+++ Produkt-Ticker +++ Microsoft gibt bekannt, dass unter dem Namen „Azure Deutschland“ ab sofort Infrastruktur- (IaaS), Plattform- (PaaS) und IoT-Dienste der Microsoft-Cloud-Plattform Azure auch aus deutschen Rechenzentren in Frankfurt/Main und Magdeburg zur Verfügung stehen. Das Angebot richtet sich laut Hersteller an Geschäftskunden aus Deutschland, der EU sowie der Europäischen Freihandelszone (EFTA). Die neuen Services sollen es auch streng regulierten Branchen ermöglichen, ihre digitale Transformation erfolgreich mit Public-Cloud-Lösungen voranzutreiben.

Die souveräne „Microsoft Cloud Deutschland“ kombiniere die georedundante Speicherung von Kundendaten in Deutschland mit einem Datentreuhandmodell: Der Datentreuhänder kontrolliere den Zugang zu den Kundendaten und sei ein unabhängiges Unternehmen mit Hauptsitz in Deutschland, das der deutschen Rechtsordnung unterliegt: T-Systems International, eine Tochter der Deutschen Telekom.

Wie im November 2015 angekündigt, werden neben weiteren Azure-Services auch die Cloud-Dienste „Office 365“ und „Dynamics 365“ zukünftig aus deutschen Rechenzentren bereitgestellt, so Microsoft.

Wie im November 2015 angekündigt, werden neben weiteren Azure-Services auch die Cloud-Dienste „Office 365“ und „Dynamics 365“ zukünftig aus deutschen Rechenzentren bereitgestellt, so Microsoft.

Der Zugang zu den Kundendaten liegt beim Datentreuhänder T-Systems International, so Microsoft: Ohne Zustimmung des Datentreuhänders oder des Kunden erhalte Microsoft keinen Zugriff. Wird diese Zustimmung durch den Datentreuhänder erteilt, greift Microsoft nur unter dessen Aufsicht zeitlich begrenzt auf die Kundendaten zu, so der Hersteller.

 

„Die Microsoft Cloud Deutschland ist unsere Antwort auf die wachsende Nachfrage nach Microsoft-Cloud-Diensten in Deutschland und Europa. Azure Deutschland unterstützt unsere Kunden dabei, zukunftsfähige Lösungen zu entwickeln und gleichzeitig ihre Compliance-Richtlinien einzuhalten“, so Sabine Bendiek, Vorsitzende der Geschäftsführung von Microsoft Deutschland.

 

Die Microsoft Cloud Deutschland basiere auf Microsofts weltweiten Trusted Cloud-Prinzipien: Sicherheit, Datenschutz, Compliance und Transparenz. Die deutschen Rechenzentren nutzen die gleichen Technologien und bieten die gleichen Service-Level und Sicherheitsstandards wie die globalen Microsoft-Cloud-Angebote, so der Hersteller. Dazu gehörten Multi-Faktor-Authentifizierungen, biometrische Scans, Smartcards, Datenverschlüsselungen nach SSL/TLS-Protokollen, physische Sicherheitsmaßnahmen sowie Sicherungen gegen Naturkatastrophen und Stromausfälle.

 

Um die Ausfallsicherheit (Business Continuity) und die Wiederherstellung von Daten und Diensten (Disaster Recovery) in Notfällen zu gewährleisten, finde ein kontinuierlicher Datenabgleich zwischen den beiden deutschen Rechenzentren statt. Für die Verschlüsselung und Absicherung des Datenverkehrs setzt Microsoft nach eigener Aussage auf die D-Trust-Zertifikate der Bundesdruckerei.

 

Für Azure Deutschland leiste Microsoft technischen Support rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Zu normalen Geschäftszeiten werde dieser Support aus Deutschland und auf Deutsch (wahlweise Englisch) gewährt, außerhalb der Geschäftszeiten finde der Support aus der EU statt. Das „IT Grundschutz Compliance Workbook Microsoft Azure Germany” unterstütze Kunden zudem mit Empfehlungen, wie sie ihr „IT Grundschutz“-Zertifikat erhalten.

 

Wie im November 2015 angekündigt, werden neben weiteren Azure-Services auch die Cloud-Dienste „Office 365“ und „Dynamics 365“ zukünftig aus deutschen Rechenzentren bereitgestellt, so Microsoft. Die Office-365- und Dynamics-365-Previews starten in diesem Kalenderjahr. Office 365 wird im ersten Quartal 2017, Dynamics 365 in der ersten Jahreshälfte 2017 generell verfügbar sein.

 

Weitere Informationen finden sich unter azure.microsoft.com/de-de/overview/clouds/germany/.

Kurt Pfeiler ist Redakteur bei der LANline.