VDI mit Hyper-V

Testserie VDI, Teil 3: Microsoft
VDI mit Hyper-V
geschrieben von Christoph Lange/wg am 30.07.2010

Microsoft hat dem Windows Server 2008 R2 eine ganze Reihe neuer Funktionen spendiert, mit denen sich auf Basis von Hyper-V nun auch eine Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) bereitstellen lässt. Kleinere Unternehmen mit einer relativ statischen Infrastruktur dürften mit der VDI-Lösung von Microsoft gut zurechtkommen. Wer dagegen einen höheren Automationsgrad benötigt, wird die Kombination von Hyper-V mit Citrix Xendesktop bevorzugen.

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Microsoft hat dem Windows Server 2008 R2 eine ganze Reihe neuer Funktionen spendiert, mit denen sich auf Basis von Hyper-V nun auch eine Virtual-Desktop-Infrastruktur (VDI) bereitstellen lässt. Kleinere Unternehmen mit einer relativ statischen Infrastruktur dürften mit der VDI-Lösung von Microsoft gut zurechtkommen. Wer dagegen einen höheren Automationsgrad benötigt, wird die Kombination von Hyper-V mit Citrix Xendesktop bevorzugen.

Eine Ende des Virtualisierungsbooms ist nicht in Sicht. Nachdem die Server-Virtualisierung mittlerweile in den meisten Unternehmen Einzug gehalten hat, konzentrieren sich die Hersteller nun darauf, auch die Desktop-Virtualisierung voranzutreiben. Mit dem Windows Server 2008 R2, der seit Herbst 2009 erhältlich ist, hat Microsoft sowohl bei der Server- als auch bei der Desktop-Virtualisierung im Aufholrennen Boden gutgemacht.

Die R2-Version unterstützt nun Hosted Desktops für den Aufbau einer VDI-Infrastruktur. Zudem haben die Redmonder RDP in der aktuellen Version 7 deutlich erweitert. Das Protokoll umfasst nun auch eine Bandbreitenoptimierung, die bidirektionale Audio-Streams und die Übertragung von Multimedia-Inhalten unterstützt. Das nächste Service-Pack 1 für Windows 7 wird nach Angaben von Microsoft RDP um Remote FX erweitern, also um eine hardwarebeschleunigte Darstellung von 3D-Inhalten. Die zugrunde liegende Technik hat Microsoft vor zwei Jahren durch die Übernahme von Calista zugekauft. Remote FX soll die grafischen Darstellungsmöglichkeiten von RDP-Sessions deutlich verbessern und eine hochwertige Wiedergabe von Videos, 3D-Anwendungen und der Aero-Oberfläche ermöglichen.

Der optimierte Desktop

Microsoft positioniert sich im Markt für Desktop-Virtualisierung als Hersteller, der Unternehmen unterschiedliche Techniken anbietet, mit denen sie ihre Desktop-Umgebung optimieren können. Neben einer zentralisierten Bereitstellung von virtuellen Desktops per VDI ist hier insbesondere App-V zu nennen. Mithilfe der Applikationsvirtualisierung können IT-Abteilungen den Endbenutzern die benötigten Anwendungen über eine Server-Farm zentral bereitstellen. Dadurch vereinfacht sich die Verwaltung von PCs und Notebooks deutlich, da die bisher nötige Pflege lokal installierter Anwendungen entfällt. Mit MED-V wiederum bietet Microsoft eine weitere Lösung an, um Legacy-Anwendungen ohne großen Anpassungsaufwand auch auf der neuesten Betriebssystem-Generation in einem virtuellen Desktop lauffähig zu machen.

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