Eine verbesserte Integration in Public-Cloud-Services, einfachere Backups von Microsoft-Office-365-Workloads sowie eine erweiterte Disaster-Recovery-Orchestrierung: Das sind einige Neuerungen, die Acronis im Rahmen eines Updates seiner Data-Cloud-Plattform angekündigt hat. Mit Data Cloud 7.8 führt der Hersteller nach eigenen Angaben außerdem einen vollständigen Cloud-to-Cloud-Schutz für Microsoft Office 365, einen erweiterten Ramsonware-Schutz, eine Blockchain-basierte, digitale Datenbeglaubigung sowie Funktionen zum digitalen Signieren für Service-Provider ein.

Mit dem Release stehe jetzt eine Integration in Google Cloud und Microsoft Azure Cloud-Services zur Verfügung. Die native Integration ermögliche es Service-Providern ihre Backups ohne komplizierte Konfigurationen oder Vereinbarungen an Google Cloud Storage und Microsoft Azure Storage zu senden. MSPs (Managed Service-Provider) können im Rahmen ihres bestehenden Acronis-Vertrags zudem mit nur einem Klick Google- oder Azure-Datencentren verwenden, so der Hersteller weiter. Auf diese Weise können sie ihren Partnern leichter den bevorzugten Storage und Provider bieten, während die Vertragspflege für kleinere MSPs einfacher wird.

Mit Data Cloud 7.8 bietet Acronis einen vollständigen Schutz für Microsoft Office 365, Cloud-to-Cloud-Backup für Exchange Online, OneDrive for Business und SharePoint Online. Die Backups sollen direkt zwischen Microsoft und einem der hauseigenen Cloud-Datenzentren erfolgen. Service-Provider können wählen, in welchem Land und an welchem Standort Daten gespeichert werden. Die herstellereigene Backup Cloud ermögliche es Anwendern zudem, Dateien in ihren Backups zu suchen und einzelne Dateien oder Nachrichten wiederherzustellen.

Die erweiterte Disaster-Recovery-Orchestrierung soll komplexe DR-Pläne mithilfe von Runbooks automatisieren. Die Runbooks-Funktion vereinfache und beschleunige zudem das Failover mehrerer Maschinen zu einer Cloud-Revocery-Site. So will Acronis sicherstellen, dass Systeme in der richtigen Reihenfolge wiederhergestellt werden, um Abhängigkeiten zwischen Anwendungen auf verschiedenen Maschinen zu berücksichtigen.

Mit der neuen Version verbessert der Hersteller außerdem die Ransomware-Erkennung durch Active Protection. Die Lösung überwache das System auf böswillige Aktivitäten, stoppe fragwürdiges Verhalten und stelle beschädigte Daten automatisch wieder her. Mit dem Update führt Acronis zudem eine verbesserte ML-Technik (Machine Learning) ein, damit bekannte und unbekannte Bedrohungen leichter erkannt und False Positives reduziert werden. Auch schütze die neue Version Netzwerkfreigaben und Wechsellaufwerke.

Mit Notary Cloud steht Anwendern mit der Version 7.8 ein neuer Service für Implementierungen der herstellereigenen Lösungen Backup Cloud, Disaster Recovery Cloud und Files Cloud zur Verfügung. Notary Cloud ist ein Blockchain-basierter Service, mit dem sich laut Hersteller Dateien beglaubigen, digital signieren und verifizieren lassen. Dazu erstelle der Service einen eindeutigen digitalen Fingerabdruck für Dateien und speichere ihn in einem öffentlichen Blockchain-Verzeichnis, damit sich die Authentizität der Dateien unabhängig validieren und deren Existenz zu einem bestimmten Zeitpunkt nachweisen lässt.

Weiter sollen Anwender das Initial Seeding schneller durchführen können, wenn sie das Erst-Backup auf einer lokalen Festplatte beim Kunden vor Ort speichern und physisch an ein Acronis-Datenzentrum senden. Durch die vollständige Verschlüsselung der Daten, vermeide man zudem nicht autorisierte Zugriffe bei der Übertragung, so der Hersteller weiter.

Weitere Informationen finden sich unter www.acronis.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.