Systemwächter

Monitoring und Ausfallsicherheit
Systemwächter
geschrieben von Joachim Marder, Geschäftsführer und Inhaber von Jam Software am 24.03.2011
Störungen innerhalb der IT-Infrastruktur von Unternehmen können schnell hohe Kosten verursachen, daher spielen Ausfallsicherheit und hohe Verfügbarkeit für den reibungslosen Ablauf des Tagesgeschäfts eine große Rolle. Spezielle Softwarelösungen überwachen die Netzwerkleistung und können im Bedarfsfall auch präventiv durch Benachrichtigungen oder direkte Gegenmaßnahmen Ausfall­zeiten auf ein Minimum reduzieren.

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Sensoren überwachen die unterschiedlichsten Bereiche der IT-Infrastruktur wie Netzwerk, Windows-Systeme oder Mail-Dienste. Grundlage sind aktive oder passive Abfragen. Die Monitoring-Software Server Sentinel basiert auf der Verknüpfung von Sensoren, Bedingungen und Aktionen. Sensoren sind eigenständige Programmmodule, die unter anderem Server, Dienste, Hardwarekomponenten oder mittels Hardwareunterstützung auch Umgebungseinflüsse wie Raumtemperatur und Luftfeuchtigkeit überwachen.
Die Sensoren lassen sich einzeln mit den für eine Prüfung relevanten Daten konfigurieren. Für die Konfiguration erforderlich sind die Adressaten der Überwachung, in der Regel ein Server-Name, und das Messintervall. Optionale Parameter können zum Beispiel die Zugangsdaten eines zu überwachenden Rechners sein. Die von einem Sensor gesammelten Daten werden nach jeder Messung in einer Datenbank gespeichert.
Zu jedem Sensor lässt sich eine beliebige Anzahl von Bedingungen erzeugen, damit das System auf bestimmte Ereignisse oder Fehler reagieren kann. Dieses kann beispielsweise einen Fehlerzustand oder die Über- oder Unterschreitung eines bestimmten Schwellenwertes (zum Beispiel „weniger als 1 GByte frei“) abdecken. Um eine Bedingung zu überprüfen, wertet die Lösung die jeweiligen Daten eines Sensors als „wahr“ oder „falsch“ aus. Zu jeder Bedingung sind beliebig viele Aktionen für verschiedenste Szenarien konfigurierbar. Dies reicht vom Benachrichtigen der zuständigen Personen per E?Mail oder SMS bis hin zur direkten Einleitung von Gegenmaßnahmen (Failover), durch ein Programm oder Skript.
Aktive oder passive Überwachung
Die Verfügbarkeit von Netzwerksystemen lässt sich aktiv und passiv überprüfen. Bei aktivem Monitoring untersucht die Software in einem definierten Zeitintervall, ob das zu überwachende System erwartungsgemäß funktioniert. Dabei geht eine Anfrage (Request) an das System. Aus den empfangenen Daten können die für den jeweiligen Sensor relevanten Werte extrahiert werden. Die Einstellung des Zeitintervalls ist besonders wichtig, um eine möglichst lückenlose Überwachung zu gewährleisten.
Im Fall der passiven Überwachung finden keine regelmäßigen Abfragen des zu überwachenden Systems statt. Die Software empfängt lediglich bei Eintreten eines Ereignisses Daten, die das überwachte System von sich aus sendet. Abhängig von der IT-Infrastruktur hat der Anwender die Möglichkeit, aktive oder passive Überwachung mit den gleichen Bedingungen oder Aktionen einzusetzen.
Architektur von Server Sentinel

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