Nahverkehr durch Green IT und ITSM optimieren - aber wie?

wgreiner
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Nahverkehr durch Green IT und ITSM optimieren - aber wie?

In LANline 07 möchte ich die Frage aufwerfen, wie Logistikkonzepte durch Green IT und  IT-Service-Management (ITSM) effizienter werden könnten. Dies möchte ich am Beispiel des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in einer Großstadt diskutieren.

Ein Gedankenexperiment: Ich checke nach der Arbeit vom Büro aus per ÖPNV-App auf meinem Smartphone beim Nahverkehrsanbieter meines Vertrauens ein und gebe an, wo ich hinwill. Das ÖPNV-Logistiksystem rechnet in Echtzeit aus, welche Verbindungen nach aktueller Verkehrslage den schnellsten Transport erlauben - abhängig von meinen vorgegebenen Parametern (z.B.: "maximal 500 m Fußweg zwischen Verkehrsmitteln") und SLAs ("maximal 3x umsteigen" und/oder "Ankunft in max. 40 min." etc.). Die gewählte Route wie auch die gewählten Verkehrsmittel können also je nach Verkehrs- und Fahrgastaufkommen dynamisch variieren - bis zu dem Punkt, dass der Fahrtablauf noch während der Fahrt abgeändert wird oder bestimmte Wege/Verkehrsmittel nur für Fahrgäste mit Service-Level "Gold" verwendbar sind, um Überlastungen zu vermeiden.

Meine Fragen an die Community: Was ist hier in puncto Usability nötig, damit solch ein Konzept Akzeptanz findet? Welche ITSM-Prozesse spielen dabei die wichtigste Rolle? Wie muss das Incident-, Change- und Service-Level-Management gestaltet sein, wie der Service-Catalogue? Welche Service-Levels und wählbare Parameter sollte es geben, damit solch ein Konzept attraktiv und zugleich praktikabel ist? Was muss die IT-Infrastruktur alles zu leisten imstande sein?

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Frank-Michael S...
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Die Idee ist super...

...und ich würde es lieben, eine solche Anwendung zu haben. Usability: Natürlich müsste eine derartige Anwendung so einfach wie möglich zu bedienen sein, was schon einmal durch die im Vorschlag gestellten Vorbedingungen sicherlich problematisch werden dürfte.

 

Ich stelle mir im Idealfall eine Anwendung vor, deren Komplexität zunächst einmal komplett verborgen ist: Ich gebe also nur Start und Ziel (und vielleicht noch Transportmittel) und bekomme automatisch Hinweise auf Optimierung meines Weges (drücken Sie hier, wenn Sie mit X-Mal umsteigen schneller ans Ziel kommen wollen)....

 

Bei der praktischen Umsetzung sehe ich a.) große Probleme mit der Finanzierung eines solchen Systems, damit es dann auch wirklich auf allen Endgeräten und nicht nur wieder fürs iPhone entwickelt wird) und b.) noch viel größere Probleme bei den Nahverkehrsbetrieben, die benötigten Informationen zeitgerecht zu bekommen und bereitszustellen: Die wissen doch zumeist selbst nicht, wo sich ein Verkehrsmittel exakt befindet bzw. wann es bei einem Zwischenfall denn nun wirklich ankommt...

 

Deshalb befürchte ich -- diese Killerapplikation wird ein frommer Wunsch bleiben...

 

IMHO --Micha

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mwenzel
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Vernetzung muss geschaffen werden
Sicherlich sind hier, wie Herr Schlede schreibt, einige Hindernisse zu bewältigen. Aber ich glaube auch, dass wir in anderen Bereich schon auf so einem Weg sind. Z.B. Möchte ich es nicht mehr missen, über die iPhone App mir den S-Bahn Plan mit Live-Informationen anzeigen zu lassen. Auch im Flugverkehr gibt es heute Möglichkeiten, anzeigen zu lassen wo der Flieger gerade ist: http://www.flightradar24.com/. Ich glaube, das die Maschinen, wie auch Herr Schlede schreibt, die Komplexität, welche dahinter steckt zu vereinfachen. In der Automobil-Branche gibt es hier auch einige Ansätze (Beispiel: Ich steige ein und starte das Fahrzeug ohne Schlüssel und wenn ich dieses verlasse wird es automatisch verschlossen). Genial wäre es, wenn ich einfach den Zielort/Zeit in mein Telefon sagen könnte und dass System sucht mir den optimalsten Transport, damit ich zur gewünschten Zeit ankomme. Je nach Aufwand (Taxi, Öffentlich, Flugzeug, Bahn usw.) kommt dann auch gleich der Preis heraus. Vielleicht würde dabei auch ein umdenken entstehen, da die Kosten für die einzelnen Transportmittel sofort/Online ermittelt werden.
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wgreiner
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Re: Vernetzung muss geschaffen werden

