Diskussion: Bring Your Own Computer??

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Frank-Michael S...
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Diskussion: Bring Your Own Computer??

Würde gerne die Meinung der hier anwesenden Experten und Betroffenen hören? Ist das Konzept OK und vor allen Dingen, ist es in deutschen Unternehmen echt denkbar? (Beispielsweise in einem mittelständischen Betrieb?) -- ich denke eher nicht, da zuviel Vorbehalte existieren........

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jschroeper
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Als Betroffener ...
... jaja, echt betroffen :-) Das Konzept funktioniert sehr wohl. Ein "sanfter" Druck auf die regelgebenden Stellen entsteht von ganz allein, wenn die Anwender ihre Iphones, Tablets, Notebooks und was auch immer manchmal auch ungefragt mitbringen. Ich bin mir sicher, dass sich dies kaum verhindern lässt - also sollte man seitens der Unternehmen und Admins doch besser offen und konstruktiv mit dem Thema umgehen. Verbote nutzen wohl nicht sehr viel. Man kann aber m.E. sehr wohl auch einen Arbeitnehmer dazu verpflichten, mit einem in puncto Security unbedenklichen privaten Gerät zu kommen, im Zweifesfall muss das Unternehmen eben z.B. einen Virenschutz bereitstellen. Ich freu mmich auf Widerspruch! Viele Grüße, jos
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wgreiner
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BYOC kommt langsam, aber gewaltig

Ein paar Anmerkungen von mir als neutralem Außenstehenden (da ich als Freiberufler immer "my own computer" nutze):

1. sarkastische Anmerkung: Unternehmen, in denen die User Admin-Rechte besitzen, haben schon längst BYOC, das Phänomen ist also schon wohletabliert.

2. skeptische Anmerkung: Wird dem Arbeitnehmer das Gerät vom Arbeitgeber finanziert, ist das Ganze in Deutschland (anders als offenbar in den USA) steuerlich gesehen nicht reizvoll, weil ich einen Pauschalbetrag des Arbeitgebers (anstelle eines vom Arbeitgeber gestellten Gerät) als geldwerten Vorteil versteuern muss.

3. Sehr nützlich ist in diesem Kontext der Begriff der "Consumerization" des Analystenhauses Gartner: Immer mehr Anwender bringen ihre privaten Gadgets etc. in den Berufsalltag ein. So etwas ließe sich nur durch strikte Verbote stoppen, was aber das Betriebsklima in den Keller fahren würde. Ergo: BYOC - oder genauer: Bring Your Own Device (BYOD), hier herrscht die Vielfalt - wird kommen, ob's den Admins passt oder nicht.

4. Freue mich auf Kommentare, wir praktizieren hier ja BYOO: Bring Your Own Opinion. ;-))

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danielliebisch
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Meine "5 Cent" zu BYOC

Es ist richtige, dass die geldwerte Versteuerung der Idee, dass Firmen dem Mitarbeiter Geld geben, der sich dann Equipment selbst kauft, in Deutschland / Europa etwas im Wege steht. Ein Notebook, das die Firma erwirbt, kann diese voll abschreiben; das Geld, das einem die Firma für den eigenen Erwerb eines bevorzugten PCs gibt, ist wegend des geldwerten Steuervorteils am Ende oft fast nur noch die Hälfte dessen wert.

Es ist aber zumindest in bestimmten Branchen so, dass Firmen an Mitarbeiter bestimmte Erwartungen haben, dass diese auf eigene Kosten Dinge anschaffen, die das Unternehmen auch nicht bezahlt. Beispielsweise wird von Aussendienstlern erwarten, dass diese mindestens eine, meist doch mehrere Anzüge besitzen, wenn sie Kunden besuchen. Ein guter Anzug hat durchaus den Gegenwert eines kostengünstigen Notebooks. Da dürften sich allein beim Thema "Berufskleidung" eine Menge Berufe finden, in denen der Arbeitnehmer ein eigenes Investment tragen muss. Das kann ja dann auch meist problemlos steuerlich geltend gemacht werden. Lehrer werden sicher auch Möbel und andere Ausstattungen eines häuslichen Arbeitszimmers nicht alle von dem Arbeitgebener bezahlt bekommen. Warum sollte also nicht zukünftig zumindest bei bestimmten Berufen, z.B. einem Aussendienst-Mitarbeiter erwartet werden können, dass diese ihr eigenes Handy und Notebook mitbringen (bei denen dann zumindest das Unternehmen die laufenden Betriebskosten wie Internetzugang und Telefonkosten bezahlt)?

Der Gedanke an BYOC zeigt doch, dass PCs, Table & Co. immer mehr ein Allgemeingut werden, bei dem auch die Kosten sinken - z.B. Preise für Standard-Netbooks tendieren wegen des Wettbewerbdrucks durch die Tablets nach unten, so gegen EUR 200 und darunter, was die noch grössere Verbreitung und BYOC fördern dürfte.

