Unbemannte Pforten unter Kontrolle

Trends bei IP-Überwachungskameras
Unbemannte Pforten unter Kontrolle
geschrieben von Willi Fischer, Elektromeister und Inhaber von Netzwerkservice-Fischer, Buchbach am 24.03.2011
Netzwerkkameras sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken: Sie überwachen in hochauflösender Bildqualität Zufahrten, Eingangsbereiche und Baustellen oder liefern als Web-Cams Panoramabilder in netzwerkoptimierter Auflösung. Immer öfter kann der Anwender die Live-Streams sogar an die Anforderungen seines Smartphones anpassen. Die Hersteller nutzen die integrierte CPU der Kameras zur Aufbereitung der Bilder und für Zusatzfunktionen. Im Trend liegen derzeit IP-Kameras mit Voice-over-IP- und Message-Funktion sowie Schaltausgängen. Sie dienen so als unbemannte Pforten oder Gegensprechanlagen.

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Meist kommen IP-Kameras als Überwachungskameras zum Einsatz. Viele Bauträger nutzen sie auch zur Baustellendokumentation. Sie montieren die Kameras auf benachbarten Gebäuden oder Masten und erhalten per Livezugriff einen guten Überblick über den Stand der Bautätigkeit. Mit einer hochauflösenden Kamera im Megapixel-Bereich kann der Anwender über eine Zoom-Funktion auch aus großer Distanz Details erkennen. Bei der Wahl der Auflösung sollte der Anwender jedoch beachten, dass er bei Auflösungen über 1,3 Megapixel zwar sehr klare Bilder erhält, dabei aber die Bilddatenrate oft drastisch abnimmt. Dies führt zu ruckartigen Bewegungen auf dem Video. Legt der Anwender Wert auf flüssige Bilder, sollte er nicht über 1,3 Megapixel hinausgehen. Wer hochauflösende Systeme für Einfahrten oder den Außenbereich von Gebäuden einsetzt, muss zudem darauf achten, dass er nicht in die Privatsphäre der Nachbarn eingreift und die entsprechenden gesetzlichen Vorschriften einhält.
Heute benötigen die meisten Kameras lediglich einen LAN?, Festnetz-(DSL-) oder Mobilfunkanschluss (UMTS). Auch Lösungen mit WLAN-Schnittstelle sind auf dem Markt. Ist kein Stromanschluss vor Ort, lässt sich die Kamera mit Power over Ethernet (PoE) über das Netzwerkkabel versorgen. Der Kamerahersteller Mobotix etwa ermöglicht mit seinem Mx2wire-System sogar PoE-Verbindungen via Zweidrahtleitung (siehe Test in LANline 10/2009). Das System eignet sich zum Beispiel für bis zu 500 Meter lange Klingeldraht- oder Koaxialverbindungen.
Zur Aufzeichnung der Videodaten bieten eine Reihe von Herstellern mittlerweile Kameras mit integrierten SD-Karten (Secure Digital Memory Card) an. Alternativ kann der Anwender auch einen gängigen NAS-Server zur Speicherung der Daten einsetzen. Der Speicherplatz sollte bei einer Kameraanlage in der Größenordnung von 4 bis 8 TByte liegen, wenn hochauflösende Bilder im Vollbildmodus aufgezeichnet werden sollen.
Im Gegensatz zu Analogsystemen bieten die meisten Digitalkameras Gegenlichtfestigkeit. Sie berechnen die Bilder pixelweise und liefern selbst bei schwierigen Lichtverhältnissen kontrastreiche Bilder. Wichtig ist dies zum Beispiel, wenn die Baustellenkamera auf eine große weiße Fläche gerichtet ist, die von der Sonne voll angestrahlt wird. Kameras in Einfahrten oder Tankstellen benötigen ebenfalls gegenlichtfeste Kameras, da sie nachts oft Fahrzeugscheinwerfern ausgesetzt sind.
Ereignisgesteuert

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