Von Eprint, Airprint, Cloud Print und Co.

Mobiles Drucken über die Cloud
Von Eprint, Airprint, Cloud Print und Co.
geschrieben von Margarete Keulen/pf, Public Relations Manager bei SEH Computertechnik. am 13.06.2012
Mobile Anwender nutzen bereits eine breite Palette von Programmen und Dienstleistungen über das Internet. Doch die Cloud eröffnet ihnen auch die Möglichkeit zum Drucken – sogar von Smartphones und Tablet-PCs aus. Für „Mobile Printing“ ist ein Mobilgerät erforderlich, das zum Drucken über integrierte Funktionen oder zugeladene Software verfügt, zudem eine Datenverbindung zum Internet sowie ein Zieldrucker, der darüber erreichbar sein muss.

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Beim Cloud Printing gilt es, Drucker für Druckaufträge erreichbar zu machen, die Anwender via Netzwerk oder Internet übermitteln. Die Druckerhersteller selbst setzen bei ihren Lösungen natürlich am Ausgabegerät an. Allerdings sind solche proprietären Lösungen oft auf die eigenen Druckermodelle beschränkt.
HP beispielsweise stattet seine Druckermodelle für den eigenen Cloud-Printing-Dienst „Eprint“ mit einer E-Mail-Adresse aus, damit diese über das Internet erreichbar und von Druckertreibern und Druckerbefehlssprachen (zum Beispiel PCL) unabhängig sind. Anwender schicken Dokumente wie Bilder, Text- und Excel-Dateien, Powerpoint-Folien und Web-Seiten zum Ausdrucken per E-Mail an diese Adresse. Der Druckauftrag landet zunächst in der HP Eprint Cloud, die ihn für den Druck aufbereitet und anschließend an den ausgewählten Drucker weiterschickt.
Dieses Verfahren funktioniert allerdings nicht bei Dokumenten mit Passwortschutz, digitaler Signatur oder Makros. Pro E-Mail an den Drucker darf ein Anwender maximal zehn Anhänge mit je bis zu 5 MByte Datenvolumen schicken. Zusätzlich zu beachten: Theoretisch kann jeder, der die E-Mail-Adresse eines Eprint-fähigen Druckers kennt, auf diesem Weg darüber ausdrucken. Um dabei die Kontrolle zu behalten sollten Unternehmen das so genannte „HP Eprintercenter“ nutzen. Damit können sie die Drucker registrieren und für erwünschte Nutzer explizit freischalten. Zudem erfolgt laut HP die Datenübertragung dann über eine gesicherte Verbindung an die Drucker. Die im HP-Rechenzentrum zwischengelagerten Druckaufträge werden gemäß Betreiber sofort nach der Übermittlung gelöscht.
Mit „HP Eprint Public“ ermöglicht der Hersteller seinen Partnern, Drucker über die Cloud bereitzustellen. Anwender können mit Smartphones und Blackberrys Druckaufträge schicken, die eine von den Partnern betriebene Cloud-Lösung aufbereitet und an die gewählten Drucker schickt (zum Beispiel Hotels). Als Lösung für Unternehmen hat HP die Version „Eprint Enterprise“ entwickelt. Damit kann sich ein Unternehmen auf der Basis von Windows Server 2003 oder 2008 seinen eigenen Eprint-Service aufbauen und installieren. Anwender drucken mit allen mobilen Geräten, die den Versand von Unternehmens-E-Mails zulassen, über die Corporate Cloud innerhalb der Unternehmens-Firewall.
Druckerhersteller als Cloud-Pioniere

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