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Frank-Michael S...
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Noch ein Punkt...

habe das Thema in einem Interview mit dem CEO einer amerikanischen IT-Firma angeschnitten. Er versicherte mir, dass dieses Thema in den amerikanischen Unternehmen schon ganz normal sei -- also, dass gerade die Mitarbeiter in IT-Unternehmen vielleicht ihren eigenen Computer nutzen (so nach dem Motto: Ich arbeite nur mit einem Apple-System....), brachte dann aber einen Punkt, den ich so noch nicht bedacht habe:

 

Er meinte, wenn die Firmen darauf bestehen, dass auch neue Mitarbeiter ihren eigenen Computer mitbringen, dann könnte dass beispielsweise für Menschen, die ein, zwei Jahre zuvor arbeitslos waren, eine große Einstiegshürde bedeuten, da sie -- wenn überhaupt noch -- nur einen total veralteten Computer besitzen. Besteht die Company darauf, dass sie ihren Job mit einem aktuellen eigenen System antreten, so müssen sie sich zunächst einmal verschulden, damit sie die Anforderungen erfüllen...

 

Kann ich mir bei uns nicht vorstellen -- scheint aber in den USA möglich zu sein!

 

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jschroeper
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Diesen Punkt ...

... finde ich sehr interessant, hab es allerdings in dieser Form bei uns tatsächlich auch noch nie gehört. Vielleicht hat ja jemand aus der Community praktische Erfahrungen, bin gespannt.

 

Für mich löst sich dieser Teil des Problems derzeit nach Angebot und Nachfrage: Begehrte (potenzielle) Mitarbeiter können Forderungen stellen, begehrte Unternehmen auch. In ähnlicher Form gilt das sicher auch für einen Ausgleich der Ausgaben für Berufskleidung, wie im Posting zuvor angesprochen.

 

Setzen wir mal eine variierende Konjunktur voraus, heißt das aber für die IT-Abteilunngen, dass sie sich im Zweifelsfall durchaus auf einen Mix zwischen herkömmlicher Versorgung der Mitarbeiter mit Equipment und BYOC einstellen müssen. Das macht die Sache auch nicht leichter.

 

Viele Grüße, jos

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aagon_sweber
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Meines Wissens...
... ist BYOC oder auch BYOD in Deutschland so überhaupt nicht umsetzbar. Alle elektronischen Geräte in einem Unternehmen müssen regelmäßig von einem Elektriker oder einer sonstigen befähigten Person überprüft werden (E-Check). Die Verwendung nicht gepüfter oder gar privater elektronischer Devices und sei es nur das Ladegerät des privaten Handys, da es identisch mit dem Ladegerät des Firmenhandys ist, dürfen aus Sicht der BG nicht genutzt werden. Denn wenn so ein Gerät, nehmen wir mal den schlimmsten Fall an, abbrennt und weiterer Schaden entsteht, wird die Versicherung nicht haften. Denn was hatte das Gerät im Unternehmen zu suchen. In Behörden gestaltet sich das Thema noch brisanter. Ich bin ehrenamtlich beim THW und dort dürfen von externen oder auch ehrenamtlichen Migliedern eigentlich gar keine elektronischen Geräte mit in ein Gebäude (in diesem Fall die Unterkunft) genommen werden. Hier ist gar nicht mal der Datendiebstahl im Fordergrund sonder die Frage, was passier wenn so ein Gerät Schaden verursacht (abbrennt) oder ähnliches. Also ich würde für meine Teil sagen: sehr schwierig soetwas in Deutschland umzusetzen.
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danielliebisch
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Ein interessanter Beitrag ...
... auf jedenfall für die Diskussion; ich hab aber zumindest in ca. 30 Jahren bei öffentlichen Arbeitgebern und Unternehmen noch nie davon gehört, zumindest wurde von Seiten des Arbeitgebers (u.a. Siemens) nie mit einem Verweis auf eine elektische Zertifizierung darauf hingewiesen, dass man private Netzteil nicht in Unternehmensräumen betreiben dürfe. Es wäre ganz gut, hier mal die exakte Rechtslage zu posten. Prinzipiell müssen Geräte (also auch elektisch betriebene), die hier offiziell vertrieben werden, ja bestimmte Prüfstempel aufweisen. Aber das ganze Thema BYOC ist ja auch noch sehr neu. Ich persönlich sehe sowas am ehesten unter dem Aspekt realisiert, dass der Trend in der Arbeitswelt zumindest in bestimmten Branchen zu einer immer stärkeren Integration von externen Mitarbeitern bzw. externen Partner geht, die ja ihre eigene Infrastruktur nutzen möchten. Beispielsweise die Versicherungsbranche hat immer schon sehr stark mit externen Vertriebspartner zusammengearbeitet, die Versicherungen unterschiedlicher Anbieter vertreiben und natürlich heute ständig auf deren eigenen Systemen aktuelle Angebote erstellen müssen. Hier lassen sich unzählige Beispiele finden. Autohersteller verlagern immer mehr AUfgaben auf Zulieferer, die in die eigene IT-Welt eingebunden werden müssen. Softwareentwickung nutzt externe Mitarbeiter. Viele Mitarbeiter arbeiten in Home Offices etc. etc. IT oder zumindest die Endgeräte werden eben immer vielfältiger und immer günstiger, so dass sich wie heute schon bei den Handys und Smartphones immer weniger Nutzer vom Arbeitgeber ein bestimmtes Gerät vorschreiben lassen, und IT-Endgeräte werden zumindest in vielen Einsatzfällen diesem Trend folgen. Vielleicht sind die Behörden ja die letzten, die diesem Trend folgen.
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wgreiner
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Re: Meines Wissens...
Das ist natürlich ein sehr wichtiger Hinweis, den ich weiterverfolgen werde - zugleich sorgen solche rechtlichen Vorgaben für ein zunehmend realitätsfernes Spannungsverhältnis: Allein der Prozentsatz von Unternehmen, in denen sich keine privaten Mobiltelefone finden, dürfte verschwindend gering sein - von anderen IT-Gadgets ganz zu schweigen...
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Gast
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Re: Meines Wissens

