Monitoring-Appliance für KMU
Es vergeht einiges an Zeit, bevor ein Administrator Werkzeuge wie Nagios, Cacti oder Nagvis so eingerichtet hat, dass er damit Engpässe vorhersehen und Fehlerquellen direkt ermitteln kann. Der Berliner Anbieter Netfox fasst diese Programme in seiner Lösung unter einer einheitlichen Oberfläche und auf einem Server zusammen. Dies soll den Einsatz einer IT-Überwachung deutlich beschleunigen.
Zu den wichtigsten Neuerungen der aktuellen Version zählt der Hersteller das neue Web-Frontend, das mit einer insgesamt übersichtlich gestalteten Menüstruktur aufwarten soll. Eine ebenfalls neu entwickelte Filter-Engine soll dem Anwender zudem die Auswertung von Syslog-Einträgen sowie die Suche nach Host- und Diensteüberwachung mit dem integrierten Nagios-System deutlich erleichtern.
Schnelle und einfache Installation
Alle Administratoren, die schon einmal Nagios oder eine ähnliche Software aufgesetzt haben, kennen die Tücken einer solchen Einrichtung, die sehr viel Wissen erfordert. Netfox bietet Anwendern bei dieser Lösung deshalb auch in drei verschiedene Varianten an, die alle eine weitaus einfachere Installation und Inbetriebnahmen ermöglichen: als klassischer Installer für Linux-Umgebungen, als fertig konfigurierte Appliance oder als virtuelle Appliance auf Basis von Suse Linux Enterprise Server 11 SP1 (64-Bit).
Allerdings setzt gerade der Einsatz der virtuellen Appliance sehr genaue spezifizierte Hard- und Software voraus: Der Anwender benötigt für die Virtualisierung eine ESX?, ESXi- oder Xen-Umgebung. Bei der Hardware wird ein Dual-Core-System mit 2,0 GHz Taktfrequenz und mindestens 2 GByte zugewiesenem Arbeitsspeicher sowie 100 GByte Festplattenspeicher erwartet. Schließlich müssen auf der Seite des Netzwerks mindestens zwei Netzwerkkarten zum Einsatz kommen, die mit einer 100-MBit/s-Anbindung oder schneller arbeiten. Das Produkt kann den IT-Administrator bei Notfällen typischerweise per E?Mail-Versand oder über ein optionales SMS-Gateway benachrichtigen. Die Integration einer solchen SMS-Benachrichtigung erfordert mindestens ESX 4.1 mit USB-Port-Unterstützung. Somit kann hier die kostenfreie ESXi-Variante nicht zum Einsatz kommen, da sie keine USB-Unterstützung bietet.
Wir haben die Software ohne Komplikation innerhalb einer VMware Workstation 7 installiert, die auf einem Windows-7-x64-Host lief – eine Konstellation, die so nur für Testzwecke geeignet ist. Das Einrichten besteht dabei aus dem Herunterladen des ISO-Images, dem Anlegen der virtuellen Maschine und dem anschließendem Start vom ISO-Image. Danach mussten wir eine feste IP-Adresse vergeben, das Gateway eintragen und das Administrator-Kennwort festlegen. Die Gesamtdauer dieser Installations- und Einrichtungsaufgaben betrug keine zehn Minuten, danach war das System per Web-Browser erreichbar.
Dürre Dokumentation



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