Riverbed erweitert SteelCentral, seine Performance-Monitoring-Plattform (der Hersteller selbst spricht hier von „Digital-Experience-Management“, kurz DEM). Unabhängig davon, ob Services lokal, in der Cloud oder in einem hybriden Umfeld laufen, biete man ganzheitliche Funktionen und Services für die Performance-Überwachung auf Applikations- und Netzwerkebene. Eine Kooperation mit dem Cloud-Security-Spezialisten Zscaler soll zudem für mehr Sicherheit in Zweigstellen sorgen.

Die neueste Version von SteelCentral vereint laut Hersteller die Funktionen für das Netzwerk-Performance- und das „User-Experience“-Management (also Überwachung der Applikationen, um die Bedienbarkeit aus Anwendersicht zu garantieren) zu einem nahtlosen Monitoring-Workflow. Bei Störungen könne ein SteelCentral-Nutzer den Status von Geräten, Anwendungen, Netzwerken und sogar der gesamten Infrastruktur an zentraler Stelle analysieren. Dank Integration der Cloud-basierten Service-Management-Lösung ServiceNow in SteelCentral Aternity stehe Anwendern nun zudem eine Lösung zur Verfügung, die automatisch Tickets erstellt, wenn festgelegte Performance-Werte überschritten werden.

Das neue SteelCentral‑Release ermögliche es zudem, Container- und Anwendungs-Performance ohne Modifikationen des Container-Images zu verwalten. Dies soll den Unternehmen die Entwicklung und Verwaltung von Anwendungen in DevOps-Umgebungen erleichtern. Die Lösung spiele dazu mit der Container-Orchestrierung per Kubernetes oder Swarm zusammen.

Laut Riverbed verbindet die neue Version Benachrichtigungen des Anwendungs-Logs mit Performance-Daten der Anwendungen, um eine vollständige Aufzeichnung von Transaktionen zu bieten. Dies soll es erleichtern, Performance-Schwierigkeiten und Anwendungsfehler zu beheben.

Dank einer 40 GBit/s-Netzwerkkarte erlaube es SteelCentral, die Netzwerk-Performance für zahlreiche Riverbed-Geräte schneller zu erfassen. Damit verdopple sich auch die Flow-Kapazität auf 20 Millionen deduplizierte oder 200 Millionen Raw-Flows pro Minute. So könne SteelCentral mehr Informationen für Analysezwecke verarbeiten.

Außerdem gibt es mit PCC (Performance Command Center) einen modularen Service, der laut Hersteller jede Performance-Domain von SteelCentral abdeckt: Endnutzer, Netzwerk, Anwendungen sowie Infrastruktur. Ein Unternehmen könne PCC im eigenen RZ, bei AWS oder Azure aufsetzen, den Service an einen Partner transferieren oder als Managed Service von Riverbed verwalten lassen.

Zusammen mit Zscaler hat Riverbed eine gemeinsame Cloud-Networking- und Security-Lösung vorgestellt. Das Zusammenspiel von Riverbeds SD-WAN-Funktionalität und Zscalers Cloud‑Security-Plattform erlaube es Unternehmen, in Außenstellen den Internetverkehr über Security-Rechenzentren von Zscaler zu leiten und so einen sicheren Internet-Breakout umzusetzen. Die Lösung ist ausschließlich für Zweigstellen verfügbar, nicht jedoch als Client für mobile Endgeräte.

Die Akquisition des WLAN-Spezialisten Xirrus, die Riverbed im April verkündet hat, wird es dem Unternehmen zudem laut eigenen Angaben erlauben, Performance-Monitoring und -Optimierung künftig auch auf Industrial-IoT-Umgebungen (Internet of Things) auszuweiten.

Weitere Informationen finden sich unter www.riverbed.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist Stellv. Chefredakteur der LANline.