In der neuesten Version seiner Lösungen „Software Asset Management“ und „Service Management“ hat der Frankfurter IT-Management-Spezialist Matrix42 das Look and Feel der Software grundlegend überarbeitet. Mit der „UUX“-Oberfläche (Unified User Experience) setzt Matrix42 auf das „Material-Design“ (der englische Begriff bedeutet auf Deutsch etwa: stoffliche Anmutung). Dies ist die von Google entwickelte schlichte Designsprache, die der US-Konzern für seine hauseigenen Apps verwendet. Mit ihr zielen die Frankfurter auf eine einfachere und übersichtlichere Bedienung ihrer Software, zunächst für das IT- und Service-Desk-Personal, in Kürze auch für die Endanwender. Ein neuer Chatbot soll deren Interaktion mit dem Service-Desk zusätzlich erleichtern.

„Mit UUX haben wir eine moderne HTML5-Oberfläche im Responsive Design geschaffen“, so Matrix42-CEO Oliver Bendig im Gespräch mit LANline. Ein „responsives“ Interface passt sich automatisch der jeweiligen Display-Größe an. „Die neue Oberfläche kommt zuerst auf Administrationsseite zum Einsatz, ab Juli folgt aber dann mit dem Service-Katalog die Hauptanlaufstelle der Endanwender im neuen Design“, so Bendig.

„Mit UUX haben wir eine moderne HTML5-Oberfläche im Responsive Design geschaffen“, so Matrix42-CEO Oliver Bendig. Bild: Matrix42

Die aktuelle Version enthält laut Matrix42-Angaben alle Anwendungsfälle für Incident-, Problem- und Change-Management im „Material-Design“ mit der neuen Option „Ticket- und Service-Request-Management“ sowie mit verbesserter Knowledge-Base-Funktion. Matrix42 liefert ein Migrationswerkzeug, damit Bestandskunden selbst erstellte Formulare einfach in das UUX-Design überführen können.

Die neue UUX-Oberfläche soll die Bedienung der Service-Management-Lösung erleichtern, im Bild der geplante neue Service-Katalog. Bild: Matrix42

Die Software bietet dem Benutzer laut Matrix42 vielfältige Möglichkeiten, Daten zu gruppieren, farblich hervorzuheben sowie Suchfilter spontan als neue Navigationselemente in die Anwendung zu übernehmen – für sich selbst oder das ganze Team. Die Software lasse sich sehr flexibel abändern: „Mittels unseres Solutionbuilders können unsere Kunden schnell eigene Lösungen erstellen, die sich in Aussehen und Funktion automatisch an das jeweilige Endgerät anpassen“, erläutert Oliver Bendig. „Dieses Customizing erfolgt einfach per Drag and Drop. Wir geben unseren Kunden und Partnern damit ein leicht zu bedienendes Werkzeug an die Hand, mit dem alles individuell veränderbar ist, was man sich vorstellen kann.“

Die neue Oberfläche lässt sich mit dem Werkzeug Solutionbuilder individuell anpassen. Bild: Matrix42

Matrix42 will das Service-Management aber nicht allein durch ein intuitiveres Look and Feel und Customizing-Fähigkeit optimieren, sondern baut parallel dazu auch auf Funktionalitätsseite an: „Für den Service-Desk-Einsatz haben wir nun einen Chatbot entwickelt, für den wir die künstliche Intelligenz aus Microsofts Azure Machine Learning Framework nutzen“, erklärt Bendig. „Auf dieser Basis erkennt der Chatbot die Emotionen des Anwenders und kann entsprechend reagieren, zum Beispiel einen Call zu einem Service-Desk-Mitarbeiter eskalieren.“ Dies kann zum Beispiel nötig sein, wenn der Endanwender im Chat die Software als „blöd“ oder Ähnliches bezeichnet, wodurch er sich als gereizt zu erkennen gibt. Ziel ist aber laut Bendig eine „Zero Call Resolution“, also die Behebung von Störungen, ohne dass überhaupt ein Erstkontakt mit einem Mitarbeiter erforderlich ist.

Neben seinen Tools für das Unified-Endpoint-, Service- und Software-Asset-Management bietet das Frankfurter Softwarehaus mit Myworkspace auch eine Lösung für die Verwaltung von Workspace-Services. Hier verfolge man einen umfassenderen Ansatz als andere Anbieter: „Ein großes Thema bleibt die Brücke zwischen der technischen Automation und den Business-Aspekten des Workspace-Managements“, kommentiert Oliver Bendig. „Mit Myworkspace liefert Matrix42 einen Cloud-basierten Arbeitsplatz mit Account Provisioning für Office 365, der auch den Aufbau einer Lizenzbilanz für die Cloud-Services ermöglicht. Wir berücksichtigen damit bei der Public-Cloud-Nutzung nicht nur die Bereitstellung und Verwaltung, sondern auch die kommerzielle Seite.“

Die neue Softwareversion steht ab sofort auf dem Matrix42 Marketplace unter marketplace.matrix42.com/ zum Download bereit.

Dr. Wilhelm Greiner ist Stellv. Chefredakteur der LANline.