischen Administration und Wartung von Smartphones und Tablet-PCs aus der Ferne lassen sich viele Dinge lösen. Ein Allheilmittel und Erfolgsgarant für ein funktionierendes Mobility-Management im Unternehmen ist es jedoch nicht.

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Gerade auch die übergreifenden – und damit auch schwerer zu greifenden – Aspekte des Mobility-Managements wie zum Beispiel das sensible Verhältnis zwischen Sicherheits- und Benutzerinteressen sind nicht zu vernachlässigen. Sie müssen in eine übergeordnete Mobilitätsstrategie eingebettet sein.

 

Zu einem erfolgreichen Mobility-Management im Unternehmen gehört deshalb mehr als nur die Auswahl einer passenden MDM-Lösung (Mobile Device-Management). Die Leistungsbeschreibungen der MDM-Anbieter lesen sich mittlerweile ohnehin recht ähnlich. Aus diesem Grunde wird es immer wichtiger, darauf zu achten, was ein Lieferant neben den üblichen „Standard-Features“ noch alles zu bieten hat: Was genau zeichnet gerade diese MDM-Lösung aus? Ermöglicht der Anbieter beispielsweise auch eine Entlastung im operativen Tagesgeschäft rund um das Lifecycle-Management mobiler Endgeräte?

 

So sollten Unternehmen im Vorfeld auf einige Punkte achten:

 

* Usability: Ist die MDM Lösung sinnvoll dimensioniert und vor allem benutzerfreundlich - für Administratoren und Endanwender?

* Datensicherheit: Nicht nur vor dem Hintergrund des Prism-Skandals ist es wichtig zu wissen, welche Daten erfasst, wo Daten tatsächlich gespeichert und über welchen Server sie geschickt werden, nach welchem Recht der Datenschutz gewährleistet ist etc.

* Outsourcing-Services: Besteht die Möglichkeit, auch operative Aufgaben abzugeben, zum Beispiel die individuelle Gerätekonfektionierung und den Rollout, die Koordination von Umzügen, Upgrades und sonstigen Aufgaben des Change-Managements etc.?


Zu den wichtigen Aspekten des Mobility-Managements gehören auch die bekannten „menschlichen Phänomene“. So kommen zum Beispiel bei BYOD (Bring Your Own Device) neben dem privaten Endgerät auch dessen Inhalte mit dem Unternehmensnetzwerk in Berührung. Man spricht daher neuerdings auch von „BYOX“, wobei sich das „X“ auf die eingebrachten Daten, Apps und sonstigen Content bezieht.

 

Aller technischen und rechtlichen Probleme zum Trotz wird der gemischte privat-geschäftliche Gebrauch mobiler Geräte immer selbstverständlicher. Dabei wandern früher oder später unweigerlich auch privat heruntergeladene Apps und Daten auf Firmengeräte und umgekehrt. Wie schnell wird nicht mal eben die Kundenpräsentation in die Dropbox geschoben, um am Wochenende daran weiterzuarbeiten?

 

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