Thema mit Variationen

Drahtlose Netzwerktechniken im Überblick
Thema mit Variationen
geschrieben von Thomas Hruby/pf, Geschäftsführer von Sysob IT-Distribution. am 23.07.2012
Wireless LAN hat sich aufgrund seiner Flexibilität und Kosteneffizienz in Unternehmen durchgesetzt. Der BYOD-Trend tut sein Übriges, um den Einsatz von Drahtlostechniken weiter zu forcieren. Wenn es aber um die Planung größerer oder verteilter WLAN-Infrastrukturen geht, zeigen sich die unterschiedlichen konzeptionellen Ausrichtungen verschiedener angebotener Lösungen. Auch kleinere und neuere Hersteller können dabei mit kreativen Techniken und originellen Ansätzen punkten.

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Der Umstieg auf WLAN hat vielen Unternehmen mehr Flexibilität verschafft. So lassen sich beispielsweise moderne Arbeitsplatzkonzepte wie etwa Desk Sharing realisieren. Dank WLAN ist das Personal nicht mehr an einen Arbeitsplatz gebunden, sondern kann ortsunabhängig arbeiten. Daneben lassen sich über die kabellose Verbindung zum Beispiel auch unkompliziert Internet-Zugänge für Gäste bereitstellen. Bei der WLAN-Planung gilt es für IT-Verantwortliche zunächst, die passende Technik zu finden. Dabei spielen die individuellen Anforderungen und Gegebenheiten eine entscheidende Rolle.

Controller-lose Infrastruktur

Zu den Neuentwicklungen am Markt zählt das Controller-lose WLAN-Netzwerk. Es funktioniert ohne zentrale physische Kontrolleinheit. Stattdessen dient ein Management-System als Kernkomponente, mit dessen Hilfe Administratoren die Access Points (APs) einrichten und konfigurieren. Die Besonderheit: Die einzelnen APs organisieren sich in so genannten Schwärmen, die sich als Gruppen verhalten und sich dementsprechend steuern lassen. Der signifikante Vorteil einer Controller-losen Infrastruktur besteht darin, dass es keinen „Flaschenhals“ in puncto Bandbreite gibt, unter dem die Skalierung leidet. Außerdem profitieren Unternehmen davon, dass bei dieser Technik kein Single Point of Failure existiert.

Alle Features einer solchen Lösung, wie sie beispielsweise der Hersteller Aerohive anbietet, sind direkt auf den einzelnen APs realisiert, weshalb die Richtlinienumsetzung (Policy Enforcement) ebenfalls dort erfolgt. Aus diesem Grund ergeben sich Security, Authentifizierung, QoS etc. am Zugriffs-Layer – also am Frontend statt am Backend beziehungsweise Controller. Speziell für Zweigstellen und Teleworker eignet sich unter anderem die Cloud-fähige Weiterentwicklung im Rahmen einer Network-as-a-Service-(NaaS-)Lösung. Diese schafft in verteilten Netzwerkstrukturen dank Routing und VPN die gleichen Voraussetzungen bezüglich Performance und Sicherheit, wie sie in der Unternehmenszentrale vorherrschen. Daüber hinaus kann eine solche Lösung Layer-4-bis-7-Sicherheits-Services bereitstellen.

Virtualisiertes WLAN

Eine technische Alternative zur klassischen WLAN-Architektur stellt ein virtualisiertes WLAN dar. Dabei besteht die Infrastruktur aus virtuellen Ports, über denen sich eine ebenfalls virtuelle Zelle über alle APs hinweg aufspannt. Die so genannte Virtual-Port-Technik teilt diese Zelle in einzelne WLAN-Segmente auf, die zu jeweils einem Client gehören. Dadurch überschneiden sich Zellen und Kanäle nicht. Der Wireless Controller, der in diesem Fall zum Einsatz kommt, verfügt über die volle Kontrolle aller WLAN-Ressourcen.

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