Hallo Service!
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Leider ist es heutzutage der Regelfall geworden, dass man sich bei Call-Center-Kontakten immer erst ein Wort- und Tastengefecht mit einer Automatenstimme liefern muss: "Wenn Sie sich jetzt am liebsten die Haare ausreißen möchten, drücken Sie die 1, gefolgt von der Raute-Taste." Und einen echten Menschen am anderen Ende der Leitung gibt's dann nur gegen Aufpreis, sprich: für Premium-Kunden, Besserverdiener, Privatpatienten. Das mag aus wirtschaftlicher Sicht sinnvoll sein, und offenbar hilft es, die Wartezeiten zu verkürzen (was ja auch einen Wert hat). Aber aus der Kundensicht in der gerade akuten (i.d.R. Stress-) Situation ist das häufig: "Für 'kundenunfreundlich' drücken Sie die 1, für 'eine Zumutung' drücken Sie die 2, für 'ein Grund, den Anbieter zu wechseln' drücken Sie die 3, für 'nicht auszuhalten' drücken Sie die 4, ..." ;-(





























- Erreichbarkeit einer Support-Hotline 7x24
- Hotline kostenfrei
- Kurze Wartezeiten an der Hotline
- Persönliche Ansprechpartner (und bitte KEINE Roboter)
- Dieser Ansprechpartner behandelt den Service-Fall, den er angenommen hat, damit Einarbeitungen durch andere Mitarbeiter entfallen. Kontakt unter den Abteilungen kann vom zentralen Ansprechpartner hergestellt werden. Eine Rückmeldung möchte ich erst mit einer Problemlösung haben und nicht zwischen den Abteilungen hin und her gereicht werden.
- Flexibilität bei Vertragsänderungen
- Gut geschultes Personal
- Kurzfristige qualifizierte Rückmeldung auf Anfragen (unter 24 Stunden)
Bei einigen Anbietern findet man da schon gute Ansätze, bei anderen kann man nur die Hände über dem Kopf zusammenschlagen. Der fehlende Service ist allerdings nur die eine Seite des Problems. Die andere, gerade im Privatkundenbereich stark ausgeprägte Seite ist die finanzielle. Das Gros der Kunden stellt hohe Ansprüch an den Service, allerdings ist nur eine Minderheit auch bereit dafür zu bezahlen.
Beim Thema Internet und Festnetztelefon gehen die Preise für gängige Leitungen mit vergleichbarem Leistungsumfang (16 Mbit DSL Flatrate + Festnetz-Flatrate, Service nicht beachtet) dabei von rund 20 EUR bis 40 EUR pro Monat auseinander. Für den Vergleich kann man die messbaren Faktoren heranziehen wie Bandbreite, Verbindungskosten, Sicherheitspakete - Service ist hier schlicht nicht messbar.
Das hat für die Premiumanbieter zum Effekt, dass sie hier bei der ersten Betrachtung durchs Raster fallen. Um Kunden von der Service-Qualität zu überzeugen, helfen keine Zahlen. Hier ist der Ruf des jeweiligen Anbieters gefragt. Und der will erst einmal hergestellt und dann gepflegt sein. Das ist viel Arbeit und - mal ehrlich - wer achtet bei Preisunterschieden von 20 EUR pro Monat so stark auf den Service, dass er sich an eine entsprechend höherpreisige Verbindung bindet? Die breite Masse der Privatkunden wohl kaum.
So gut ich den Ansatz auch finde, die Service-Qualität zu verbessern. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Ansprüche der Privatkunden an den TK-Dienstleister auch nur annähernd so stark auf Service und so wenig auf den Preis abzielen, wie es die selbstgesetzten Ziele der Anbieter tun. Vielleicht hat jemand auch dafür eine Statistik parat?