Was Services und Provider leisten müssen

Infrastructure as a Service
Was Services und Provider leisten müssen
geschrieben von Jens Tamm, Country Manager Deutschland und Österreich bei Interoute am 28.02.2011
IaaS (Infrastructure as a Service) stellt eine der grundlegenden Varianten des Cloud Computings dar. Doch bei Unternehmen bestehen Bedenken hinsichtlich Cloud-Sicherheit, Service-Qualität und Verfügbarkeit. Welche Anforderungen muss ein IaaS-Provider erfüllen, damit Unternehmen seine Services für geschäftskritische Zwecke nutzen?

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Public Cloud, Private Cloud, Hybrid Cloud oder Community Cloud: Es gibt eine Fülle von Cloud-Definitionen und -Angeboten, doch für den Business-Nutzer erschließen sich die Unterschiede nicht unmittelbar. Laut Wikipedia steht bei Private Clouds im Vordergrund, "dass sich sowohl Anbieter als auch Nutzer im selben Unternehmen befinden". Eine Public Cloud hingegen ist öffentlich, kann also "von beliebigen Personen und Unternehmen genutzt werden" und ist "nicht mehr auf interne Anwendungen einer einzelnen Institution/eines Unternehmens beschränkt". Bei einer Hybrid Cloud nutzt ein Unternehmen zusätzliche zur eigenen Private Cloud eine Public Cloud für Lastspitzen oder als Failover-Strategie. Eine Community Cloud wiederum ist ein Zusammenschluss mehrerer Private Clouds von Unternehmen oder Organisationen, die deren Mitarbeitern offenstehen, für andere aber nicht zugänglich sind.

Alle Varianten haben ihre Berechtigung, es kommt aber immer auf den Einsatzzweck und die Unternehmensgröße an. Für viele kleine und mittelständische Unternehmen kommt die Public Cloud nur bedingt in Frage: Anwender zögern, weil sie weder Einfluss auf die Cloud-Infrastruktur nehmen können, noch ausreichende SLAs (Service Level Agreements) mit Verfügbarkeitsgarantien erhalten. In Private Clouds hingegen haben Unternehmen die Chance zur Einflussnahme auf die Infrastruktur und können SLAs vertraglich vereinbaren – verbunden mit allen Vorteilen der Cloud.

Neben den Kostenaspekten liegen diese Vorzüge der Cloud in der Skalierbarkeit und Flexibilität. Kostengünstiger wird es, weil der Cloud-Anbieter die Kosten für die Infrastruktur aufteilen und dadurch anders kalkulieren kann. Die Unternehmen wiederum zahlen nur für die gerade benötigte IT-Leistung, Kosten für eigene Hardware und Software entfallen. Rechenkapazitäten lassen sich flexibel sowie bedarfsgerecht hinzufügen und neue IT-Services stehen schnell zur Verfügung.

Die am meisten diskutierten Kategorien bei den Cloud-Service-Modellen zählen neben der in diesem Artikel diskutierten Infrastructure as a Service (IaaS) auch Platform as a Service (PaaS) und Software as a Service (SaaS). Im Kontext von PaaS bieten Dienstleister Entwicklungs- und Ausführungsumgebungen als Service an. Diese Frameworks bilden die Basis für den Betrieb von Anwendungen und die Entwicklung eigener Geschäftsapplikationen in der und für die Cloud. SaaS ermöglicht es beispielsweise, eine CRM-Software als standardisierten Service über das Internet zu mieten und nach Bedarf zu nutzen.

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