Das Softwareunternehmen Mapr bietet mit Mapr Edge die Möglichkeit, IoT-Daten direkt am Ort ihrer Entstehung zu analysieren und zu verarbeiten. Die verschlankte Version der herstellereigenen Converged Data Platform erspare das Hin und Her beim Verschicken von Datenmassen, beschleunige dadurch den gesamten Analyseprozess und schone die Bandbreite der Netzwerke. Zudem bietet Mapr Edge laut Hersteller eine sichere lokale Verarbeitung und schnelle Aggregation der Erkenntnisse sowie die Möglichkeit, die Informationen schneller an den Rand (Edge) des Netzwerks zurückzuspielen.

Der Hersteller hat Mapr Edge nach eigenen Angaben dafür optimiert, Edge-Daten zu erfassen, zu verarbeiten, zu streamen und zu analysieren. Die Lösung integriere ein global aufgestelltes flexibles Datengefüge und unterstütze damit nicht nur die verteilte Dateiverarbeitung, sondern auch konsistente, geografisch verteilte Datenbankanwendungen. Schließlich, so der Hersteller, nutzen IoT-Anwendungen zwar lokale Daten aus zahlreichen verteilten Quellen, für die Auswertung benötigen diese jedoch maschinelles Lernen oder Deep-Learning-Modelle mit globalem Horizont. Die Erkenntnisse müsse man jedoch anschließend wiederum am Rand des Netzwerks verfügbar machen, um Echtzeitentscheidungen auf der Grundlage lokaler Ereignisse treffen zu können.

Nach Herstellerangaben bietet Mapr Edge folgende Vorteile für die Bereitstellung von IoT-Anwendungen:

  • Verteilte Datenaggregation: Lokale Verarbeitung, konsolidiert IoT-Daten von den Rändern des Netzwerks. Besonders nützlich für ortsgebundene oder sensible Daten wie personenbezogene Daten.
  • Anpassung an Bandbreite: Durchsatz vom Rand des Netzwerks zur Cloud und/oder zum Rechenzentrum wird angepasst, auch bei nur gelegentlich vernetzten Umgebungen.
  • Globale Datenebene: Globale Sicht auf alle verteilten Cluster in einem einzelnen Namespace, um die Entwicklung und Bereitstellung von Anwendungen zu vereinfachen.
  • Konvergente Analysen: Kombiniert die operative Entscheidungsfindung mit Echtzeitanalysen der Edge-Daten.
  • Harmonisierte Sicherheit: Ende-zu-Ende-IoT-Sicherheit dank Authentifizierung, Autorisierung und Zugriffskontrolle vom Edge bis hin zu den zentralen Clustern. Mapr Edge gewährleiste außerdem die sichere Verschlüsselung während der Übertragung von Daten zwischen Edge und Rechenzentrum.
  • Standardbasis: Mapr Edge entspricht Standards wie Posix und HDFS API für den Dateizugriff, ANSI SQL für die Abfrage, Kafka API für das Event-Streaming sowie HBase und OJAI API für NoSQL-Datenbanken.
  • Zuverlässigkeit auf Unternehmensebene: Die zuverlässige Rechenumgebung kann mehrere Hardwareausfälle tolerieren, die in entfernten, isolierten Implementierungen auftreten können.

Deployments von Mapr Edge werden in Verbindung mit der zentralen Analytik und den operativen Clustern auf der Mapr Converged Enterprise Edition eingesetzt, so der Hersteller. Mapr Edge ist in Konfigurationen mit drei bis fünf Knoten ab sofort verfügbar und speichert bis zu 50 TByte pro Cluster.

Weitere Informationen stehen unter www.mapr.com zur Verfügung.

Mapr Edge soll Edge-Daten erfassen, verarbeiten, streamen und analysieren. Bild: Mapr

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.