Viele IT-Techniker sind zuweilen nicht ganz sicher, welche Prüf- und Messtechnik für ihre Infrastruktur und ihre konkrete Arbeit am besten geeignet ist. Der Messgerätehersteller Ideal Networks gibt in einer Mitteilung Aufschluss über die Rolle der einzelnen Netzwerkschichten mit Hinweisen zu den jeweils am besten geeigneten Testern.

Techniker, die mit den zahlreichen Funktionen und den typischen Einsatzgebieten der gängigsten Testertypen vertraut sind, treffen die richtige Wahl und verhindern so Ausfallzeiten, erhöhen die Anwenderzufriedenheit und stellen sicher, dass die Aufträge effizient und rentabel abgeschlossen werden. Aber welcher Tester eignet sich für die unterschiedlichen Applikationen am besten?

Wann ist ein Kabelverifizierer nötig?

Verifizierer werden auf der physischen Schicht (Bitübertragungsschicht) eingesetzt. Diese Schicht 1 eines Ethernet/IP-Systems umfasst die elektrische Signalisierung und die physischen Verkabelungskomponenten, über die die Geräte im Netzwerk miteinander verbunden sind.

Mit einem Verifizierer lassen sich der elektrische Durchgang der Verkabelung zwischen zwei Endpunkten sowie die Leitung auf Kurzschlüsse, Unterbrechungen, gekreuzte und vertauschte Adernpaare (Split-Pair) überprüfen. Auch bietet ein Verifizierer in zahlreichen Fällen Funktionen zur Fehlerdiagnose an. Dazu gehören die Ermittlung der Kabellänge und der Entfernung zur Fehlerstelle, die Kabellokalisierung mit Ausgabe eines akustischen Signals oder mit optischem Port-Blinken, das Erkennen von Ethernet-Diensten sowie PoE-Tests.

Zur Grundausrüstung von Kabelinstallateuren und Service-Technikern gehört ein Tester, mit dem die Übertragungsstrecke nach Abschluss der Arbeiten getestet wird. Mehr als 80 Prozent aller Störungen im Netzwerk sind auf Fehler in der Verkabelung zurückzuführen. Mit einem Verifizierer sind diese schnell und einfach erkannt.

Techniker, die mit den zahlreichen Funktionen und den typischen Einsatzgebieten der gängigsten Testertypen vertraut sind, treffen die richtige Wahl und verhindern so Ausfallzeiten, erhöhen die Anwenderzufriedenheit und stellen sicher, dass die Aufträge effizient und rentabel abgeschlossen werden.

Techniker, die mit den zahlreichen Funktionen und den typischen Einsatzgebieten der gängigsten Testertypen vertraut sind, treffen die richtige Wahl und verhindern so Ausfallzeiten, erhöhen die Anwenderzufriedenheit und stellen sicher, dass die Aufträge effizient und rentabel abgeschlossen werden.

Wann ist ein Kabelzertifizierer nötig?

Bei Installationsprojekten, für die die Gewährleistung des Kabelherstellers gelten soll, sollten Zertifizierer zum Einsatz kommen. Diese führen ebenfalls Messungen auf Schicht 1 aus, ermitteln die Leistungsparameter jedoch gemäß den internationalen ISO/TIA-Normen, indem sie hochfrequente Signale in die Leitung einspeisen und aussagekräftige Gut/Schlecht-Ergebnisse ausgegeben. Damit ist sichergestellt, dass die Verkabelung ein breites Spektrum von Anwendungen unterstützt.

Zertifizierer sind ihren Leistungsmerkmalen entsprechend relativ investionsintensiv. Aber viele Spitzenmodelle bieten dafür zusätzliche praktische Funktionen. So unterstützen sie beispielsweise Tests an Kupferleitungen und Glasfaserkabel gleichermaßen, führen Fehlerdiagnosen durch und stellen Optionen zum Exportieren umfangreicherer Daten und Berichte zur Verfügung.

Wann ist ein Netzwerk-Transmission-Tester nötig?

