Softshell hat seinen Vendor Report 2016 veröffentlicht. Darin will der Value Added Distributor (VAD) nach eigenen Angaben einen unabhängigen Überblick über alle im deutschsprachigen Markt agierenden Cybersecurity-Hersteller geben. Dafür habe Softshell analysiert, welche nationalen und internationalen Anbieter es überhaupt gebe, aus welchen Ländern sie stammen und auf welche Technik sie setzen.

Außerdem stellt der Report laut Softshell auf den Prüfstand, wie gut sich die Marktteilnehmer auf die Anforderungen des deutschsprachigen Marktes einstellen und bewertet ihre Marktreife mithilfe eines so genannten Vendor Score.

Insgesamt listet der VAD in seinem Report 925 IT-Security-Hersteller weltweit, wovon 273 auch in der DACH-Region aktiv sind. Fünf Prozent der analysierten Unternehmen haben laut Softshell ihre Zentrale in Deutschland. Auch sei ein Viertel aller weltweit agierenden Anbieter auch im deutschem Raum tätig. Davon bieten laut dem Report lediglich rund 40 Prozent einen deutschsprachigen Support an. 35 Prozent der im deutschen Raum vertretenen Unternehmen haben laut der Studie elf bis 50 Mitarbeiter, weitere 31 Prozent beschäftigen 51 bis 200 Mitarbeiter. Softshell stellt in seinem Report auch fest, dass die Security-Hersteller bei der Entwicklung ihrer Produkte zunehmend auf Technologien wie Künstliche Intelligenz und verhaltensbasierte Analyse setzen.

Für den Vendor Report hat der VAD sämtliche Hersteller auf Basis von Gesprächen mit einem Repräsentanten des jeweiligen Unternehmens durchleuchtet und analysiert. Außerdem hat Softshell nach eigenen Bekunden weitere Hintergrundinformationen wie Besitzverhältnisse, Investoren, Umsatz, Mitarbeiterzahl sowie die Historie von Mitarbeitern und ihre Reputation recherchiert. Anschließend fließen alle Ergebnisse in die Bewertung ein, die Auskunft über Seriosität und Solidität eines Herstellers sowie dessen Befähigung, in Deutschland Geschäfte zu machen, aufzeigen soll, so Softshell.

Von den weltweit 925 im Vendor Report analysierten IT-Security-Herstellern sind 273 auch in der DACH-Region aktiv. (Bild Softshell)

Laut dem Report verfügen alle Hersteller, die sich auf dem deutschen Markt halten, über eine solide, seriöse und langfristige Geschäftsplanung. Weitere Erfolgsfaktoren seien eine aktuelle Web-Seite in deutscher Sprache, deutsche Informationsmaterialien, deutschsprachige Mitarbeiter sowie Support in deutscher Sprache und zu mitteleuropäischer Zeit. Des Weiteren sei eine eingetragene Gesellschaft nach deutschem Recht ebenso hilfreich wie eine klare Linie für die Zusammenarbeit mit dem Channel, direkter Endkundenkontakt und Kontinuität in der Zusammenarbeit, so der VAD.

Die Unternehmen mit dem besten Score sind laut Softshell Egosecure, Airlock by Ergon, Brainloop und die Rohde-&-Schwarz-Security-Tochter Gateprotect mit jeweils einen Score von zehn. Dahinter folgen der Security-Hersteller ITWatch und die Airbus-Defence-&-Space-Tochter Stormshield mit einem Wert von jeweils 9,41.

Weitere Informationen finden sich unter www.softshellvendorreport.de.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.