Veritas hat sein Daten-Management-Portfolio erweitert, um Unternehmen dabei zu unterstützen, ihre Daten in einer komplexen Multi-Cloud-Welt zu sichern. Denn, so der Hersteller, müssen Organisationen, die ihre Daten und Workloads in die Cloud migrieren, mehrere große Hürden nehmen, etwa die Visualisierung von Daten komplexer hybrider Netzstrukturen oder die Absicherung von Workloads in der Cloud. Mit verbesserten Funktionen im herstellereigenen Daten-Management-Portfolio, darunter Netbackup, Information Map und Netbackup-Appliances, will Veritas Hilfestellung geben.

Als zentraler Baustein sichere Netbackup 8.1 beispielsweise alle Daten in physischen und virtuellen Umgebungen sowie globalen Multi-Cloud-Strukturen über eine zentrale Konsole Backups. Die neue Version soll um die Deduplizierungstechnik Netbackup Cloud Catalyst erweitert werden. Die Funktion hilft dabei, Datenmengen durch Deduplizierung zu schrumpfen und in hoher Geschwindigkeit abzuwickeln. Auf diese Weise lassen sich Backups nach Herstellerbekunden schneller abschließen, so dass Anwender bei der Migration ihrer Daten in hybride, private oder öffentliche Clouds zusätzlich Kosten senken können. Die Deduplizierungstechnik soll als Bestandteil von Netbackup 8.1 in mehreren Varianten verfügbar sein. Veritas bietet sie entweder als lizenzierte Software oder als Netbackup Cloud Catalyst 5240 Appliance an.

Zudem hat der Hersteller mit Netbackup Parallel Streaming (PSF) eine weitere neue Technologie vorgestellt. Diese basiere auf einer Plug-in-Architektur und soll es ermöglichen, moderne Cloud-basierte Workloads und Anwendungen wie NoSQL, Hadoop und Cassandra zu nutzen und abzusichern. So könne PSF etwa Unternehmen aus der Finanz- und Gesundheitsbranche dabei helfen, strenge Gesetzesvorgaben und Vorgaben bei der Datensicherung einzuhalten.

Information Map soll hingegen dem Anwender in einer interaktiven Ansicht ein Echtzeitbild seiner Datenbestände anzeigen. Veritas hat die Software nach eigenen Angaben um weitere Konnektoren erweitert und so 23 neue Datenquellen angebunden. Auf diese Weise gewinnen Nutzer selbst in stark gemischten Umgebungen aus lokalen und Cloud-basierten Datenspeichern einen Überblick über ihre Daten, so der Hersteller. Unternehmen können auf diese Weise besser entscheiden, welche Daten sie aufbewahren, migrieren oder löschen können sowie Datenschutzvorschriften wie HIPAA oder die bevorstehende EU-DSGVO besser einhalten.

Die neuen Konnektoren sollen ab diesem Quartal kostenlos erhältlich sein. Unterstützte Plattformen sind Microsoft Onedrive for Business, Microsoft Azure Storage, Microsoft SQL Server, Microsoft Exchange Office365, Google G Drive, Google Cloud Platform Storage und Oracle Database Server. Außerdem hat Veritas angekündigt, Information Map stärker in eigene Produkte wie Backup Exec, Enterprise Vault und Access zu integrieren. Die Software ist als eigenständiges Produkt oder als Teil der „360 Data Management Suite“ erhältlich.

Um die Konnektoren zu nutzen, müssen Anwender auf das neue Connection Center von Information Map zugreifen. Die zentrale Oberfläche verwaltet laut Hersteller alle Konnektoren und enthält zudem ein Plug-and-Play-Framework, damit Veritas und seine Technologiepartnern künftig neue Konnektoren schneller entwickeln und an Nutzer weitergeben können.

Für Unternehmen, die Appliances für ihre Datensicherung und -verwaltung nutzen, hat Veritas die neue Appliance Netbackup 5350 vorgestellt. Sie soll alle Funktionen von Netbackup 8.1 beherrschen und sichere die Datenvolumen von 10 bis zu mehreren hundert PByte. Anwendern steht es dabei frei, zwischen den Netbackup-Appliances und Virtual Appliances zu wählen, so der Hersteller.

Weitere Informationen finden sich unter www.veritas.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.