Hewlett Packard Enterprise (HPE) will es Unternehmen mit seinen neuen Rechner- und Speichersystemen erleichtern, High-Performance Computing (HPC) und künstliche Intelligenz (KI) einzuführen und zu nutzen. Zu den Lösungen zählen eine neue Generationen von Apollo 2000 (siehe Bild oben) und Apollo 4510, HPEs erstes ARM-basiertes HPC-System namens Apollo 70 sowie LTO-8-Bandspeichergeräte.

HPC und KI, so betont man bei HPE, spielen eine immer wichtigere Rolle für die Wertschöpfung von Unternehmen praktisch aller Größen. HPC- und KI-Methoden wie Modellierung, Simulation und Deep Learning sollen Innovationen in Bereichen vom Wertpapierhandel bis zu CAD, Video-Überwachung oder Textanalyse ermöglichen.

Mit speziell auf HPC und KI ausgelegten Systemen will HPE die Einführung solcher Anwendungen erleichtern. Gefordert sind hier laut dem Hersteller Systeme mit extremer Leistung und Kapazität, geringem Platzverbrauch, niedrigen Kosten und einfacher Wartung.

Zu den Neuerungen gehören:

* Apollo 2000 Gen10: Diese dichte Multi-Server-Plattform der nächsten Generation mit „Plug and Play“-Konfiguration eignet sich laut HPE-Angaben für Unternehmen mit wenig Platz im Rechenzentrum, die HPC und Deep Learning einsetzen wollen. Dank Scale-out-Architektur lasse sich die Plattform auf einfache Weise erweitern. Die neue Apollo-2000-Generation unterstütze die Grafikprozessoren Nvidia Tesla V100 und ermögliche damit Training und Echtzeit-Reaktionen für zahlreiche Anwendungen, zum Beispiel für die Videoanalyse im Bereich der öffentlichen Sicherheit. Das System erhöhe die Anwendungs-Performance mit „intelligentem System-Tuning“. Für hohe Sicherheit schon auf Firmware-Level sorgen laut Bekunden von HPE das hauseigene Integrated-Lights-out-Management iLO5 und der sogenannte „Silicon Root of Trust“-Ansatz, also die Integration von HPE-Hardware mit dem ILO-Management.

* Apollo 70 ist laut Hersteller eine dichte, skalierbare Plattform, die HPC-Kunden dank ARM-Architektur mehr Auswahl und Flexibilität bietet. Sie vereinfache die Inbetriebnahme von HPC durch Unterstützung der HPE-Standardwerkzeuge für Provisionierung, Cluster- und Performance-Management. Apollo 70 nutzt laut Hersteller den 64-Bit-Prozessor ARMv8-A ThunderX2, ist speziell für speicherintensive HPC-Workloads ausgelegt und bietet bis zu 33 Prozent mehr Speicherbandbreite als heutige Industrie-Standard-Server.

* Apollo 4510 Gen10 wiederum ist speziell auf Objektspeicher ausgelegt und bietet laut Hersteller auf 4 HE eine Speicherkapazität von bis zu 600 TByte pro System. Damit zielt HPE auf Unternehmen, die die Speicherung und Lagerung massiver Datenmengen optimieren wollen und dazu Objektspeicher als aktives Archiv mit Direktzugriff auf strukturierte und unstrukturierte Daten nutzen wollen. Neben höherer Leistung als sein Vorgänger bietet der Server nun auch NVMe-Karten, die sich als Scality-Ring-Cache für Metadaten nutzen lassen, sodass sämtliche Laufwerke als Objektspeicher verwendbar sind, so HPE. Dank frontseitigem Zugriff und Doppelschubladen in Standard-Racktiefe seien die Systeme zudem nun einfacher zu warten.

* HPE LTO-8 Tape: Bandspeicher erlebt laut Bekunden von HPE eine Renaissance als zusätzlicher Schutz gegen Cybercrime und Ransomware-Angriffe, indem man das Risiko für Rechenzentren mittels Offline-Datenspeicherung minimiert. Die neue Langzeit-Speicherlösung ermögliche es den Unternehmen, ihren primären Speicher auf Band zu kopieren und dabei die Datenhaltungskosten zu senken. Mit über 30 TByte Speicherkapazität pro Band biete die neue Generation die doppelte Speicherleistung pro Fläche gegenüber dem LTO-7-Standard. HPEs Tape Library T950 biete eine Speicherkapazität von bis zu 300,6 PByte, TFinity ExaScale sogar von bis zu 1,6 EByte. Zudem bieten HPEs LTO-8-Laufwerke in voller Bauhöhe laut Hersteller Übertragungsraten von bis zu 360MByte/s, 20 Prozent mehr als die LTO-7-Vorgänger.

Apollo 2000 und 4510 sind bereits verfügbar. HPEs LTO-8-Tape soll im Dezember auf den Markt kommen, Apollo 70 wird hingegen erst 2018 folgen. Weitere Informationen finden sich unter www.hpe.com.

 

Dr. Wilhelm Greiner ist Stellv. Chefredakteur der LANline.