Ja, genau, eine allgegenwärtige Vernetzung und in der Folge echtzeitnahe Aufbereitung von Informationen schaffen völlig neue Aktionsmöglichkeiten, die viele Leute bislang unterschätzen. Künftig darf es nicht mehr nur um die Anzeige von Verkehrsinformationen (Verspätungen etc.) gehen, sondern diese Infos müssen verwertbar gemacht werden, sodass Reisende sie zeitnah in ihre Routenplanung mit einbauen können. Findet das Ganze dann auch noch koordiniert und im alltäglichen Nahverkehr (statt nur im Fernverkehr) statt, dann ist das Potenzial für eine nachhaltigere Verkehrssteuerung sicher immens.

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mwenzel
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dann kommt aber wieder die Sicherheit ins Spiel
Transparenz = Anfälligkeit für Angriffe?? Je transparenter aber alle Abläufe sind, desto anfälliger werden Sie aber für Spionage, Terror, Angriffe usw. Wenn ich mir überlege, dass jeder auf die Sekunde genau den Standort einer S-Bahn, Straßenbahn usw. kennt, ist diese dann nicht ein leichtes Ziel für komische Aktionen von ein paar wenigen Idioten? Kein IT-System ist sicher, wie schafft man aber trotzdem den notwendigen Datentransfer? Noch mehr Überachtung?
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mwenzel
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Das Auto wird sich vernetzen schreibt Audi....
Interessanter Artikel im Manager Magazin: http://tinyurl.com/5wvju5x
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wgreiner
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Re: dann kommt aber wieder die Sicherheit ins Spiel
Sicherheitsbedenken bzgl. der Verfügbarkeit von Echtzeit-Informationen über Züge, Straßenbahnen und Busse sind meines Erachtens kein gutes Argument gegen die Einführung solcher Informationssysteme. Jede Technik lässt sich missbrauchen, und kein Mensch - OK: kaum jemand - möchte z.B. Handy-Netze abschalten, nur weil Terroristen auch mit dem Handy telefonieren. In aller Regel überwiegt der Vorteil einer allgemein verfügbaren Informationstechnik für das Gros der Benutzer gegenüber den Risiken des Missbrauchs durch Einzelne deutlich. P.S.: Hinzu kommt, dass es schon wiederholt Anschläge auf Busse und Bahnen gab, denn das geht auch ganz ohne Echtzeit-Fahrplaninfos.
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caspary
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Gute Idee einer Nutzung von IT für Green
Die Realisierung einer solchen Idee selbst würde die Nutzung des ÖPNV sicher fördern und hat meiner Meinung nach bzgl. des Reduktion der Schadstoffe auch einen eher großen Effekt im Vergleich zu vielen anderen Vorschlägen. Wie schon einige Vorredner schreiben ist die Einfachheit der App "wie komme ich jetzt von A nach B und wie zu welchen Kosten" (am besten geführt durchs GPS) entscheidend. Um diese Frage beantworten zu können, ist eine Durchgängigkeit der Daten und der anschliessenden IT Verarbeitung dieser Daten erforderlich. Dies scheitert im Moment an mehreren Dingen: a) Verschiedene Anbieter und Verantwortlichkeiten (Bahn, Bus) b) Jeder Anbieter an sich kennt zwar seinen Fahrplan aber nicht die aktuellen Daten (Belegung des Vehicles, Standort des Vehicles, typische freie Kapazitäten pro Zeitscheibe) c) Selbst wenn diese vorhanden wären, müssten diese noch Cross-Anbieter via IT ausgetauscht werden Daher funktionieren solche Systeme am besten, wenn sie von einem Anbieter kommen (z.B. Siemens) und ich denke auch, dass sie in neuen Megacities in der Wüste auch umgesetzt werden können. In unseren Breiten wäre ein erster Schritt - den man schnell realisieren (ohne SLA, ohne Preis, etc...) könnte - ein offenes Format für Fahrpläne im Internet. Dieses könnte dann von allen Anbietern unterstützt werden und dritte Softwareunternehmen könnten die Daten der verschiedenen Anbieter zentralisieren, entsprechend auswerten und via App/Internet anbieten....Technik: klasssischer WebService-Ansatz.. Natürlich könnte man diesem Format auch weitere Faktoren wie mittlere Preis/km, Carbon/km mitgeben....Frage ist nur, ob die Anbieter dies gerne "disclosen".... Befürchte, ohne Mithilfe des Gesetzgebers läuft hier nichts...
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wgreiner
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Re: Gute Idee einer Nutzung von IT für Green

