Derzeit ändern sich die internationalen Normen für Tests von Glasfaserkabeln mit EF-konformen Lichtquellen. Tim Widdershoven von Ideal Networks zufolge werden sich die neuen Normen von ISO/IEC und ANSI/TIA deutlich auf die von den Installateuren benötigten Messmittel auswirken.

 „Die neuen Encircled-Flux-konformen (EF) Testnormen werden nach und nach Eingang in Verträge und Kundenanforderungen finden.“, meint der Manager bei Ideal Networks. „Die Installateure sind auf präzise und konforme Messungen angewiesen. Um aber einwandfreie Tests ausführen zu können, müssen sie mit der richtigen Messtechnik ausgerüstet sein.“

Die Norm ISO/IEC 14763-3:2014 spezifiziert Systeme und Verfahren für die Sichtprüfung und Tests von installierten Glasfaserverkabelungen gemäß den Standards zur Gebäudeverkabelung, während sich die Norm ANSI/TIA-526-14 auf Dämpfungsmessungen von Multimode-Fasern bezieht. Beide Normen werden noch in diesem Jahr aktualisiert. Sie sollen sicherstellen, dass alle Testsysteme, unabhängig vom Hersteller, für die gemessene Faser die gleichen Dämpfungswerte ausgeben.

„Um bei den neuen Testanforderungen auf dem Laufenden zu bleiben, sollten die Installateure schon jetzt darauf achten, dass die Messleitungen ihrer Leistungspegelmesser und Lichtquellen mit Referenzsteckverbindern ausgestattet sind.“, erläutert Widdershoven. „Zudem müssen sie wissen, welche Messgeräte und Verfahren in den verschiedenen Einsatzszenarien konforme Testergebnisse sicherstellen, und beispielsweise die Unterschiede zwischen LED- und VCSEL-Lichtquellen kennen.“

Die wichtigste Änderung betrifft jedoch die Einführung von EF-konformen Tests, die dafür sorgen sollen, dass alle optischen Tester unter gleichen Bedingungen identische Messergebnisse ausgeben. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Installateure laut dem Ideal-Mann ihren Bestand an optischen Messmitteln um EF-konforme Vorlauffasern erweitern müssen. Da VCSEL-Lichtquellen für EF-konforme Messungen nicht zulässig sind, ist ein Umstieg auf LED-Lichtquellen unverzichtbar.

Für die Zertifizierung von Singlemode- und Multimode-Fasern großer Bandbreite bieten sich spezielle Adapter für den Kabelzertifizierer an, die auch EF-konforme Tests unterstützen.

Für die schnelle und mühelose Zertifizierung von Singlemode- und Multimode-Fasern großer Bandbreite bieten sich laut Widdershoven die Fibertek-III-Adapter für den Kabelzertifizierer Lantek III des Herstellers an, die auch EF-konforme Tests unterstützen. Die Adapter sollen die umgehende und problemlose Tier-1-Zertifizierung erlauben und in Verbindung mit EF-Vorlauffasern auch die neuen EF-konformen Faserspezifikationen von 2016 einhalten.

Um eine volle Kostenkontrolle zu gewährleisten, wurden die Tester Lantek III und Fibertek III als modulare Lösungen konzipiert, sodass die Kabelinstallateure nur in die Komponenten investieren müssen, die sie wirklich benötigen, so der Hersteller weiter.

„In ihrer Kombination schaffen Referenzsteckverbinder und Referenztestleitungen, EF-konforme Vorlauffasern sowie saubere Steckverbinder-Endflächen die optimalen Voraussetzungen für mehr erfolgreich bestandene Tests und weniger Zeitaufwand für die Störungsbehebung.“, betont Widdershoven. „Allerdings sollten die Techniker nicht vergessen, die Anschlüsse der Messtechnik und der Testleitungen bei jedem Einsatz zu reinigen. Denn wenn die Faserendflächen von Steckverbindern, Vorlauffasern oder Testeranschlüssen verschmutzt sind, können keine genauen Messergebnisse erzielt werden.“

Zur Unterstützung der Installateure erläutert der Hersteller auf seiner Web-Seite ausführlich, wie Glasfasern mit EF-konformen Lichtquellen zu testen sind: www.idealnetworks.net/DE/DE/News/Einsatz-EF-konformer-Lichtquellen-für-Messungen-an-Glasfasern.aspx.

Weitere Informationen zu Testern für Datenleitungen und Netzwerke gibt es auf www.idealnetworks.net.

 

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.