VMware kombiniert View und Mirage zur Horizon Suite
VMware managt IT-Services über Clouds hinweg
Verteilte VMware-View-Umgebungen wie im LAN nutzen
VMware will Zugang zu Desktops, Apps und Daten vereinen
Virtuelle und physische Desktops im Griff
Im Bemühen, „Legacy-Applikationen“ (also Windows-Anwendungen) in Services (also virtualisierte Desktops) zu wandeln, verwies Steve Herrod auf View 5.1 und das View Rapid Desktop Program mit 16 Partnern, darunter unter anderem Cisco, Dell, HP und IBM. So hat zum Beispiel Cisco in seinen Access Router ISR G2 inzwischen auch View integriert.
Die kürzlich über die Wanova-Akquisition ins Portfolio gelangte Image-Management-Lösung Mirage unterteilt einen Windows-Rechner in verschiedene Layers und erlaubt es damit, diese zentralisiert zum Rollout zu bringen, separat zu managen und mit RZ-seitigen Versionen zu synchronisieren. Der Ansatz kombiniert damit zentrales Management mit lokaler Ausführung von Applikationen. Herrods Kollege Vittorio Viarengo zeigte in einer amüsanten Demo ein Upgrade von Windows-XP-Images zu Windows 7 bei gleichzeitigem Zugriff von einem Apple Ipad und dann von einem Macbook.
Im Projekt „Appshift“ arbeitet VMware an User Interface Virtualization: Windows-Anwendungen werden damit nicht nur per Mobile Device zugänglich, sondern in der Bedienung auch dessen Touch Interface angepasst. Thumbnails werden dabei automatisch erstellt, zudem bietet die in Entwicklung befindliche Software Copy and Paste zwischen entferntem Windows-Desktop und lokalen mobilen Apps. Neu und nützlich ist die Funktionalität, entfernte Windows-Anwendungen per Sprachkommando zu steuern.
Wie auf der Server-Seite, so betonte Herrod auch hier die Notwendigkeit, von einzelnen Tools zu einer integrierten Suite zu gelangen. Wie in San Francisco bereits angekündigt, arbeitet VMware derzeit daran, alle Client-Werkzeuge - von View über Mirage und die Universal-Ressource-Broker-Lösung Horizon bis hin zum File Sharing aus Projekt Octopus - zur Horizon Suite zusammenzuführen. Eine Betaversion soll bis Ende des Jahres vorliegen.
Die Horizon Suite wird dem Endanwender per Single Sign-on einen einheitlichen Zugriff auf zentralisierte und lokale Applikationen, virtuelle Desktops und zentral verwaltete Datenbestände bieten - durchaus vergleichbar mit der Kombination aus Cloud Gateway und Receiver, die Konkurrent Citrix bereits bietet.
Der Zugriff auf diese Ressourcen soll via View ebenso möglich sein wie per Browser (mittels Projekt Appblast). Der Administrator erhält dabei eine integrierte Lösung für die zentrale, richtliniengesteuerte Verwaltung der Ressourcen, die er den Anwendern bereitstellen will, einschließlich vom Endanwender installierter (Business-)Apps.