Für die richtige Kaufentscheidung von Prüf- und Messtechnik für die unterschiedlichen Anwendungen ist es wichtig zu wissen, dass Transmission-Tester Funktionen anbieten, die es erlauben, Tests auf den Schichten 2 und 3 eines aktiven Netzwerks auszuführen. Für die Auswahl des passenden Netzwerk- oder Daten-Transmission-Testers ist es nahezu unabdingbar, die einzelnen Schichten eines aktiven Netzwerks zu kennen und zu wissen, wie diese Tester jeweils einzusetzen sind.

Wenn es darum geht, die erfolgreiche Übertragung von Daten über ein Kabel oder Netzwerk zu messen, dann ist ein Transmission-Tester für die Schicht 2 die richtige Wahl. Diese „Schicht 2“ ist die Sicherungsschicht, die die Datenübertragung zwischen zwei direkt miteinander verbundenen Knoten oder zwischen zwei Knoten im gleichen Netzwerk ermöglicht. Sie erkennt und korrigiert Störungen, die auf der physischen Schicht 1 (Bitübertragungsschicht) aufgetreten sind, übernimmt die Steuerung der medienspezifischen Zugangsverfahren (Media Access Control, MAC), codiert und decodiert Datenrahmen, führt eine Fehlerprüfung aus und synchronisiert Geräte mit Systemen. Beim Transmission-Test auf Schicht 2 wird der Datenverlust ermittelt und als Prozentsatz der insgesamt erfolgreich übertragenen Rahmen oder als Anzahl der verlorenen Rahmen angezeigt.

Für Tests an Weitverkehrsnetzen (Wide Area Network, WAN) mit der Ermittlung der Bandbreite zwischen unterschiedlichen Standorten sollten Transmission-Tester für die Schicht 3, die Vermittlungsschicht (Netzwerkschicht) zum Einsatz kommen. Wichtig ist dabei, dass diese Tester vollständige Pakete mit IP-Adressen erzeugen können, denn auf dieser Schicht erfolgt die Datenübertragung zwischen den Knoten unterschiedlicher Netzwerke. Schicht 3 kapselt die Rahmen der Schicht 2 in ein Datenpaket, ergänzt die IP-Quell- und -Zieladresse und weist eine IP-Adresse zu, die jeden Knoten in seinem Netzwerk eindeutig identifiziert.

Wann ist ein Qualifizierer nötig?

Dieser Tester-Typ verursacht wahrscheinlich die größte Verwirrung bei der Auswahl der richtigen Prüf- und Messtechnik. Dies gilt umso mehr, da Techniker sich oft und versehentlich für einen Qualifizierer entscheiden, weil sie der Auffassung sind, dass dieser Netzwerke auf der Schicht 2 testet. Qualifizierer erzeugen jedoch keine Ethernet-Rahmen mit einer MAC-Adresse, die von Geräten im aktiven Netzwerk ausgelesen werden können. Daher handelt es sich bei ihnen im Prinzip um Schicht-1-Tester.

Auch wenn das Wort „Qualifizierer“ beeindruckend klingen mag, kann dieser Tester nicht dazu dienen, einen Leistungsnachweis zu erbringen, wie es beim Zertifizierer der Fall ist. Stattdessen bietet sich dieser Tester nur für solche Projekte an, bei denen eine Simulation durchgeführt werden soll, um zu überprüfen, ob das Kabel die gewünschten Daten zwischen zwei Punkten übertragen kann. Allerdings wird diese Funktion auch von vielen Schicht-2-Testern geboten, sodass diese Alternative vielfach die bessere Entscheidung ist.

Ideal Networks bietet nach eigenen Angaben eine breite Palette von Datenkabel- und Netzwerktestern, darunter Zertifizierer, Transmission-Tester, Verifizierer und Diagnosetester an. Weitere Entscheidungshilfen bei der Auswahl des am besten geeigneten Testers finden sich auf www.idealnetworks.net.

 

 

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.