Rechenzentren mit Automatisierungspotenzial
Als vor etwa zehn Jahren die ersten Blade-Server auf den Markt kamen, ging es in erster Linie darum, möglichst viel Rechenleistung auf möglichst wenig Raum unterzubringen. Seitdem haben die Hersteller ihre Blade-Systeme in verschiedene Richtungen ausgebaut. Eine besonders hohe Server-Zahl pro Rack stellt heute nur noch eine von mehreren Konfigurationsoptionen dar. So lassen sich Blade-Systeme zum Beispiel mit „Vier-Wege“-Server-Blades (vier CPU-Sockets) oder mit Storage-Modulen bestücken und bieten dadurch eine hohe Flexibilität.
Punkten können Blade-Lösungen auch mit leistungsfähigen Management-Tools, durch die sich größere Server-Zahlen in sehr kurzer Zeit bereitstellen lassen. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Virtualisierung der LAN- und SAN-Anbindung. Diese entkoppelt die Server-Hardware von der physischen LAN- und SAN-Infrastruktur. Wenn zum Beispiel eine NIC (Network Interface Card), ein HBA (Host Bus Adapter) oder ein komplettes Server-Blade auszutauschen ist, erhält der Server beim nächsten Boot-Vorgang von der Management-Anwendung automatisch wieder dieselben virtuellen MAC-, WWN- (World Wide Name) oder iSCSI-Adressen zugewiesen, die er zuvor hatte.


