Steuern aus der Ferne

Timbuktu Pro 8.0.1 im Test
Steuern aus der Ferne
geschrieben von Andreas Roeschies/mw am 13.06.2005
SSH-Verschlüsselung, erweiterte Fern- steuerungsfunktionen und zusätzliche Pro- tokollierungsoptionen bietet Netopias Remote-Control-Software Timbuktu Pro in der neuen Version 8.0.1. Wir haben das Produkt im Testlabor einer eingehenden Prüfung unterzogen.

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Sicherheit

Großen Wert legt der Hersteller Netopia auf die Sicherheit. Standardmäßig ist der Fernzugriff auf Arbeitsstation nur möglich, wenn der lokale Benutzer ihn bestätigt. Der Administrator kann für jeden lokalen und für jeden Domänenbenutzer exakt festlegen, welche Dienste (Fernsteuerung, Dateiaustausch, Chat etc.) er nutzen darf. Ebenso kennt die Software eine eigene Benutzerliste. Da bei der Installation der Software grundsätzlich sowohl die Steuerungs- als auch die Gastkomponente eingerichtet wird, können Benutzer die Dienste auch untereinander nutzen, je nach Sicherheitskonfiguration. So ist es etwa sinnvoll, untereinander Dateien auszutauschen, ohne dass man telefonisch absprechen muss, wo sie auf dem Server liegen.

Session-Start

Der Start einer Sitzung ist dank mehrerer Client-Suchverfahren sehr einfach. Der Scanner durchsucht das lokale Netzwerk nach Timbuktu-Installationen. Dazu merkt sich die Software die jeweils letzten Verbindungen, zudem gibt es Adressbücher. Ebenfalls integriert ist eine LDAP-Abfrage. Sinnvoll ist die Integration in die Windows-Netzwerkumgebung; ein Rechtsklick auf einen Computer zeigt ein Menü mit allen Timbuktu-Diensten an. Zudem bietet Netopia einen für Kunden frei verfügbaren Internet-Locator-Service, der eine Zuordnung von E-Mail-Adressen zu IP-Adressen bietet. So muss der Administrator, wenn er beispielsweise einen Client mit dynamisch zugeordneter IP-Adresse erreichen will, lediglich die E-Mail-Adresse des Benutzers eingeben. In großen Netzwerken können Administratoren selbst einen entsprechenden Internet-Locator-Server einrichten.

Einrichtung

Die Einrichtung der Software auf den einzelnen Arbeitsstationen per Hand funktionierte im Test tadellos. Bequemer geht es zentralisiert mit dem Netinstaller, allerdings erlaubt dieser keine Konfiguration der Software, sodass der Administrator direkt nach der Verteilung die Arbeitsstationen konfigurieren muss. Dies ist zwar über Timbuktu möglich, allerdings müssen die lokalen Benutzer den ersten Zugriff des Administrators manuell bestätigen. Die ideale Lösung, nämlich die Verteilung per Active-Directory-Gruppenrichtlinien, funktionierte im Test zunächst nicht, weil die in der Dokumentation erwähnten Dateien nicht im Enterprise-Setup enthalten sind. Erst mit zwei Hinweisen und Anweisungen durch den Support gelang uns die Ferninstallation. Ebenfalls über Gruppenrichtlinien ist auch die Konfiguration der Software möglich.

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