Ja, es stellt ein großes Hindernis dar, dass ÖPNV bei uns in aller Regel als Verbundsystem mehrerer Anbieter (darunter die Deutsche Bahn) umgesetzt ist und sich damit diverse Partner auf eine technische Plattform einigen müssten. Und auch die Sammlung und Auswertung der GPS-Daten beteiligter Fahrzeuge bzw. Transportsysteme wäre sicher nicht ohne Tücken. Aber nachdem es Derartiges für den Flugverkehr ja bereits gibt, sollte dies zumindest technisch auch für den Nahverkehr umsetzbar sein - eben, wie angesprochen, über Web-Services ;-)

 

Ein offenes Format für Fahrpläne im Internet wäre hier zu begrüßen. Weiß jemand von Ansätzen, so etwas zu etablieren?

 

PS: "Befürchte, ohne Mithilfe des Gesetzgebers läuft hier nichts..." <-- +1

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BÄR
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Die übliche Sorge : Sicherheit
Hallo Zusammen, sehr spannende Diskussion. Allein wenn ich mich in mein Auto setze, nach München reinfahre und mein kleines, günstiges Navi von Pearl mich auf eine andere Strecke schickt, bin ich mir erneut sicher: die Zukunft hat bereits begonnen. Ähnliches wäre für den ÖPNV sicherlich mit der "richtigen" App leichtsam zu realisieren. Selbiges würde ich mir für ärztliche Leistungen in einer fremden Stadt wünschen. Ich stehe hier wo ich bin, habe Zahnweh - welcher Zahnarzt in der Nähe meiner aktuellen Position hat jetzt Zeit (gemäß seinem Praxissystem) sich meinem Leid anzunehmen? Wer hat jetzt Zeit meine Winterreifen durch Sommerreifen auszutauschen - was kostet das? ITSM hat die Möglichkeit ökonomisch effektive Entscheidungen zu treffen - der ökologische Aspekt folgt quasi automatisiert. Wenn keiner ins Kino geht - läuft dann eigentlich der Film? Wenn ich keine Nachbestellungen für ein Produkt im System habe, stelle ich sie doch auch nicht her! Wenn meine Kundenwarteliste morgen leer ist, kann die Kollegin doch daheim bleiben oder (langsamer) mit dem Rad kommen. Das ist doch schon Ökologie dank Knowhow - das müssen wir nur noch verknüpfen... Die Sicherheitsdebatte kommt stets auf! Ist bei IT-Themen üblich. Glaubt man dem aktuellen Chaos Radio Express (http://chaosradio.ccc.de/cre179.html), so ist die Bahninfrastruktur (baut auf GSM auf) schon jetzt in Gefahr. Was ich sagen will - die Gefahr für die Infrastruktur bestand auch schon immer. Ich hätte in einer Stadt in den 1980er Jahren auch alle Telefonbücher gezielt in den Telefonzellen manipulieren können (habe ich aber nicht!).
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Frank-Michael S...
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Da sind wir also wieder (immer noch) bei Sicherheit & Kosten..

Sieht man einmal davon ab, dass ich es mir sehr amüsant vorstelle, wie Thomas in den 80er-Jahren durch die Telefonzelle düst um die Telefonbücher zu manipulieren, so werden wir meiner Meinung nach in den kommenden Jahren und Monaten diese Verknüpfung immer wieder sehen:

 

Umweltfreundliche Technik und Sicherheit

 

man schaue nur auf die unselige Debatte um die Atomkraftwerke in Deutschland -- sicher soll es sein, möglichst alternativ und umweltverträglich -- aber es darf nichts kosten.

