Ein zunehmendes Sicherheitsbedürfnis in IT-Netzen aller Art fordert ein gesteuertes Patch-Kabel-Management zur (Echtzeit-)Überwachung der gesamten Verteilerbereiche. Neue Techniken bieten die Möglichkeit, die Ports (Kupfer oder LWL) berührungslos zu identifizieren. Die RFID-Technik (Radio Frequency Identification) hilft bei der modernen Gestaltung der Patch-Management-Systeme. Diese Entwicklung begünstigen die in den letzten Jahren extrem verkleinerten passiven Transponder.

RFID-Technik bedeutet in diesem Fall, dass sich der passive Transponder-Chip über magnetische
oder elektromagnetische Kopplung zweier Antennen auslesen lässt. Ist eine aktive Reader-Anordnung
auf dem Buchsenfeld eines Verteilers angebracht, sind an Kabelsteckern aufgebrachte Transponder
lesbar und die in ihnen enthaltenen Informationen auswertbar. Damit ist ein RFID-basierendes
Patch-Kabel-Managementsystem bei mit einer Anpassung für jedes Steckersystem für jede Art von
Verbindungsstelle tauglich.

Ein Produktbeispiel ist Future Patch, das folgende Forderungen erfüllen soll: Abfrage von
Steckzuständen an allen Panels in Sekundenbruchteilen, Meldungen zum Dokumentationssystem nur bei
Änderungen des Schaltzustands, Nachrüstbarkeit an vielfältigen Panel- und Port-Geometrien und eine
Eignung für Kupfer- und LWL-Verteiler. Hinzu kommen durch ein besonderes Sensorkabel die
Möglichkeit zur Überwachung von Einzelports etwa an Servern, durch verkleinerte Elektronikeinheiten
eine kostengünstige Anbindung auch von Kleinstverteilern zum Beispiel in Produktionsanlagen und
eine intelligente Schnittstelle, die die Möglichkeiten bietet, das System in schon vorhandene
Software einzubinden. Das Ganze ist anwendbar für direkte Schaltungen von Switches auf Panel,
außerdem gibt es eine zusätzliche Sicherungsmöglichkeit von Leerbuchsen für Alarmmeldungen und
einen weltweiten Zugriff über IT-Netze oder das Internet.

Das System ist in Verbindung mit der dazugehörenden Software dazu geeignet, mit integrierten
LEDs geplante Patch-Orte anzuzeigen. Fehl-Patchungen werden durch Signalisierung am Steckort
angezeigt. Patchungen zum Beispiel bei Umzügen oder Umstrukturierungen lassen sich zeitlich und
nach Priorität vorprogrammieren. Mit den oben beschriebenen Eigenschaften bietet sich das System
besonders für große komplexe IT- und Carrier-Netze sowie komplexe Rechenzentren an. Unternehmen mit
weit gestreuten Filialnetzen, wo nicht jeder Standort über einen IT-Spezialisten verfügt, können
von einem zentralen Manager betreut werden, sodass auch ungeschulte Kräfte Patchungen vornehmen
können.

Schlüsselelement ist die Panel Control Unit (PCU), eine mit Elektronik ausgestattete
Reader-Einheit für beispielsweise 24 Reader-Antennen und korrespondierende Anzeige-LEDs. Die PCU
kontrolliert ständig im Zehntelsekundenabstand die Steckzustände der 24 Ports. Änderungen werden
über alle installierten Panel und damit PCUs an die RCU übertragen. Die RCU hat verschiedene
Aufgaben. Sie bildet pro Verteilerschrank die Schnittstelle zum Datennetz, ist Stromversorger der
PCUs und mit einer LC-Anzeige auch „optische Anzeige“ der auszuführenden Schaltarbeiten. Mit
passenden Anschlussmöglichkeiten kann ein Techniker auch dezentral mit dem Notebook Schaltbefehle
eingeben.

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