Der im Rahmen des Celtic-Plus-Projekts Sendate durchgeführte Live-Feldversuch soll die Fähigkeit von Glasfaserübertragungssystemen zeigen, sich autonom und in Echtzeit an sich ändernde Netzbedingungen anzupassen, um eine optimale Service-Qualität und -leistung bei gleichzeitiger Vereinfachung des Betriebs zu gewährleisten. „Da geschäftskritische Internet-of-Things-Anwendungen die Nachfrage nach einer qualitativ hochwertigen Netzwerkverbindung mit niedriger Latenz erhöhen, wird die zugrunde liegende optische Infrastruktur ein neues Maß an Reaktionsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit erfordern“, sagte Mattias Fridström, Chief Evangelist von Telia Carrier, dazu. Man arbeite mit branchenführenden Innovatoren wie Infinera zusammen, um die Grenzen der Automatisierung optischer Schichten zu erweitern.

Der Proof-of-Concept-Feldversuch wurde mit der von Infinera im Rahmen der laufenden Forschungs- und Entwicklungsinitiativen entwickelten AIT-Prototypentechnik durchgeführt. Der AIT-Test (Autonomous Intelligent Transponder) lief auf einer 1.500 Kilometer langen Glasfaserstrecke im Backbone-Netz von Telia Carrier zwischen München, Zürich, Straßburg und Frankfurt. Die Studie umfasste mehrere Anwendungsfälle, die die AIT-Fähigkeiten unter verschiedenen Kanalbedingungen und Qualitätseinbußen testeten. Dazu gehörten der Einfluss von Nachbarkanälen, alternde Komponenten und das Hinzufügen und Entfernen von Kanälen.

In allen Fällen passte das AIT laut den beteiligten Firmen autonom Übertragungsparameter wie das Modulationsverfahren an, um die Netzwerkkosten zu minimieren und die Leistung zu maximieren, einschließlich Gesamtfaserkapazitätsdurchsatz und spektraler Effizienz.

Auf der Optical Fiber Conference and Exhibition (OFC) in San Diego, Kalifornien, will Infinera die Ergebnisse seiner Technikkooperation mit Telia Carrier vorstellen, darunter Resultate aus aktuellen Feldversuchen mit AIT-Technologie, eine 600-GBit/s-Übertragung und eine optische Echtzeit-Leistungserkennung auf Basis der hauseigenen Aware-Lösung.

Weitere Informationen stehen unter www.infinera.com zur Verfügung.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.