Kommen wir auf unseren öffentlichen Nahverkehr zurück: JA, so etwas wie es Dr. Greiner hier anregt wäre gut und auch die Ergänzung von Thomas Bär mit dem Zahnarzt, super.

Wir müssen uns nur davon frei machen, dass dies alles umsonst oder gar mit geringeren Kosten zu haben ist: Wenn wir umweltbewusste Technologien auch und gerade mit Unterstützung der IT einführen wollen, dann kostet dass zunächst mal was UND wenn es dann auch noch sicher sein soll; Dann kostet es noch etwas mehr.

Das ist so: Ich persönliche bin bereit, für sichere und umweltverträgliche Technologie mehr zu zahlen -- aber sind das beispielsweise alle Nutzer öffentlicher Verkehrsmittel?

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tboch
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Vom Serverraum ins Schaufenster
ÖPNV goes Public! Schöne Idee. Schon viele Unternehmen haben sich "nach draußen" gewagt. iPhone, iPhad & Co. bringen aber auch solche Branchen dazu ihre Geschäftsprozesse elektronisch zum Kunden hin zu erweitern, die diesbezüglich bisher noch keine Erfahrungen gesammelt haben - weil es ihr Geschäftszweck eigentlich nicht erfordert. Der Schritt ist jedoch nicht zu unterschätzen. Eine IT Abteilung, deren Aufgabe bislang "nur" daraus bestand, die Infrastruktur der Mitarbeiter bereitzustellen, wird sich mit weitaus höheren Anforderungen in Bezug auf Verfügbarkeit und Qualität auseinander setzen müssen. Die bisherigen Kunden waren Kollegen aus den Fachabteilungen. Jetzt sind es zahlende, echte Kunden. Bevor ein Unternehmen eine solche oder anders geartete Anwendung in die Hände ihrer Kunden legt, sollte es zunächst kritisch prüfen, ob der Reifegrad im IT Betrieb für einen solchen Sprung überhaupt ausreicht. Die Herausforderungen sind vielfältig: Datenqualität, Performanz, Zuverlässigkeit und Handhabbarkeit - um nur einige zu nennen. Robuste Integration der relevanten Systeme und Überwachung der Prozesse sowie der Datenversorgung sind sicher unter den wesentlichen Aufgabenstellungen. Es darf aber nicht vergessen werden, dass der Weg "vom Serverraum in das Schaufenster" für alle beteiligten Mitarbeiter - vom Management über den Betrieb bis zum Support - eine angepasste Auffassung ihres Rollenverständnisses erfordert. Letztlich vielleicht das größte Risiko an einem solchen Vorhaben.
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Froggy
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ITSM für den Nahverkehr - interessante Frage, aber....
Sinnvoll ist ein solches System erst, wenn es alle nutzen, die mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und natürlich muss ein solches System auch organisationsweit in den Verkehrsbetrieben genutzt werden. Wie auch in der IT muss ein solches System überwacht werden – sprich es muss ein Monitoring durchgeführt werden, beispielsweise zu den folgenden Fragen: Welches Verkehrsaufkommen herrscht auf welchen Strecken? Wie ausgelastet sind die Systeme bzw. Fahrzeuge? Wie pünktlich sind die Fahrzeuge etc.? Alle angeschlossen Fahrzeuge müssen in ein solches Monitoring eingeschlossen sein und zunächst müssen diese auch erst einmal erfasst werden mittels Discovery und Asset Management. Um die Gesamtsituation zu verbessern, ist die Grundvoraussetzung, dass alle Beteiligten mitmachen. Letztlich sollen ja nicht nur die Fahrgäste schneller und besser transportiert werden, sondern auch die Verkehrsbetriebe möchten ihre Strecken, Fahrzeuge etc. besser auslasten bzw. beispielsweise die viel befahrenden Strecken optimal auslasten.
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mwenzel
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Die Kraft von Open Source
EEine geeignete Lösung hierfür zu finden, bzw ein Unternehmen zu finden, welches eine solche Idee finanziert oder auch finanzieren kann wird sehr schwierig. Gerde in solch unsicheren Zeiten wie heute. Vielleicht sollen wir ein OpenSource Projekt mit Hilfe der LANline anstossen um solch ein Projekt wenigsten zum Zeil zu realisieren. Wenn man sich das Projekt Stuttgart21 anschaut, dann kann man sehr gut Erkennen, dass wir in einer Gemeinschaft von Visionären Erfolg haben können. Das Projekt könnte z.B. MunichGreen oder Muich2020 heissen. Mit den heutigen Cloud Möglichkeiten lassen sich viele Themen meist auch kostenlos nutzen. Wenn das Projekt erst einmal dien gewissen Anfang gerundet hat kommen vielleicht auch weitere größere Unternehmen auf den Geschmack.