Hallo,

 

ich bin auch der Meinung, dass die Nutzung privater Endgeräte (Laptop, Handy, Netbook, usw.) im Büro sehr vorteilhaft ist, auch wenn natürlich Bedenken wegen der Sicherheit ausgeräumt werden müssen. Natürlich befinden sich in den meisten Büros private Handys, wie sollte es auch anders sein.

So lange nicht jeder seine eigenen Wein mitbringt und sich betrinkt, ist doch alles in Ordnung

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Frank-Michael S...
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E-Check????????

Also ich bin im Lauf der letzten 20 Jahre ja schon in einigen Unternehmen gewesen -- aber einen "E-Check" habe ich so noch nirgendwie erlebt oder davon gehört -- aber vielleicht ist das ja auch branchenspezifisch.

 

Und was die Brandgefahr der mobilen Telefone angeht --- DAS halte ich doch für etwas übertrieben, so lange man nicht auf einer Tankstelle oder einem Munitionsdepot tätig ist....

 

Aber wie gesagt, vielleicht ist das ja branchenspezifisch --- ich glaube, dass die hier auch in diesem Forum geäußert Probleme mit geldwertiger Versteuerung in Deutschland viel mehr dazu beitragen werden, dass sich so etwas NICHT durchsetzt -- wo deutsche Behörden involviert sind, da klappt es dann auch mit dem Verhindern (Sarkasmus aus!)

 

IMHO

 

Micha

 

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KeNa
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E-Check und BOYC(D)
Hallo, der E-Check ist meines Wissens nicht branchenspezifisch. "Eigentlich" muss jedes Unternehmen diesen entsprechend seinem Arbeitsbereiches durchführen (Bürobetrieb z.B. alle 24 Monate) In der Praxis sieht es natürlich anders aus, aber wehe dem es passiert was. Das erste was die BG machen wird, nach den Prüfprotokollen fragen. Für weitere Informationen ist die VDE 0702 (Wiederholungsprüfung) maßgeblich. Zurück zu den BOYC(D): verhindern wird man es denke ich nicht können, aber aus der Sicht der Sicherheit halte ich es für Wichtig, das die Mitarbeiter ihre Smartphones etc. dann mit ins Firmennetz aufnehmen lassen. Ein Schlagwort dafür wäre "Blackberry Balance" das klar private Daten und geschäftliche Daten trennen können soll. Ein Schritt von Seiten der Entwickler in die richtige Richtung, ich hoffe da ziehen andere mit. Gruß Kevin
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Frank-Michael S...
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Typisch Deutsch???

Habe mich gerade am Mittwoch auf der European Identity Conference 2011 mit dem CTO Europa von Quest über dieses Thema unterhalten (er kommt aus U.K.): Der konnte eigentlich nur noch den Kopf schütteln über all diese typisch deutschen Bedenken und Einschränkungen:

 

Darum, um hier mal wieder etwas "Pepp" in die Diskussion zu bringen :-): Sind wir so überreguliert und kontrolliert in Deutschland, dass wir auch weiterhin bei solchen modernen Konzepten hinterher sein werden -- oder ist das gerade gut so, the German Way?

 

Was meint die Community!

 

 

Gruß

 

Micha

 

 

