Cradlepoint hat die Failover-Funktionen seiner SD-WAN-Router (Software-Defined WAN) um eine regelbasierte Echtzeit-Auswahl von WAN-Verbindungen ergänzt, um die durchgängige Connectivity im Unternehmensnetz sicherstellen: Mittels „Smart WAN Selection“ definiert der Administrator Schwellenwerte, anhand derer der SD-WAN-Router die Qualität einer Netzwerkverbindung bewertet. Die Software misst laut Cradlepoint fortlaufend Signalstärke, Datennutzung, Latenz und Laufzeitschwankungen (Jitter). Bei Verbindungsmängeln stelle der Router automatisch zum Beispiel von DSL auf LTE um und schalte wieder zurück auf DSL, sobald dieses wieder in der geforderten Qualität verfügbar ist.

Das Feature verbessert Failovers, weil die Entscheidungen schneller und intelligenter fallen als bisher, so Cradlepoint. Zudem könne ein Unternehmen seine Netzwerkkosten senken, da man die Router so konfigurieren könne, dass sie stets die günstigste verfügbare Datenleitung nutzen (Least-Cost Routing).

Die Firmware nutzt laut dem US-Hersteller vier Kriterien zur Bewertung, ob ein Failover erforderlich ist: Signalstärke, die übertragene Datenmenge (sinnvoll zum Beispiel für SIM-Karten, deren Datenvolumen in der Regel stark eingeschränkt ist), die Latenz und Jitter. Die jeweiligen Schwellenwerte definiert der Administrator mit Cradlepoints Management-Software „Enterprise Cloud Manager“. Hier kann er laut Hersteller Kriterien per Drag and Drop verschieben und priorisieren. So nutze der Router stets die Internetverbindung, die am ehesten allen gesetzten Kriterien und Prioritäten entspricht.

Das neue Feature ist laut Angaben Teil eines kostenlosen Firmware-Updates und sofort für alle Cradlepoint-Router verfügbar. Weitere Informationen finden sich unter www.cradlepoint.com.

 

Dr. Wilhelm Greiner ist Stellv. Chefredakteur der LANline.