Der Netzwerkhersteller Brocade hat mit den Switch-Modellen SLX 9140, SLX 9240 und SLX9540 seine SLX-Produktfamilie erweitert. Die neuen Geräte sollen Netzwerkvisibilität bieten und sich mit der Workflow Composer Automation Suite des Herstellers integrieren lassen, um eine vollständige Automatisierung zu gewährleisten. Aufbauend auf der im September 2016 eingeführten „SLX 9850“-Routing-Lösung sollen die Switches flexible Lead-, Spine- und Edge-Konnektivität bieten und die „SLX Insight Architecture“ verbessern.

Der SLX 9140 Leaf Switch verfügt laut Brocade über 48 native 25GbE-Server-Facing-Ports und sechs 100GbE-Ports in einem 1-HE-Formfaktor. Zudem biete das Geräte flexible 1/10/25/40/100GbE-Konfigurationsoptionen. Der SLX 9240 Spine Switch bietet hingegen 32 100GbE-Ports in einem 1-HE-Formfaktor. Der SLX 9540 Switch ist laut Hersteller für Datacenter Interconnect, WAN Edge und Internet Exchange Point Deployments optimiert und bietet Funktionen der Carrier-Klasse im 1-HE-Formfaktor.

Durch die Einbindung von Netzwerkvisibilität auf jedem Router und Switch sollen Unternehmen einen detaillierten Einblick in das gesamte Netzwerk erhalten. Dadurch lassen sich nach Bekunden des Herstellers Probleme schnell identifizieren, die Mean Time to Remediation beschleunigen sowie das Service-Level verbessern. Laut Brocade erweitern die SLX-Modelle 9140 und 9240 diese Funktion durch einen programmierbaren ASIC, der Visibility Services bietet, die vom physischen Kabel bis zu virtuellen Netzwerken und Workloads alles abdecken würden. Außerdem ließen sich über den ASIC neue Funktionen via Software bereitstellen. Nach Herstellerangaben basiert der ASIC auf der „SLX Insight“-Architektur von Brocade, einer offenen KVM-Umgebung (Kernel-Based Virtual Machine) für die Ausführung von Fremdanbieter- und kundenspezifischen Monitoring-, Problemlösungs- und Analyseapplikationen.

Außerdem sollen neue Automatisierungs-Suites, einschließlich Network Essentials, Datacenter Fabrics und Internet Exchange Points für die Stackstorm-basierte Brocade-Workflow-Composer-Plattform, automatisierte Workflows für Netzwerkbereitstellung, Validierung, Problemlösung und Remediation ermöglichen. Beim Workflow Composer handele es sich um eine vor einigen Monaten eingeführte Server-basierte, Devops-ähnliche Network-Automation-Plattform, die Domain-übergreifend integriere und dadurch die durchgängige Automatisierung von Workflows ermögliche. Außerdem bieten die Suiten laut Brocade eine Netzwerk-Lifecycle-Automatisierung out of the box. Jede Automation Suite umfasse Dokumentation und eine Sammlung von schlüsselfertigen aber dennoch individualisierbaren Workflows, Services, Sensoren, Aktionen und Regeln.

Weitere Informationen gibt es unter www.brocade.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.