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mwenzel
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sind die Ideen wirklich Modern???
Warum müssen wir immer alle Entwicklungen aus UK und den USA mitmachen? Was bring es dem Einzelnen? Wirklich mehr Freiheit oder nur mehr Kosten? Ich bin schon der Meinung, dass die IT Geräte gerne auch für private Zwecke benutzt werden dürfen, doch sollten die Geräte vom Unternehmen gestellt werden. Das Unternehmen kann die Geräte weitaus besser steuerlich absetzen als private Mitarbeiter. Des Weiteren sind auf den Geraten meist Kundendaten, sollten diese bei der privaten Nutzung in dritte Händegeraden wäre das für das Image des Unternehmens nicht so toll.
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danielliebisch
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Moderne Idee?
Finde ich auch. Wir wollen unsere alten Mainframe-Terminals wiederhaben. Und diejenigen, die versuchen, eigene Rechner ans Firmennetzt anzubinden, bekommen richtig eins auf die Löffel! PS: BYO funktioniert nur wirklich sicher mit einer Lösung wie von Citrix, bei der die Anwendungen, Desktops und Daten zentralisiert laufen. Und das ist dann weider vom Konzept ein wenig wie bei dem alten Mainframe-Konzept - nur halt viel moderner.
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hpschernhammer
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BYOO zu BYOC/D
Mir persönlich stellen sich bei dieser Fragestellung irgendwie alle Haare auf. Gerade die Standardisierung der CIs (Configuration Items) als auch aller IT Assets in ja auch Grundlage eines funktionierenden ISTM. Nahezu alle Prozesse (SLM, Release Management, Service Asset and Configuration Management, Security Management, Change Management, etc.) bauen darauf auf. Wie soll ITSM abgebildet werden, wenn man gar nicht weiß was in Betrieb ist und was verwendet wird? Wie soll Design und Transition auf unbekannten Komponenten realisiert werden, die Funktionalität von Services zugesichert werden können? Wer wird zukünftig den Support leisten, wenn Services auf unbekannten Komponenten nicht funktionieren und wer wird diesen Support bezahlen? Wer stellt die Datensicherheit, das Security Management (nicht nur den Virenschutz, sondern auch die tatsächlich freigegebenen Applikation, die Patches und Updates bis hin zum OS und BIOS) zur Verfügung? Wie soll eine unternehmensweite Software Paketierung und automatisiertes Software Deployment abgebildet werden können (selbst wenn die Organisation bis dato noch zu klein dafür wäre, würde ein zukünftiger Einsatz damit nahezu unmöglich werden)? Wer stellt sicher welches OS verwendet wird bzw. leistet auch hier den Support (z.B. Microsoft XP, Vista, 7, 32 oder 64 Bit, Linux und seine ganzen Derivate, Apple Mac OS X, etc.)? Wer stellt sicher, welche Dateiformate zum Dateiaustausch dann verwendet werden (bzw. stellt dann sicher dass die entsprechenden Vorschriften umgesetzt werden)? Wer stellt sicher dass ein durchgehendes Backup und Restore-Konzept auf allen Komponenten zur Verfügung gestellt werden kann? Wer stellt sicher, dass eine Komptabilität zu den bestehenden Komponenten gewährleistet wird (z.B. Anschluss externer Speichermedien, Anmeldung im LAN / WLAN, Drucken / Scannen mit passenden Drucktreibern auf Netzwerkkomponenten)? Wer stellt diese Kompatibilitätsgrundlagen tragfähig (und vor allem zukunftssicher) zur Verfügung? Wie soll entschieden werden, ab welchem Zeitpunkt der Besitzer des BYOC/D wieder in Eigenverantwortung steht und geht (die Applikation geht nicht, es liegt jedoch an der Hardware z.B. am nicht verfügbaren Treiber)? BYOC/D ist meiner Meinung nach nur in sehr kleinen Organisationen mit genau, definierten wenigen Schnittstellen / Anforderungen möglich. Sicherlich wird über den Trend zur Virtualisierung / Cloud Computing hier sich noch viel bewegen, vor allem aufgrund der dann größeren Unabhängigkeit von Client-Hardware Komponenten. Meist wird BYOC/D in den mir bekannten Organisationen eher zähneknirschend z.B. als VIP Sonder-Service mit entsprechend hohem Ressourceneinsatz abgebildet (z.B. I-Pad und I-Phone fürs Management). Hier wage ich mal auch eine böse Frage: was ist denn dann der nachweisbare Business Case? Bling-Bling fürs Management oder tatsächlicher Mehrwert fürs Unternehmen? Auch ist BYOC/D häufig bei Organisationen, welche in sehr hohem Umfang mit sich häufig wechselnden Freiberuflern arbeiten. Beispielsweise in der IT unterstützter Redaktion von großen Tageszeitungen und dem damit verbundenen Support der weltweit tätigen Berichterstatter. Auch dies ist jedoch mit teilweise extrem hohen Aufwänden (Ressourcen und Knowhow) im Bereich Support verbunden: wenn z.B. der Reporter aus dem Irak mit Iridium Satelliten Handy und Mac Book kurz vor Redaktionsschluss keine VPN Verbindung aufbauen kann. Aus meiner Projekterfahrung als Berater kenne ich genau das Gegenteil: die freiberuflichen Vertriebsleiter eines Kunden hatten jahrelang BYOC. Dies bei ca. 150 Clients, der Support gestaltete sich zu einer nicht mehr lösbaren Aufgabe, da auch der komplette HW und SW Support übernommen wurde. In Folge wurde jeder eingesendete Rechner erst mal in Quarantäne gegeben (über 50% der Clients waren befallen), mühsam wurde neu aufgesetzt, wurden Teilkomponenten ausgetauscht und stundenlanger Onlinesupport erbracht (z.B. weil der Nachwuchs des Vertriebsleiters aus Computerspielgründen zwar die Grafikkarte getauscht – jedoch den falschen Treiber installiert hatte). Als Lösung wurde allen Vertriebsleitern umsonst ein aktuelles Notebook ohne Administrationsrechte zur Verfügung gestellt. Ergebnis: 75% Kostenreduktion pro Jahr. BYOC/D würde aus meiner Sicht selbst für die meisten KMUs einen Rückschritt darstellen. Darüber hinaus stellt sich für mich die Frage, welche Existenzberechtigung hat ein Unternehmen, wenn aus Kostengründen (!) tatsächlich das Werkzeug vom Mitarbeiter gestellt werden müsste? Zugespitzt formuliert: da kann man ja gleich den Bauarbeiter fragen, ob er denn seinen eigenen Bagger ins Unternehmen mitbringt ;-)
