Openstack hat sich zum wichtigsten Open-Source-Projekt für Cloud-Infrastrukturlösungen entwickelt. Seit dem Jahr 2010 haben sich Hunderte von Unternehmen beteiligt, um ein offenes, standardisiertes und vielseitiges Technik-Framework zu entwickeln, das für die Verwaltung von Rechen-, Speicher- und Netzwerkressourcen in Public-, Private- und Hybrid-Cloud-Umgebungen Verwendung finden kann. Doch dies impliziert nicht, dass Einrichtung, Betrieb und Wartung einfach zu handhaben sind: Openstack kann sich wie eine wahre Bestie verhalten.

Eine Reihe von CIOs, die selbst entwickelte Openstack-Infrastrukturen betreiben, berichten vom signifikanten Anstieg der Kosten und Komplexität. Um Openstack an ihre individuellen Anforderungen anzupassen, haben sie zahlreiche Feinabstimmungen vorgenommen. Dadurch haben sie Openstack-Implementierungen entwickelt, die nicht mehr kompatibel zu aktuellen Releases sind. Dies führt zu der Frage, ob eine „Build”- oder eine „Buy”-Strategie der richtige Ansatz ist, um Openstack in der unternehmenseigenen IT-Umgebung einzusetzen.

 

Das Openstack-Momentum wächst stetig
Openstack hat sich schnell zu einer maßgeblichen Größe im Cloud-Infrastruktur-Business entwickelt. Im Jahr 2010 als kleines Open-Source-Projekt gestartet, wird die Lösung mittlerweile von mehreren hundert Unternehmen und Organisationen eingesetzt. Darunter findet man zahlreiche große Unternehmen (Paypal, Wells Fargo, Deutsche Telekom) sowie innovative Cloud-Startups und -Entwickler. In den Anfangszeiten haben die Initiatoren Openstack maßgeblich dazu benutzt, um eigene, teils proprietäre Cloud-Umgebungen aufzubauen. Mehr als 850 Unternehmen unterstützen das Projekt, darunter IBM, Oracle, Red Hat, Cisco, Dell, Canonical, HP und Ericsson.

 

Neben der stetigen Verbesserung der Technik steigt die Akzeptanz bei den Unternehmenskunden kontinuierlich an. Dies zeigt sich im weltweiten Wachstum der Openstack-Projekte (Steigerung von Q1 auf Q2/2014 um 60 Prozent). Hierbei sind lokal installierte Private Clouds das bevorzugte Deployment-Modell.

 

Im Q1/2014 zählte die Openstack Foundation weltweit 55 Private-Cloud-Installationen. Im Q2 sind es bereits 85. Zeitgleich wuchs die Anzahl der weltweiten Openstack Public Clouds von 17 auf 29 an. Für die kommenden zwölf Monate erwartet Crisp Research ein 25-prozentiges Wachstum Openstack-basierter Enterprise Private Clouds.

 

„Build or Buy“?
Openstack bietet Möglichkeiten, Umgebungen in Verbindung mit einer großen Vielfalt von Open-Source-Techniken zu betreiben und gleichzeitig kosteneffizient zu sein (keine oder nur geringe Lizenzkosten). Allerdings steigt das Komplexitätslevel damit dramatisch an. Auch wenn IT-Entscheider dazu tendieren, Openstack nur als Cloud-Management-Schicht einzusetzen, entsteht dennoch ein hoher Komplexitätsgrad, den es zu verwalten gilt.

 

Den meisten Openstack-Einsteigern ist nicht bewusst, dass man an „über 500 Knöpfen drehen kann“, um Openstack-Clouds richtig zu konfigurieren. Die Kernfrage für die meisten Unternehmen, die von Openstack profitieren wollen, ist daher: Selbst entwickeln oder kaufen – Build or Buy.

 

Während der Vorbereitung und Evaluierung der „Build or Buy“-Entscheidung, sollten Unternehmen unbedingt berücksichtigen, über welche Erfahrungen und technische Kenntnisse sie im Hinblick auf Openstack verfügen. IT-Entscheider sollten ihre internen Fähigkeiten kritisch hinterfragen sowie ihre Anforderungen klar definieren, um sie dann den Angeboten der sogenannten „Openstack-Distributoren“ gegenüberzustellen.

 

Analog zum Linux-Business bieten Openstack-Distributoren fertig paketierte Openstack-Varianten inklusive Support und meist auch Integrationsdienstleistungen an. Dies reduziert das Implementierungsrisiko und beschleunigt meist die Umsetzung des Projekts.

 

IT-Infrastrukturentscheider im Mittelpunkt
Seit geraumer Zeit sind Infrastrukturentscheider und Cloud-Architekten dabei, die Frage zu beantworten, wie sie ihre Cloud-Umgebungen für den Unternehmenseinsatz idealerweise aufbauen sollten. Nachdem die letzten Jahren unter dem Motto „Trial and Error“ standen und der Großteil der Cloud-Infrastrukturen einen explorativen Charakter besaß, geht es nun mehr darum, großvolumige Projekte für den produktiven Betrieb umzusetzen.

 

Dies wirft die Frage auf, welches Cloud-Design das Richtige ist, mit dem IT-Architekten ihre Cloud-Umgebungen planen. Crisp Research rät, moderne und nachhaltige Cloud-Umgebungen auf den Grundsätzen der Offenheit, Zuverlässigkeit und Effizienz aufzubauen. Speziell in den Bereichen Offenheit und Effizienz leistet Openstack einen signifikanten Beitrag.

 

Der vollständige Report „Der CIO im Openstack Dilemma: BUY oder DIY?“ steht unter www.crisp-research.com/report-der-cio-im-Openstack-dilemma-buy-oder-diy/ zum Download bereit.

Die Vor- und Nachteile von Openstack in der Gegenüberstellung. Bild: Crisp Research

Openstack dient dem Open-Source-basierten Aufbau von Cloud-Infrastrukturen. Bild: Openstack.org