Eine Studie von Kroll Ontrack anlässlich des World Backup Days 2017 am 31. März hat ergeben, dass die aufwändige Sicherung ihrer Daten für die meisten Anwender mittlerweile Routine ist. Vor allem die Sicherung der Daten in der Cloud wird demnach immer beliebter. Im Vergleich zum Vorjahr führen rund 33 Prozent ihre Backups online durch. Laut der Studie legt ebenso die Sicherung per Tape trotz digitaler Alternativen zu: Mit 17 Prozent hat sich der Anteil der weltweiten Unternehmen und Privatanwender, die ihre Daten auf Band bannen, im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. In Deutschland sind es nach Angaben von Kroll Ontrack sogar 30 Prozent.

Dennoch verzeichnete ungefähr ein Drittel der 1.000 befragten Anwender aus Nordamerika, Europa und Australien einen Datenverlust, so der Spezialist für Datenrettung und Ediscovery. 35 Prozent der Betroffenen gab an, dass sie über kein (aktuelles) Backup verfügten. Bei einem Viertel der Befragten funktionierte das Backup hingegen nicht richtig. Von den Nutzern, die einen Datenverlust erlitten und über ein Backup verfügten, gaben 67 Prozent an, dass sie nahezu alle Daten wiederherstellen konnten. Bei 13 Prozent ließen sich bis zu dreiviertel der Dateien wiederherstellen. Bei zwölf Prozent war das Backup laut Kroll Ontrack korrumpiert und knappe drei Prozent konnten nur geringe Daten wiederherstellen.

Darüber hinaus ergab die Umfrage, dass lediglich sieben Prozent an die Sicherheit ihrer Daten ohne Backup glauben. 14 Prozent gaben an, dass ihnen die Recherche nach geeigneten Backup-Lösungen und deren kostspielige Verwaltung zu müßig sei.

Außerdem ergab die Studie, dass drei Viertel aller Backups unverschlüsselt durchgeführt werden. Im Vereinigten Königreich verschlüsselt knapp die Hälfte der Anwender laut Kroll Ontrack ihre Sicherung. In Deutschland beträgt der Anteil lediglich 27 Prozent. Zudem führen 44 Prozent der weltweiten Nutzer ein tägliches Backup durch (Deutschland 71 Prozent). Mehr als 18 Prozent sichern ihre Daten einmal in der Woche und knappe 16 Prozent monatlich. Ein jährliches Backup führen nur vier Prozent der Befragten durch.

24 Prozent der Anwender testen ihre Backups zudem mindestens einmal in der Woche. Einmal im Monat führen knapp 30 Prozent Tests durch. Pro Jahr tun dies weniger als 14 Prozent der Befragten. Fast ein Viertel (24 Prozent) testen ihre Backups hingegen nie.

Um bestmögliche Backup-Ergebnisse zu erzielen sollten Anwender laut Kroll Ontrack folgende Dinge beachten:

  • Im Zeitplan für die Datensicherung müssen alle Geräte und Medien abgedeckt sein.
  • Die Funktion der Backups muss gewährleistet sein und zu den festgesetzten Zeiten laufen.
  • Datensicherungssysteme müssen regelmäßig auf Fehler überprüft werden.
  • Ebenso muss man Datensicherungen auf Vollständigkeit und Funktion testen.

Weitere Informationen finden sich unter www.krollontrack.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.