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danielliebisch
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BYO - alles elbst kaufen?
Also, nur mal so als ANtwort auf den letzten Satz: Mein Vater hat nach dem Krieg als Bauarbeiter angefangen. Die mussten ihr Basis-Handwerkszeug (Kelle u.a.) auch selbst kaufen. Und im Hotel-Service müssen die Mitarbeiter teilweise die Berufskleidung ebenfalls selbst anschaffen. Und den Vertriebs-ANzug kauft auch nicht die Firma. Mein neues Handy, das natürlich auch beruflich genutzt wird (zugegebenermassen das Drittgerät) hat auch nicht die Firma finanziert. Wie ich oben gerade als Feedback auf einen anderen Beitrag geschrieben habe: ohne ein Konzept wie von Citrix (ich will ja nicht behaupten, dass wir der einzige entsprechende ANbieter wären) kann man BYO nicht durchführen, das Sie ja oben aus der Erfahrung her berichten, bei einem herkömmlichen Ansatz wären die Daten und Privat-Rechner gleich kompromitiert gewesen - das geht so natürlich nicht wirklich produktiv.
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umertz
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Bring-your-own-Computer and fire-your-admin
Der Satz wird leider viel zu oft auf den ersten Teil reduziert, die Zusammenhänge sind aber klar und deutlich erkennbar. Im Zuge der Desktopvirtualisierung werden die Applikationen und Workstation von der Hardware entkoppelt. Das Backend wird in einer Privat- oder Public- oder Privat-Public-Cloud gehostet, wo eine Handvoll (deutliche weniger als heute) Mitarbeiter oder direkt ein externer Dienstleister sich nur noch um diese geschlossene, standardisierte und homogenisierte Infrastruktur kümmen müssen. Der First-Level Support wird durch die Virtualisierungstechnologie umfassend reduziert. Die bisher damit betrauten Menschen sind schlicht überflüssig in dem neuen Konzept. Doch nicht nur in der IT sind Kosteneffekte zu erwarten. Auch andere Fixkosten können mit ByoC deutlich reduziert werden: Mal ehrlich. Wer trägt schon gerne seinen Midi-ATX Tower mit einem 24" LED , Drucker, Tastatur, Maus jeden Tag in die Firma? Im Grunde wird ByoC im Idealfall auf Wah (Work at home) oder im schlechtesten Fall auf Sah (Stay at home /dt:arbeitslos) hinauslaufen. Der größte Benefit wird schließlich für das Unternehmen nicht daraus resultieren, dass es keine Computer mehr kaufen muß, sondern Räume für die Unterbringung der Mitarbeiter nicht mehr benötigt werden. Ein frohes Schaffen allseits, Ulrich Mertz Und aus dem Chaos sprach eine stimme:,,Lächle und sei froh, es könnte schlimmer kommen. Ich lächelte, ich war froh und es kam schlimmer !!
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wgreiner
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Personalabbau
Ja, da hat umertz sicher Recht: In BYOC/BYOD steckt das Potenzial zum Personalabbau, insbes. beim First Level Support - denn das muss der BYOC-Arbeitnehmer ja dann direkt mit dem Hardware- und Vor-Ort-Austausch-Garantie-Lieferanten ausmachen. Ich vermute: Gerade deshalb wird das BYOC-Konzept seinen Markt finden - trotz aller Datenschutz-, Compliance- und sonstiger Hürden.
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AVierschrodt
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Freiwilligkeit
Ich sehe das Thema BYOD durchaus als Mehrwert in vielen Berufsfeldern an, sehe es aber nur als ergänzende Möglichkeit zur gestellten Hardware. Wer es möchte, kann es machen, alle anderen (und das werden viele sein!) bekommen weiterhin ihren PC vom Unternehmen. Was ich mich jedoch frage: Für wieviele Mitarbeiter ist das ganze denn überhaupt ein Thema? Für die Nerds aus den IT bezogenen Bereichen sicher, aber die haben schon ihren eigenen Krempel angeschleppt, bevor dieses Thema überhaupt entstanden ist. Ich erinnere mich noch gut an die irritierten Blicke als sich vor Jahren mit meinem (privaten) Nokia e61 auf den Exchange-Server meiner Firma wollte. Wenn ich mir aber diverse andere Mitarbeiter anschaue, kann ich nur sagen: Die wollen sich gar nicht um sowas kümmern (müssen) und die Verantwortung dafür übernehmen. Gleichzeitig eröffnet BYOC doch vielfach auch eine Erwartungshaltung: Wenn der firmen-finanzierte Laptop mit nach Hause genommen werden kann, warum wird dann nicht auch am Wochenende auch mal ein wenig gearbeitet? Könnte das nicht ähnlich laufen wie mit dem Firmenhandy? Hier, wir geben dir ein tolles Smartphone, mit dem du auch privat telefonieren darfst (unterschwellig klingt dann aber schon durch: wir erwarten dafür, dass du auch 24/7 für deinen Bereichsleiter erreichbar bist). Aber zurück zum eigentlichen Thema: Ich begrüße den Ansatz, solange er auf Freiwilligkeit beruht. Zum Thema Sicherheit/Verfügbarkeit etc. brauche ich wohl nicht mehr viel zu sagen, da gibt es genug Ansätze sowohl aus Herrn Liebischs Haus als auch aus meiner Firma, die den externen Zugriff schon abgesichert haben, als noch niemand von BYOC/BYOD gesprochen hat ;-)
