Sicherheitsreport: Digitale Schizophrenie in Deutschland

Telekom fordert europäische Datenschutzgrundverordnung
Sicherheitsreport: Digitale Schizophrenie in Deutschland
geschrieben von LANline/jos am 14.08.2014

Immer mehr Bundesbürger sorgen sich um den Schutz und die Sicherheit ihrer Daten, aber kaum einer tut etwas dafür. Dies ergibt sich aus dem Sicherheitsreport 2014, den das Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag der Deutschen Telekom erstellt hat.

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Demnach sieht jeder Dritte (31 Prozent) Datenbetrug im Internet als großes persönliches Risiko. Fast 90 Prozent der Befragten glauben, dass die meisten Unternehmen persönliche Daten an andere Firmen weitergeben. Jedem Dritten bereitet das große Sorgen. Aber nur jeder Zweite liest Datenschutzbestimmungen von Online-Shops „ab und zu“ oder „in der Regel“. Die Mehrheit liest sie selten oder sogar nie.
 

Als Hauptgrund dafür gaben die Befragten an, die Bestimmungen seien zu ausführlich und damit zu mühsam zu lesen. Gut ein Drittel hingegen vertraut auf ausreichende gesetzliche Regelungen zum Datenschutz. Auch mit dem Schutz vor Cyberattacken nehmen es Deutsche laut einer Umfrage nicht so genau – vor allem Ältere sind nachlässig: Ein Drittel der über 60-Jährigen verzichtet gänzlich auf digitale Schutzmaßnahmen.

 

Dieser Widerspruch zwischen Angst einerseits und Unvorsichtigkeit andererseits sei auch damit zu erklären, dass die technische Komplexität des Internets einfach zu groß sei, als dass man das Gefühl habe, etwas gegen die Gefahren ausrichten zu können, so der Hirnforscher Professor Dr. Christian Elger in einem Gespräch mit der Telekom. Diese Überforderung führe wiederum zur einer Verdrängung der Gefahren.

 

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„Unternehmen müssen ihre Kunden in Sachen Datenschutz mehr unterstützen. Wir brauchen mehr Transparenz, und Datenschutzregelungen müssen für jedermann verständlich formuliert sein“, erklärte Thomas Kremer, Telekom-Vorstand für Datenschutz, Recht und Compliance. Mit der zunehmenden Globalisierung und einem ständig wachsenden Online-Handel würden verbindliche, länderübergreifende Richtlinien immer wichtiger, fügte Kremer hinzu. Es dürfe nicht sein, dass der Datenschutz innerhalb Europas von Land zu Land unterschiedlich geregelt sei und Schlupflöcher für ausländische Unternehmen biete. „Deshalb brauchen wir eine europäische Datenschutzgrundverordnung, die den Bürgern in Europa einen einheitlichen und verlässlichen Schutz im digitalen Umfeld bietet“, so Kremer.

 

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Digitale Schizophrenie in Deutschland

"Digitale Schizophrenie in Deutschland"? Nicht nur hier. Erfahrungsgemäß ist es immer schwer, Endanwender zum sicherheitsbewussten Handeln zu bewegen, das hört man auch aus dem Ausland. Gemäß dem Motto: "Für die Apathischen sollte mehr getan werden!" ;-)

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