Netzwerk-Monitoring in Seide gekleidet

Test: Netcrunch 7 von Adrem Software
Netzwerk-Monitoring in Seide gekleidet
geschrieben von Dr. Werner Degenhardt/pf am 15.07.2013

Eine All-in-One-Lösung für den schnellen und ansprechenden Überblick über die Server und Dienste in heterogenen Netzen verspricht Netcrunch 7. Zielgruppe der Netzwerk-Monitoring-Software sind Systemadministratoren von kleinen und mittleren Netzwerken mit wenig Zeit. LANline hat die gerade neu erschienene Version des Produkts im Praxistest unter die Lupe genommen.

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Hersteller Adrem Software preist Netcrunch gern als Allheilmittel für alle Probleme der Netzwerküberwachung an. Tatsächlich gilt die aktuelle Version 7 wie bereits ihr Vorgänger (siehe Test Netcrunch 6 in LANline 11/2010) als eine Lösung, die durch einfache Installation, eine übersichtliche Benutzeroberfläche und den Verzicht auf Agenten in den Zielrechnern eine klare Position im unübersichtlichen Markt der Netzwerk-Monitoring-Programme bezieht. Am besten geeignet ist Netcrunch nach Meinung des Herstellers für kleine und mittlere Unternehmen und Organisationen.   Installation und erste Schritte Die Installation von Netcrunch 7 erweist sich als so einfach wie das Einlegen einer Installations-CD. Der zugehörige Installationsassistent richtet Netcrunch ohne Probleme auf dem Server ein oder die „Remote Console“ auf einem Überwachungsrechner. Wenn der Netcrunch-Server bei der Installation in eine Windows-Domäne einzubinden ist, lässt sich der Domänen-Controller automatisch erkennen und mit den vorgefertigten Monitoring-Packs ausstatten. In der Version 7 haben die Entwickler von Netcrunch viel getan, um die Überwachung von Windows-Servern und -Diensten zu verbessern und zu erleichtern. Es gibt umfassende Monitoring-Packs für Microsoft Exchange, Active Directory etc. Wer auf Windows mit Netcrunch über grundlegendes Monitoring hinaus zum Erfolg kommen will, muss sich allerdings einigermaßen gut mit der Sicherheitsmechanik dieses Betriebssystems auskennen. Windows ist inzwischen so gehärtet, dass Zugriffe von außen nicht mehr ohne entsprechende bewusste Handlungen des Administrators realisierbar sind. Der Hersteller stellt dazu eine sieben Seiten lange Anleitung als PDF auf seiner Website zur Verfügung, die hilft, die Hürden der Windows-Überwachung zu überwinden. Glücklicherweise streben die meisten Anwendungsumgebungen, die das Produkt adressiert, eine solche Genauigkeit der Überwachung gar nicht an. Jedenfalls nicht im ersten Anlauf des Netzwerk-Monitorings. Da ist es oft schon ein epochaler Fortschritt, wenn der Netzwerkbetreuer eher als der Endbenutzer weiß, dass ein Server oder ein Dienst abgestürzt ist, und er die Anwendungen wieder zum Laufen bringen kann, bevor eine Flut von Beschwerden über ihn hereinbricht. Netcrunch kann eine solche Situation erkennen, weil ein erstklassiger Port-Scanner mit zum Produktumfang gehört. Dabei kommt alles zum Einsatz, was ein guter Port-Scanner heutzutage leisten kann. Zusätzlich verfügt Netcrunch über eine ganze Menge Intelligenz, die die Ergebnisse der Port-Scans interpretiert. Netcrunch kann über 60 Netzwerkdienste überwachen, darunter CIFS/SMB, DirXML-Treiber und alles, was TCP/IP unterstützt.

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