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jschroeper
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Die genannten Argumente ...
... sind mit Sicherheit alle berechtigt, mittlerweile glaube ich jedoch nicht mehr, dass man das Phänomen aufhalten könnte, selbst wenn man wollte. Meine Prognose: Die juristischen und sicherheitstechnischen Mahner - so Recht sie auch haben - werden schlicht vor der Realität kapitulieren. Viele Grüße, jos
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stefanv
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BYO - ein "Referenzfall"?
Ich habe absichtlich in der Überschrift ein "?" ans Ende gestellt, damit ich hier natürlich keinen Äpfel-Birnen Vergleich aufsetzen möchte. Ja, bei uns gibt es schon BYO. Allerdings in den US. Das Programm nennt sich "Choice" und hat einige Rahmenparameter, die mir in dieser Diskussion noch fehl(t)en. Ohne alle Details des Programms hier aufzulisten, möchte ich dennoch einige nennen: Ein Mitarbeiter, der an dem BYO Programm teilnehmen möchte, bekommt einen $ Betrag für die Anschaffung eines Laptop Computers. Er verpflichtet sich aber, einen 3-Jahres Support Vertrag mit dem Laptop Hersteller abzuschließen, um im Falle eines Ausfalls der Hardware Support-Ansprüche vom Hersteller zu haben. Es gibt einen hauseigenen Pool an Ersatzgeräten, wenn einer dieser BYO Rechner beim Support ist. Dazu kommt eine gewisse Basissoftware, die zu installieren ist (Virenschutz, SSL VPN, Citrix Receiver mit XenApp Plugin). Damit wird sichergestellt, dass nicht nur auf Unternehmens-Ressourcen zugegriffen werden kann, sondern auch Virenschutz garantiert ist. Die Basissoftware wird intern bereitgestellt und kann runtergeladen werden. Ohne wie gesagt zu sehr ins Detail gehen zu wollen, gibt es hier natürlich zusätzliche Programmpunkte, die ich festlegen kann, um ein BYO Modell zu ermöglichen. Die dieses aber auch in gewisser Weise einschränken. Eine Möglichkeit ist, dass vorher festgelegt wird, dass Unternehmens-Daten nur auf Netzlaufwerken abgelegt werden dürfen, und nicht auf dem BYO-Rechner. Im Falle des eMail Clients kann ich dies ebenfalls einschränken: eine mögliche Vorgabe wäre dabei, nur das zentral gehostete Outlook nutzen zu dürfen. Vorteil: selbst bei Verlust des Endgeräts verbleiben keine (Firmen-)Kontakte, emails, Kalendereinträge etc. auf dem lokalen Client. Eine weitere Variante: als Unternehmen kann eine Mindest-Hardwareausstattung (CPU, RAM etc.) vorgeben werden, welcher der BYO-Laptop entsprechen muss. Der Deutsche an sich würde hier sicher noch eine Liste von PCs/Macs mit Detailspezifikation und Hersteller-Beschränkung vorgeben, die in das Programm passen. :-) Das sind aber alles Rahmenparameter, die ein solches Programm durchaus umsetzbar machen. Vielleicht noch ein Wort zur Trennung von den privaten von den Firmendaten: auch hier gibt es ja schon Möglichkeiten, die durch die Client Virtualisierung abgedeckt werden. Als Laptop Benutzer kann ich über einen Type-1 Hypervisor wie XenClient schon heute zwei völlig voneinander unabhängige und isolierte Betriebssystem Images auf einer Hardware betreiben. Denkbar ist hier: ein Privat Win7 Image neben der Unternehmens-Win7 VM. Isoliert, geschützt, verschlüsselt bei Verlust.
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wgreiner
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BYOC: Kehrseite der Cloud-Medaille?
Ist vielleicht die vorherrschende BYOC-Diskussion nur die "Kehrseite" der Bewegung hin zur Cloud? Sprich: Haben wir diese Diskussion zur Zeit nur, weil die allermeisten IT-Abteilungen eben noch NICHT so weit sind wie die Public Cloud Provider? Denen kann es nämlich (innerhalb des Marktüblichen) egal sein - und muss es egal sein können -, von welchem Endgerät aus der Anwender auf die Applikation zugreift...
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Comparex_JoernMeyer
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Meine Gedanken dazu...
Ist das Konzept sinnvoll? Zweifelsohne nicht für jeden. Aber überall, wo eine hohe Dynamik gefordert ist, stoßen IT-Abteilungen mit ihren zum Teil aufwändigen Prozessen regelmäßig an ihre Grenzen. Wollen sie ihre Rolle als Wertschöpfer im Unternehmen beibehalten, müssen sie weg vom „Nein, das entspricht nicht unseren Standards“ hin zu „Ja, wir machen das möglich; unter folgenden Bedingungen“. Ansonsten finden Mitarbeiter immer Wege, die IT-Abteilung zu umgehen, z.B. durch Nutzung von Cloud-basierten Diensten wie z.B. Dropbox. Wer sind die Nutzer von BYO (C/D)? Zunächst die technikbegeisterten „Nerds“, wie es ein Vorredner so schön formuliert hat. Dazu kommen noch das Management und die sogenannten High-Potentials, der Führungsnachwuchs also. Warum sie? Weil sie einfache Lösungen bevorzugen: Das Instant-On-Erlebnis von iPad und Co. schlägt kein Laptop mit installiertem Windows. Die Geräte sind klein und leicht, haben extrem lange Akkulaufzeiten und eine unschlagbare Usability. die z.B. auch ideal für Studenten ist. Und so sind viele Berufseinsteiger von heute den täglichen Umgang mit dieser Art von Geräten gewöhnt. Warum ermögliche ich es den