Netzwerkspeicher mit vielen Talenten
Mit den Netzwerkspeichern der neuen Storcenter-PX-Serie baut Iomega sein Speicherangebot nach oben aus. Die Systeme sind als Desktop-Variante mit vier oder sechs Festplatten sowie als Rack-Version mit vier oder zwölf Festplatten erhältlich. Als ein Ergebnis der Übernahme durch EMC verwenden die Storcenter-Systeme die auf Linux basierende Betriebssystemsoftware EMC Lifeline. Die PX-Systeme sind wahlweise mit oder ohne Festplatten lieferbar. Iomega bestückt sie mit SATA-Laufwerken der Server-Klasse, die für den Dauerbetrieb geeignet sind. Mit 3-TByte-Festplatten stellt die Desktop-Version PX6-300d bis zu 18 TByte Speicherkapazität bereit, das Rack-Modell PX12-300r kommt auf bis zu 36 TByte.
Speicherzugriffe auf die Storcenter-Systeme können wahlweise per NAS ober per iSCSI-erfolgen. Als NAS-Protokolle können CIFS für Windows-Clients, NFS für Linux-Clients und das Apple Filing Protocol (AFP) für Mac-Clients zum Einsatz kommen. Des Weiteren lassen sich die Protokolle FTP, SFTP, TFTP, Webdav und Windows-DFS nutzen.
Mit der „Personal Cloud“-Technik von Iomega ist es zudem möglich, den Zugriff auf ein oder mehrere Storcenter-Systeme über das Internet für den gewünschten Benutzerkreis freizuschalten. Die Storcenter-Geräte unterstützen zudem auch Videoüberwachungslösungen mit IP-Kameras von Axis, Bosch, D-Link und Panasonic.
Schnelle Inbetriebnahme
Für den LANline-Test stellte Iomega ein Storcenter-Desktop-Modell PX6-300d sowie das 1HE-Rack-Modell PX4-300r zur Verfügung. Das PX6-System war mit drei 2-TByte-SATA-Platten bestückt, das Rack-System verfügte über vier 2-TByte-Disks. Die Laufwerkseinschübe lassen sich mit 3,5- oder 2,5-Zoll-SATA-Platten sowie mit SSD-Laufwerken bestücken. Die RAID-Controller unterstützen neben JBOD die RAID-Level 0, 1, 10, 5 und 5+ sowie Hot-Spare-Laufwerke. Ein mit sechs Platten bestücktes PX-System lässt sich zudem als RAID 6 konfigurieren. Für den Anschluss zusätzlicher USB-Speichergeräte bieten beide Modelle drei USB-Ports. Ein redundantes Netzteil ist nicht vorhanden.
Um ein Storcenter-System in Betrieb zu nehmen, stellt der Administrator zunächst eine Verbindung zum lokalen Netzwerk her. Beide getesteten Modelle verfügen hierfür über zwei GbE-Netzwerkkarten. Sobald der auf der mitgelieferten CD enthaltene „Iomega Storage Manager“ auf einem Rechner installiert und gestartet ist, sucht das kleine Tool automatisch die im Netzwerk vorhandenen Storcenter-Geräte. Über den DHCP-Server des LANline-Testnetzes erhielten die Systeme automatisch IP-Adressen, und wir konnten uns so per Web-Browser mit der Storcenter-Verwaltungsoberfläche verbinden. Iomega hat die Storcenter-Systeme mit einer sehr guten kontextbezogenen Hilfefunktion ausgerüstet. Diese beschreibt ausführlich, welche Funktionen sich hinter dem jeweiligen Menüpunkt verbergen und wie sie zu konfigurieren sind.
Festplatten- und Netzwerkredundanz
