Steuern aus der Ferne
Ebenfalls neu hinzugekommen ist die Möglichkeit, während einer Fernsteuerungssitzung die benötigte Bandbreite zu verringern, indem der Administrator die Anzahl der übertragenen Farben reduziert oder eine Graustufendarstellung wählt. Dies ist beispielsweise während der gleichzeitigen Dateiübertragung sinnvoll. Danach kann der Systemverwalter dann wieder auf die Farbdarstellung zurückschalten. Will der Administrator nicht, dass ihm während der Arbeit auf einem Remote-System jemand über die Schulter schaut, schaltet er den Bildschirm des fernbedienten Systems dunkel – sofern diese Funktion auf dem Client nicht deaktiviert ist. Leider kann der Administrator nicht festzustellen, ob der Client-Bildschirm tatsächlich dunkel geschaltet wurde. Interessant ist der „ Capture Frame“, mit dem der Anwender des ferngesteuerten Computers festlegen kann, dass der Control-PC nur einen Teil des Bildschirms sieht. Dies ist besonders dann nützlich, wenn der Administrator einem Benutzer seinen Monitor zeigt, um bestimmte Vorgehensweisen zu demonstrieren. Die Observer-Funktion ähnelt der Fernsteuerung, beschränkt sich aber auf das Beobachten des Remote-Computers. Somit ist es ausgeschlossen, dass der Systemverwalter versehentlich den lokalen Benutzer mit Eingaben oder Mausklicks durcheinander bringt.
Remote-Funktionen
Neben der eigentlichen Fernsteuerung beherrscht die Software zahlreiche weitere Dienste, um mit Remote-Computern im Netzwerk zu kommunizieren und Benutzern zu helfen. Über Kurznachrichten kann der Administrator einem Benutzer einen kurzen Tipp geben und bei Bedarf zusätzlich Dateien schicken. Der so genannte Exchange-Dienst kopiert Dateien zwischen dem lokalen und dem entferntem Rechner, wobei die Oberfläche dem Dateimanager älterer Windows-Versionen ähnelt. Die Funktionen beschränken sich auf das Kopieren und Löschen von Dateien sowie das Erstellen von Ordnern. Die Synchronisation oder zeitgesteuerte Dateiübertragungen beherrscht Timbuktu Pro nicht.
Über den Notify-Dienst ist der Administrator in der Lage, abwesende Benutzer dazu aufzufordern, sich zu melden. Sobald ein User an seinen Arbeitsplatz zurückkehrt und die Nachricht auf seinem Bildschirm bestätigt, wird der Administrator benachrichtigt. Umgekehrt kann der Benutzer von sich aus einen bestimmten Dienst anfordern, also beispielsweise eine Fernsteuerungssitzung durch den Systemverwalter. Der Chat-Dienst ermöglicht eine einfache Unterhaltung per Tastatur, wobei Timbuktu Pro das Chat-Protokoll auf Wunsch speichert oder ausdruckt. Die Intercom-Funktion ermöglicht ein Telefonat, sofern beide Systeme über eine Soundkarte mit Lautsprechern und Mikrofon verfügen. Abhängig von der verfügbaren Bandbreite stehen den Benutzern zwei Codecs zur Verfügung. Für Benutzer sinnvoll ist die Invite-Funktion, denn damit lassen sich Administratoren dazu auffordern, den eigenen Rechner fernzusteuern.