Benutzern also nicht einfach, so zu arbeiten, wie Sie es aus ihrer Ausbildung und Freizeit kennen? Verdankt „Windows“ nicht genau diesem Effekt seinen Siegeszug in Unternehmen? BYO(C/D) beschreibt eindeutig den Wunsch nach mehr Flexibilität im Arbeitsalltag. Genau wie Home-Offices, private Nutzung dienstlicher Mobiltelefone, Arbeitszeitkonten, Dienstwagen, private Nutzung von Flugmeilen, etc. All das ist heute Standards in Unternehmen, weil die Mitarbeiter nach solchen Lösungen verlangt haben. Und nun eben BYO(C/D). Allerdings wird das Konzept meines Erachtens eine Ergänzung zu bestehenden Lösungen in Unternehmen für eine ganz bestimmte Benutzergruppe bleiben. Für Task-Worker sind andere Lösungen definitiv sinnvoller. Ist BYO(C/D) heute technisch umsetzbar? Umsetzbar, ja. Mit welche Aufwand? „It depends“, würde ein IT-Berater antworten. Es hängt einfach davon ab, was das Unternehmen erreichen will. Soll einer Handvoll Mitarbeiter die Nutzung von privaten Endgeräten ermöglicht werden, ist dies zumeist nicht so schwierig. Soll die gesamte Infrastruktur dynamischer gestalten und so zukünftigen Ansprüchen von Mitarbeitern gerecht werden, sind die Anpassungen oft deutlich aufwändiger. Mein Fazit: Ist BYO(C/D) für mich ein essentieller Treiber zur Veränderung der IT-Landschaft in Unternehmen? Jein! Viele Unternehmen können davon profitieren, z.B. wenn es um die Akquise neuer Mitarbeiter und dem Kampf um die High-Potentials geht. Es wird aber mit Sicherheit genauso viele Unternehmen geben, für die BYO(C/D) nicht in Frage kommt. Als Consultant kann ich mich eigentlich nur wiederholen und sagen: It depends. Viele Grüße, Jörn
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florianspatz
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IT-Landschaft 3.0
Bei der Diskussion um BYOC drängt sich mir die Frage auf: Sprechen wir hier tatsächlich von einem Massenphänomen oder von technikverliebten Mitarbeitern, die ihre privaten Spielzeuge mit in die Firma bringen? Wenn man sich mal den typisch deutschen Durchschnitts-Arbeitsplatz ansieht, landet man wohl eher bei den zigtausend standardisierten Desktops in Unternehmen, Behörden, Banken, Call-Centern oder Krankenhäusern und nicht bei den sogenannten High Potentials die hohe Ansprüche haben und diese auch von der IT genehmigt bekommen. Allerdings stellen BYOC und Consumerization heute wie in Zukunft ernstzunehmende Herausforderungen dar, die in einigen Bereichen noch stärker zum Tragen kommen werden. Schon seit längerem nutzen Mitarbeiter ihre eigenen Geräte – gefragt oder ungefragt – für die Arbeit, greifen mit dem privaten Handy auf ihre Geschäftsemails zu oder nutzen ihre eingeräumten Admin-Rechte für die ganz persönliche Gestaltung ihres Desktop-Arbeitsplatzes. Im Bereich der Knowledge-Worker mag das seine Berechtigung haben, doch der Großteil der Arbeitnehmer in Deutschland kann und will sich gar nicht darum kümmern, neue Programme zu installieren, IT-Probleme selbst zu lösen oder Privates und Arbeit verschmelzen zu lassen. Soviel zu den Anwendern. Auf der anderen Seite steht die Arbeitgeberseite, die – einmal abgesehen von den bereits im Forum angesprochenen rechtlichen Hürden – einen ganz klaren Wirtschaftlichkeitsanspruch an Ihre IT haben. Der vorrangige Auftrag der IT-Verantwortlichen CIOs oder Admins liegt darin, die gesamte IT so kosteneffizient wie möglich zu planen und zu gestalten. Ein Wunschkonzert an Desktopausstattung ist mit diesem Ziel schlicht und ergreifend nicht vereinbar. Wirft man einen Blick auf die Datensicherheit kommt ein noch viel gefährlicherer Punkt zum Vorschein: Auch wenn es vielschichtige Konzepte gibt, Firmendaten zu sichern, das Gerät ist immer noch Eigentum des Mitarbeiters. Nach seinem Ausscheiden hat die Firma meines Wissens keinerlei Rechtsgrundlage in welcher Form auch immer auf dieses Gerät zuzugreifen und die Daten zu löschen. 100-prozentige Sicherheit ist nur möglich wenn mittels Applikations- und Desktop-Virtualisierung alle Daten ausschließlich im Rechenzentrum verbleiben. Alle mir bekannten Offline-Konzepte bergen kombiniert mit BYOC dieses Risiko. Für die mobilen Offline User werden wohl die meisten Unternehmen meines Erachtens nicht um Unternehmenshardware herumkommen. Genauso wie es bei den meisten Unternehmen keine Frage ist, dass der Firmenwagen vom Unternehmen gestellt wird, auch um auszuschließen, dass der Vertriebsmitarbeiter mit seinem VW Käfer in Blumendekor oder seinem Ferrari F50 beim Kunden ankommt. Man muss sich also seine User genau anschauen und dann entscheiden, welche Lösungen gebraucht werden, um ein angemessenes Maß zwischen Individualisierung und Standardisierung zu finden. Nur so können nachhaltig effiziente IT-Landschaften geschaffen werden. Desktop-Virtualisierung und Cloud Computing bieten diesbezüglich die größten Chancen. Die Endgeräte-Seite wird sich zu einem Mix aus Thin Clients, PCs und mobilen Geräten wie Laptops, Tablets oder Smartphones entwickeln. Meine Erfahrung mit Kunden hat gezeigt, dass es den meisten ganz klar um die beiden Aspekte Sicherheit und Kosten geht. Dabei werden nicht zuletzt Thin Clients noch weiter zulegen, da sie einen großen Teil der stationären Geräte am kostengünstigsten, aber auch am sichersten abbilden können.
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thomasroehr
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humor