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wgreiner
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Crowdsourcing
Tja, Monopolisten (und dabei handelt es sich bei ÖPNV-Betreibern ja meist) sind in der Tat nicht bekannt dafür, immer die agilsten Marktteilnehmer zu sein - insbes. wenn sie keine direkte Konkurrenz zu fürchten haben. Da könnte ein Crowdsourcing oder Open-Sourcing eines solchen Vorhabens evtl. durchaus den schnelleren Weg zum Ziel ebnen. Schade, dass die Städte und Kommunen immer so knapp bei Kasse sind - so etwas zu finanzieren, wäre für eine Stadt sicher ein nützlicher Weg, um einen Standortvorteil zu erzielen, der die Umwelt und zugleich die Geldbeutel der Einwohner und Pendler entlastet.
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hpschernhammer
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Personal Navigator App(lication)
Seitens des MVVs gibt es ja den EFA für mobile Endgeräte: http://www.mvv-muenchen.de/de/home/fahrgastinformation/efa/mobiledienste.... Was hier jedoch fehlt ist die Koppelung zu GPS auf den mobilen Geräten, welche es ermöglichen würde zumindest den Startpunkt sofort festzulegen. Dann noch eine Favoritenfunktion, diese würde das Bild zumindest etwas abrunden. Allerdings sehe ich eher die Zukunft in einer Personal-Navigator Application, welche sämtliche Verkehrsmittel einbindet. Also zu Fuß, mit dem Fahrrad, mit dem Call-a-bike (und dem sehr guten mobilen GPS-Dienst dazu: http://www.callabike-interaktiv.de/index.php?id=189 ), der ÖPNV und der Bahn, als auch mit Taxi, Motorrad und eben auch PKW. Hier wäre auch eine Darstellung des ökologischen und ökonomischen Mehrwertes denkbar. Auch eine Art Belohnung z.B. über Bonus-Systeme wie Green-Points oder Health-Points, welche sich für Einkaufs- oder Rabatt-Gutscheine nutzen lassen wäre ja durchaus vorstellbar. Sinnvoll wäre hierbei auch eine ganzheitliche Kostenauflistung (z.B. bei PKW dann die tatsächlichen Spritkosten im innerstädtischen Stop-and-Go Verkehr, die zu erwartenden Parkgebühren, Abnutzungs- und Haltungskosten). In die Fahrzeitberechnung sollte dann auch die wahrscheinlich zu erwartende Zeit der Parkplatzsuche addiert werden. Das würde zumindest im innerstädtischen Bereich zu einer Neubetrachtung bei manchem Verkehrsteilnehmer führen. Eine Echtzeit-Auswertung der Auslastung mit flexibler Streckenführung stelle ich mir als sehr schwierig vor. Ich bin schon froh wenn eine außerplanmäßige Störung beim MVV sich nicht stundenlang negativ auf die gesamte Pünktlichkeit auswirkt. Auch die Gold-Level Nutzung durch Kundengruppen würde indirekt zu einer Zugangsbeschränkung für andere (Nicht-Gold Kunden) führen, dies halte ich für nicht durchführbar. Allerdings wäre durchaus eine Empfehlungsfunktion vorstellbar, die je nach Tageszeit und Strecke die kostengünstigste als auch schnellste Variante darstellen kann. Unter Einbeziehung der aktuellen Wetterdaten eventuell auch gleich die trockenste Variante. Auch mittels Rückmeldung der Endgeräte der jeweiligen Nutzer, das heißt es wäre möglich über die aktuellen Bewegungsdaten die Auslastung Nahezu in Echtzeit vorherzusagen. So könnte auch der Effekt der Auto-Navigation verhindert werden, dass die alternative Streckenführung (Umleitung) klassischerweise in den neuen Stau führt. Hier würde die Vernetzung in Echtzeit sozusagen automatisch zur Selbstregulation beitragen. Dies bedeutet in Konsequenz aber auch, dass die Datenauswertung nachweislich komplett anonymisiert erfolgen muss. Ansonsten könnten individuelle Bewegungsprofile erstellt werden und dies wäre wie das Beispiel am I-Phone gezeigt hat nicht akzeptabel.
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wgreiner
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Re: Personal Navigator App

Ja, so eine Personal Navigator App kommt dem schon sehr nahe, was mir da vorschwebt. Und die Idee mit einem "Bonus-Systeme wie Green-Points oder Health-Points" gefällt mir auch hervorragend - schließlich arbeitet LANline.de ja mit einem ähnlichen System.

