Der Storage-Anbieter Infinidat hat mit InfiniBox R4 das vierte größere Software-Release angekündigt. Mit der neuen Version seiner zentralen Betriebssoftware InfiniBox führt der Hersteller eine nach eigenen Bekunden neuartige Implementierung einer synchronen Replikation ein, die mit weniger als 400 µs die niedrigste Latenzzeit in der Branche bieten soll.

Zudem stellt Infinidat mit dem Release eine neutrale Cache-basierende QoS-Fähigkeit (Quality of Service) vor, die laut Hersteller herkömmliche Storage-Tiers vermeidet. Service-Provider seien dadurch in der Lage, mehrere Service-Levels mit einer bestmöglichen Anwendungs-Performance zu liefern, ohne mehrere Ebenen physischen Speichers kaufen und verwalten zu müssen. Die Service-Levels werden softwaredefiniert und über eine Infrastruktur-API programmatisch umgesetzt. Dadurch ermögliche InfiniBox R4 die Kontrolle und das Management dynamischer Storage-Workloads.

Darüber hinaus führt Infinidat mit dem Software-Update auch die asynchrone Replikation und TreeQs für NAS ein. Asynchronous Replication for NAS teile sich eine gemeinsame Funktion mit SAN und biete dasselbe branchenweit führende 4-Sekunden-RPO (Recovery Point Objective). Die Funktion soll die Replikation von Cloud-fähigen Dateisystemen und Milliarden von Dateien pro Dateisystem ohne Latenz unterstützen.

Mit der aktuellen Version von InfiniBox R4 verbessert der Hersteller nach eigenen Angaben auch das eigene Qualitätssicherungsprogramm. So liefere InfiniBox Verfügbarkeiten von 99,99999 Prozent, was eine Ausfallzeit von weniger als drei Sekunden pro Jahr bedeutet.

Die InfiniBox R4 soll ab sofort für ausgewählte Bereitstellungen verfügbar und im Dezember erhältlich sein. Wie bei allen Infinidat-Releases sei auch hier die neue Funktionalität im Basiskaufpreis enthalten, ohne zusätzliche Lizenzgebühren.

Weitere Informationen finden isch unter www.infinidat.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.