 

BYOC... bei Adidas, das sind die deren Laufschuhe bei Euch im Schrank stehen (eingestaubt versteht sich) ist diese Arbeitsweise in einem Projekt eingeführt worden. Nachlesen kann man das auf den CIO Seiten. 

 

Deutschland, ein Land der sehr besteuerten Möglichkeiten. Was wird nun passieren? Kann ich mein Own Device jetzt steuerlich anerkennen lassen, weil ich es selbst mitbringe? Wahrscheinlich werde ich das schöne I4s nun mit der 1% Regelung als geldwerten Vorteil nutzen können (dies ist ein Text nur für Deutsche, der rest der Welt kann jetzt schon nicht mehr folgen) oder kann ich gar ein Surffahrtenbuch vorlegen und so beweisen, dass ich gar nicht privat arbeite (was sprachlich schon einen Widerspruch darstellt)? Wird es eine Surferpauschale geben? Wie wird Schäuble zugriff auf MEIN OWN DEVICE bekommen?

 

Was kommt als nächstes?

Was sind OWN DEVICES?

Gehört meine Dockingstation zu hause dazu genauso wie mein Bluetooth Headset?

Wer bezahlt das und gab es nicht vor einigen Jahren sehr eindrucksvolle Beweise wie man Bluetooth Unterhaltungen auf Autobahnbrücken abhören konnte? Muss ich mein Headset jetzt bei meinem Admin anmelden und bekommt es eine neue Verschlüsselung (ich nutze es eh nur auf dem Crosstrainer (mit meinen unverstaubten Turnschuhen))?

 

Mein Sohn, Jonas der süßeste Fratz auf diesem Planeten, wird nicht müde jeden morgen ein wenig Tozzle auf meinem I4s zu spielen... wie verhindere ich nun, dass er meine Artikel, Präsentationen und wichtigen Preislisten herunterlädt? Wer wird in Zukunft gefragt werden, wenn ich mein OWN DEVICE mitbringe? Kann ich meinen Admin fragen, wenn der "Kurze" den nächsten Level Tozzle nicht schafft oder darf ich ein solches Spiel einfach nur nicht mehr laden, da es gegen bestehende Policies verstößt? Sollte das der Fall sein möchte ich beantragen, dass ich in Deutschland als systemrelevant eingestuft werde, da mein OWN DEVICE dann eine Geschenk an meinen Chef ist und ich de Facto Unternehmen finanziere!

 

Hilfe... 

 

Ach so, lieber Admin, wenn der Artikel stört, lösche ihn bitte einfach! Ich freue mich Euch eines Tages auf einer unserer Secure Networks Tage zu sehen. Dort zeigen einige Hersteller wie man BYOD Problematik angehen kann!

 

Bis dahin und mit den Worten des Ex Lufthansa Chefs zu sprechen,

 

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wgreiner
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Re: humor

In der Tat könnte sich die endlos komplexe deutsche Steuergesetzgebung trotz aller Sicherheitsprobleme noch als die größte Hürde für alles in Richtung BYOD erweisen. :-(

 

Und bzgl. "Ach so, lieber Admin, wenn der Artikel stört, lösche ihn bitte einfach!": keine Sorge, konstruktive Kritik ist uns durchaus willkommen!

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