Server-lose Zweigstelle mit schnellem Recovery

Riverbed Steelfusion 3.0 mit Data Pre-Fetching und mehr Performance
Server-lose Zweigstelle mit schnellem Recovery
geschrieben von LANline/Dr. Wilhelm Greiner am 22.04.2014

Infrastrukturoptimierer Riverbed hat mit Steelfusion 3.0 (vormals Granite) eine überarbeitete Lösung für die Performance-optimierte Anbindung von Zweigstellen mit zentralisierter IT (bei Riverbed „Branch Converged Infrastructure“ genannt) vorgestellt. Mit Version 3.0 habe man die Skalierbarkeit um den Faktor drei erhöht, eine Datenwiederherstellung in Filialen soll nun innerhalb von 15 Minuten möglich sein.

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Ein durchschnittliches RZ versorgt laut IDC-Hochrechnungen 55 Zweigstellen, doch nur acht Prozent dieser Außenstellen verfügten über eine vollständig konsolidierte IT-Infrastruktur (Serverless Branch, Server-lose Außenstelle). Dies verursacht laut den Marktforschern von IDC jährlich Kosten von über vier Milliarden Dollar für die benötigte Infrastruktur in den Zweigstellen, hinzu kommt zusätzlicher Management-Aufwand.

 

Auf diesen Markt zielt Riverbed mit seiner „Branch Converged Infrastructure“-Lösung, die die WAN-Beschleunigungsfunktionen der Steelhead-Familie mit Performance-optimierten Storage-Fernzugriffen kombiniert. Diese Lösungen, vormals unter dem Namen „Granite“ vermarktet, vertreibt Riverbed nun unter dem Label „Steelfusion“, was die Eignung für konvergente Infrastrukturen verdeutlichen soll. Bei Riverbed hat man wohl eingesehen, dass ein IT-Leiter beim Wort „Granit“ nicht zwangsläufig Server- und Storage-Zentralisierung assoziiert.

 

Der Netzwerkausrüster hat sich von der Consulting-Firma Taneja Group bestätigen lassen, dass die Steelfusion-Geräte die durchschnittliche Zeit für die Bereitstellung von Diensten in der Zweigstelle auf ein Dreißigstel verkürzen können (von fünf Stunden auf zehn Minuten). Auch das Disaster Recovery einer Filiale funktioniere mit Version 3.0 erheblich schneller.

 

Riverbeds Steelfusion-Architektur besteht aus den Geräten der Baureihe Steelfusion Core 3000 im Datacenter und Appliances der Baureihe 1360P als Gegenstücke in der Filiale. Das Core-3000-Gerät unterstützt laut Hersteller 100 TByte konsolidierte Daten und 300 LUNs. Damit eigne es sich in der Praxis für die Datensynchronisation von bis zu 150 Filialen. Das aktuelle Gerät skaliere damit dreimal höher als sein Vorgänger.

 

Die Edge-Appliance 1360P bietet die von den Steelheads bekannten WOC-Funktionen (WAN Optimization Controller, WAN-Beschleuniger) wie Komprimierung und Deduplizierung sowie Block-Mode-Caching für die optimierte Storage-Synchronisation mit den zentral vorgehaltenen Datenbeständen. Dank integrierter Virtual-Services-Plattform (VSP) lassen sich zudem lokal benötigte Server wie zum Beispiel DHCP- oder Print-Server lokal auf der Appliance betreiben. Die 1360P, ausgestattet mit 64 GByte RAM, stemmt laut Riverbed bis zu 10.000 IOPS, eine Beschränkung auf maximal fünf Server in der VSP gebe es heute nicht mehr.

 

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