Zurück in der „realen Welt“
Phönix aus der Asche
Hinzu kommt die Aufarbeitung dubioser Machenschaften im CA-Top-Management, die unter anderem zur Verurteilung des ehemaligen CEOs Sanjay Kumar führten. Dies alles zwang CA ziemlich radikal zum Umkrempeln der Company. Die Umbenennung von „Computer Associates“ in „CA“ sowie der weitgehende Austausch der Führungsriege sind klarer Ausdruck des Wunsches, mit dem Unternehmen quasi noch einmal von vorne anzufangen. „Wir sind das größte Start-up-Unternehmen der Welt“, spitzte es Andrew Dutton, aktueller CA-Boss für die Regionen EMEA und Asien-Pazifik, auf der CA-World zu; dies natürlich mit einem Augenzwinkern, denn auch die neue CA will sich nicht völlig von ihrer seit 1976 geschriebenen und durchaus sehr erfolgreichen IT-Geschichte abkoppeln. Jedoch: „Der Blick ist jetzt klar nach vorn gerichtet“, schwört Kumar-Nachfolger John Swainson die etwa 6000 Zuhörer in seiner Keynote auf der CA-World in Las Vegas ein. Auf dem hauseigenen Event, das CA alle 18 Monate in Las Vegas abhält, war in diesem Jahr Bodenständigkeit angesagt. „Govern, Manage and Secure“ (also etwa: beherrschen, verwalten und sichern) ist in kurzen Schlagworten das, was CA mit seinen Lösungen in der IT bewirken will. „Alle drei Aufgaben und Herausforderungen lassen sich aus einer einzigen gemeinsamen Grundursache ableiten: Komplexität“, erklärt Swainson. „Die enorm gewachsene Komplexität in der IT ist das, womit unsere Kunden am meisten zu kämpfen haben – und deswegen wird alles, worüber wir auf dieser Konferenz reden, von diesem Thema durchzogen sein.“ Um seinem umfassenden Anspruch in der Vereinfachung des IT-Managements gerecht werden zu können, musste CA zunächst die erwähnten Portfoliolücken schließen. So erklärt sich die gehäufte Aktivität in Sachen Firmenübernahmen in den letzten beiden Jahren.

