Wider die Routine im Rechenzentrum

Enterprise Job Scheduling spart Ressourcen
Wider die Routine im Rechenzentrum
geschrieben von Dr. Jens Weitkamp/jos, Business Development Manager Streamworks bei Arvato Systems. am 04.10.2011
Routineaufgaben im Rechenzentrum blockieren nicht nur personelle Ressourcen, ihre manuelle Abarbeitung birgt zudem ein hohes Fehlerrisiko. Eine leistungsfähige Enterprise-Job-Scheduling-Lösung kann Abhilfe schaffen. Eine solche Lösung will jedoch mit Bedacht gewählt sein – denn die Anforderungen sind hoch.

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Eine Enterprise-Job-Scheduling-Lösung muss daher in der Lage sein, zeitkritische Batch-Prozesse von ihrem Beginn bis zum Abschluss über Applikations- und Betriebssystemgrenzen hinweg sicher zu steuern. Eine solche Lösung besteht vereinfacht ausgedrückt aus einem zentralen Server-System und den so genannten Agenten – einer Software, die auf den Rechnern läuft, auf denen die jeweiligen Jobs arbeiten sollen. Diese Agenten steuert das zentrale System an, und sie liefern ihrerseits Rückmeldungen über den Status der jeweiligen Jobs. Es versteht sich von selbst, dass die Agenten für die verschiedensten Betriebssysteme wie etwa Windows, Unix, z/OS und andere zur Verfügung stehen müssen.

Das zentrale Server-System – geschildert am Beispiel von Streamworks – besteht aus der Datenbank sowie der Applikations- und der Processing-Schicht. Die Datenbank fasst die System- und Stream-Stammdaten sowie die Bewegungs- und Plandaten. Die System-Logs der Jobs und der Agenten stehen in einem separaten Dateisystem zur Verfügung.

Die Applikationsschicht steuert die Kommunikation der Benutzer mit den weiteren Server-Komponenten und übernimmt die Übermittlung der Benutzereingaben. Die Processing-Schicht dient der Durchführung der Abläufe, der Steuerung der gesamten Kommunikation mit den Agenten und übernimmt die Aufbereitung der tagesaktuellen Stream-Stammdaten.

Job-Definition

Angesichts der Komplexität der abzuwickelnden Prozesse ist klar, dass die bloße zeit- und datumsbasierende Steuerung allein längst nicht mehr ausreicht – die Scheduling-Lösung muss die Möglichkeit bieten, Jobs beim Erreichen bestimmter Status auszulösen. Dies kann etwa der fehlerfreie Abschluss des vorhergehenden Jobs sein, wobei der Agent das System mittels eines Ende-Codes über eben diese erfolgreiche Beendigung des Jobs informiert. Jobs müssen zudem über Ereignisse wie den Eingang bestimmter Dateien oder Nachrichten, vom Benutzer per Eingabe oder durch Applikationen veranlasste Events, das Erreichen eines bestimmten Umfangs von Verzeichnissen oder die Auslastung von Massenspeichern auszulösen sein.

Prinzipiell erfolgt die Definition in Form von Flussdiagrammen. Gerade bei komplexen Streams mit einer Vielzahl von Einzel-Jobs, die von internen und externen Status und Ereignissen bestimmt sind, ist es wichtig, dass diese möglichst übersichtlich sind und die Möglichkeit bieten, die fehlerfreien Beziehungen zwischen den einzelnen Jobs sicher verifizieren zu können.

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