Transformation eines RZs

Praxis: Infrastruktur und Verkabelung
Transformation eines RZs
geschrieben von Robert März/jos, IT-Infrastrukturplaner bei Weiss IT Solutions. am 05.10.2011
Die MAN Truck & Bus AG mit Sitz in München ist das größte Unternehmen innerhalb der MAN-Gruppe und Anbieter von Nutzfahrzeugen und Transportlösungen. Da die bestehenden Rechenzentren in München zu klein geworden waren, mietete man neue Rechenzentrumsflächen bei T-Systems an. Die Planung der Basisinfrastruktur und Verkabelung des neuen Rechenzentrums übernahm Weiss IT Solutions. Seit Mitte 2009 wird die komplette Rechenzentrumsumgebung von MAN durch T-Systems im Rahmen eines aufwändigen Transformationsprojekts von Housing in Hosting umgestellt. Die Transformation soll bis Anfang 2012 abgeschlossen sein.

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Die Betreiber von Rechenzentren stehen heute vor großen Herausforderungen. Zum einen wachsen die Zahl der IT-Anwendungen und die zu speichernde Datenmenge rasant. Dies erfordert höhere Rechenleistung und damit mehr Server-Hardware. Neben den Stromkosten für den Betrieb fallen zudem die Ausgaben für die Kühlung an. Nach Angaben des Analystenhauses IDC kommen auf jeden Dollar, den man für einen neuen Server ausgibt, nochmals 50 Cent für Stromversorgung und Kühlung. Daher geht es darum, die bestehende IT- und Gebäudeinfrastruktur energieeffizient zu betreiben und dennoch ausreichend zu kühlen. Schließlich müssen die Server ausfallsicher und hochverfügbar sein.

Diese Herausforderungen gelten auch für die MAN Truck & Bus AG (MAN Nutzfahrzeuge Gruppe) mit Sitz in München. Sie ist das größte Unternehmen innerhalb der MAN-Gruppe und einer der führenden internationalen Anbieter von Nutzfahrzeugen und Transportlösungen. Die rund 31.000 Mitarbeiter stellen weltweit an 15 Produktionsstandorten Lkw und Busse her, zudem Motoren und Achsen. Für die Rechenzentren von MAN Truck & Bus war bis 2009 der MAN-interne IT-Dienstleister MAN IT Services (MIT) zuständig, der mittlerweile zu IBM und T-Systems gehört. Als das bestehende Rechenzentrum in München beim Platzbedarf an seine Grenzen stieß, suchte der Dienstleiter Anfang 2008 nach geeigneten Räumen für eine Erweiterung. Ende März 2008 entschied sich MIT dazu, Rechenzentrumsräume mit zwei Brandabschnitten in München anzumieten. Damit waren bereits die Brandschutzvorgaben eingehalten, da durch die getrennten Abschnitte die Brandausbreitung durch Flammenwirkung und heiße Rauchgase, Wärmestrahlung und Ausbreitung von kaltem Rauch verhindert wird. Die Kaltluft strömt über den Doppelboden zur Kühlung direkt zu den Servern.

Hintergrund: Die Luftführung spielt im Rechenzentrum eine wesentliche Rolle für die Klimatisierung. Sehr wichtig dabei sind die klare Trennung von Kalt- und Warmluft sowie die Vermeidung von unnötigen Luftströmen im Rechenzentrum. Beispiel Doppelboden: Über ihn wird im Rechenzentrum von MAN Truck & Bus die Kaltluft zur Kühlung verteilt und auch zur Kabelführung verwendet. Der Doppelboden muss sehr gut abgedichtet sein, um so genannte Leckage-Luft zu vermeiden, die dann zur Vermischung von Kalt- und Warmluft und damit thermischen Kurzschlüssen führt.

Bestehendes Rechenzentrum zu klein

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