Zentrale Steuerung für viele Standorte

Filialistenlösungen mit WLAN Controllern
Zentrale Steuerung für viele Standorte
geschrieben von Hans-Dieter Wahl/pf, Produkt-Manager bei Teldat (ehemals Funkwerk Enterprise Communications). am 18.07.2012
WLANs finden zunehmend auch im Einzelhandel oder in der Logistik Verbreitung. Kassensysteme oder Barcode-Scanner nutzen die Drahtlosnetze. Bei Unternehmen mit vielen Filialen lohnt es sich, die verteilten Funknetze mit ihren zahlreichen Access Points über einen WLAN Controller in der Zentrale zu steuern. Solche Remote-Installationen sind realisierbar – allerdings gibt es einiges zu beachten.

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Heutige WLAN-Infrastrukturen decken immer öfter den kompletten Campus eines Unternehmens ab. Dafür ist eine Vielzahl von Access Points erforderlich, die ein lückenloses Netz bilden. Um diese teilweise hohe Zahl von Access Points zentral zu managen und zu überwachen, kommen üblicherweise so genannte WLAN Controller zum Einsatz.

An einem einzelnen Standort mit rein lokaler Vernetzung ist dieser Controller-Ansatz naheliegend und in der Regel unproblematisch. Eignet er sich aber auch für Filialisten mit ihren auf mehrere Standorte verteilten WLAN-Netzen? Und wie lässt sich ein Controller-Konzept erfolgreich auf die zentrale Steuerung und Überwachung aller in den unterschiedlichen Filialen vorhanden Access Points ausweiten? Zur Klärung dieser Fragen ist es erforderlich, die unterschiedlichen Konzepte der verschiedenen WLAN-Controller-Lösungen genauer zu betrachten.

Thin APs versus Fat APs

Bei WLAN-Controller-Lösungen lässt sich grundsätzlich unterscheiden zwischen Konzepten, die Thin Access Points oder Fat Access Points verwenden. Thin APs sind Access Points, die keine eigene Intelligenz besitzen, sondern alle Rohdaten des WLAN-Chips über die Netzwerkanbindung zum WLAN Controller schicken. Dort erfolgt dann die Verarbeitung der Daten, ebenso setzt der Controller zentral die WLAN Security für alle Access Points um. Dieser Lösungsansatz hatte vor einigen Jahren den Vorteil, dass die WLAN Access Points nur einen sehr kostengünstigen Mikroprozessor benötigten – heutzutage sind Hochleistungsprozessoren jedoch so preiswert, dass dieser Aspekt keinen echten Vorteil mehr bringt. Der Nachteil der Thin-AP-Lösung besteht darin, dass er das lokale verkabelte Netzwerk mit sehr großen Datenmengen belastet, und dass die Access Points nur dann funktionieren, wenn auch der WLAN Controller verfügbar ist.

WLAN-Controller-Lösungen mit Fat Access Points verwenden hingegen einen leistungsfähigen Mikrocontroller im AP und realisieren die komplette Verarbeitung einschließlich des Abschlusses der Security dort autark. Der WLAN Controller konfiguriert, überwacht und steuert lediglich. Der große Vorteil dabei ist, dass die Datenmengen, die über das lokale Netzwerk zu transportieren sind, bei dieser Lösung weitaus geringer ausfallen als bei Thin-AP-Lösungen – somit lässt sich prinzipiell auch ein Remote-Betrieb über das WAN realisieren.

Remote-Betrieb eines WLAN Controllers

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