 

Die Einbindung von GPS-Daten des Anwenders sollte in der Tat nicht das große Problem sein, eher die koordinierte Erfassung der Verkehrsmittel und die daraus zu errechnende Routenempfehlung. Eine Empfehlung der erfahrungsgemäß besten Route ist da sicher ein nützlicher erster Schritt.

 

Eine wichtige Frage dürfte dabei durchaus sein, wieviele Fahrgäste dem MVV (oder einem anderen ÖPNV-Provider) ihre Geolokationshistorie anvertrauen wollen. Das ist ein heikles Thema, und das wird es sicher auch bleiben.

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MoritzM
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Eine schöne Idee, und den
Eine schöne Idee, und den Elan möchte ich nicht bremsen. Ich denke jedoch das die Akzeptanz bei vielen Endanwendern schwer zu sichern ist. Ich persönlich verfüge über kein Web fähiges Smartphone. Und einem System das ein Bewegungsprofil von mir erstellen kann, bei dessen Betreiber allerdings die finanziellen Mittel fehlen das System ausreichend zu sichern, traue ich erstmal nicht über den Weg. Und wie lässt sich ein System ausreichend testen wenn die meisten Anwender "Angst" davor haben. Auch ein Service on Demand Konzept lässt sich schwer implementieren. Als Beispiel: Die Linie 15, mit der Max Mustermann jeden morgen zur Arbeit fährt, ist morgens um 06:00 meist sehr leer. Max Mustermann ist Fabrik Arbeiter im Schichtbetrieb und froh mit seinem einkommen jeden Monat so grade über die runden zu kommen. Er verfügt somit bestenfalls über ein altes Nokia mit einer ALDI-Talk Karte. So kann er seiner Frau möglichst günstig bescheid geben wann er nach Hause kommt. Er bestellt KEIN Ticket über ein App. So beginnt der Tag damit das gar kein Bus kommt. Denn um diese Uhrzeit hat niemand sonst ein Fahrzeug bestellt. Unser lieber Max kommt zu spät zur Arbeit, kriegt eine Abmahnung und weiss nichtmal das er um dies zu vermeiden ein App im Apstore hätte bestellen müssen. Was ist überhaupt ein App? Herr Mustermann kennt nur Programme...
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mwenzel
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Schöne Idee schon zur Teil umgesetzt
Na da kommt ja mit dem schreiben nicht mehr nach. Hat man eine Idee wird sich auch zum Teil gleich umgesetzt. Nicht schlecht. http://www.tz-online.de/aktuelles/muenchen/meine-s-bahn-neue-handy-app-m... So, also die S-Bahn, Radl ist online, wo bleibt die Tram und das Taxi bzw. eCar?
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wgreiner
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Begrüßenswert
Na, das ist doch mal eine erfreuliche Nachricht, dass in dieser Hinsicht etwas vorangeht! Logistikunternehmen nutzen das Internet ja schon längst - es wird wirklich Zeit für ein flächendeckendes "Crowdsourcing" der Logistikinformationen im Sinne eines effizienteren Nahverkehrs. :-)
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mwenzel
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Eine neue Geschäftsidee, Lokalnachrichten per Smartphone live aus einer Veranstaltung als Zeuge bei einem Unfall usw. oder nur Schlaglöcher, Müll in der Stadt: http://www.golem.de/1108/85713.html
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wgreiner
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Bürger-Reporter
Ja, Crowdsourcing der News-Berichterstattung - Huffington Post und Co. arbeiten so, und die großen News-Konzerne experimentieren derzeit fleißig mit der Idee des "Bürger-Reporters" herum. Denn das soll für mehr Aktualität sorgen, Bürgernähe demonstrieren, die Leser-Blatt-Bindung erhöhen - und nicht zuletzt die Kosten senken. Im Prinzip ist aber auch eine LANline-Leser-Community vom Konzept her nicht soooo großartig anders... ;-)
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