Das All-Flash-Speichersystem 3PAR macht laut Hewlett Packard Enterprise (HPE) den bislang größten Innovationsschritt. Zu den Neuerungen zählen laut Hersteller eine Aktualisierung des 3PAR-Betriebssystems, Adaptive Data Reduction (ADR) für die Verringerung des Datenvolumens, Updates für 3PAR Peer Persistence zum Zweck der Disaster Recovery über große Distanzen hinweg, Recovery Manager Central (RMC) für den Schutz der Daten über das Array hinaus sowie mehr Automationsmöglichkeiten für die Storeserv Management Console (SSMC).

Mit den neuen 3PAR-Systemen will HPE den IT-Organisationen den Storage-Betrieb im RZ und die Transformation zu einer hybriden IT erleichtern. Dafür biete 3PAR Unterstützung Cloud-nativer Anwendungen, eine Orchestrierung über das gesamte Rechenzentrum, Hochverfügbarkeit und einem nahtlosen Übergang zu aufkommender Technik wie Storage Class Memory (SCM) und NVM Express (NVMe).

Adaptive Data Reduction könne den Kapazitätsbedarf bis auf ein Viertel senken. ADR nutze Deduplizierung und Kompression, lasse sich selektiv anwenden und enthalte Funktionen, um die Systemressourcen zu schonen. Mit dem Algorithmus 3PAR Data Packing vermeide man bei Schreibvorgängen jene Prozesse, die häufig große Mengen an Datenmüll erzeugen und so Flash-Speicher-Arrays unnötig belasten.

Die neue 3PAR-Betriebssystemversion 3.3.1 bietet gemäß HPE-Verlautbarung zudem folgende Funktionen:

– 3PAR Express Writes, um über iSCSI betriebene Anwendungen zu beschleunigen und die Latenz so um bis zu 40 Prozent zu senken,

– iSCSI-Updates, zum Beispiel verbesserte Host Connectivity und Multi Tenant IP Networking, um Cloud-Umgebungen besser zu unterstützen,

– Updates zu 3PAR File Persona, um mehr Workloads zu unterstützen, die Skalierbarkeit zu verdoppeln, die Provisionierung zu automatisieren und Daten über Protokolle hinweg auszutauschen.

Diese Neuerungen sind laut HPE kostenlos als Teil des neuen All-inclusive- Lizenzmodells verfügbar. Die Initiative 3PAR Flash Now wiederum ermögliche die Beschaffung eines 3PAR Flash Arrays über ein Cloud-ähnliches Verbrauchsmodell für nur wenige Cent pro nutzbarem GByte und Monat.

Der Vermeidung von Ausfallrisiken diene ein transparentes Anwendungs- und Host-Failover mit 3PAR Peer Persistence. Das Verfahren unterstütze jetzt Disaster Recovery mit drei Rechenzentren über größere Entfernungen.

Zur Datensicherung über Arrays hinaus biete Recovery Manager Central (RMC) nahtlose, über die Applikation verwaltete Snapshots und Datentransfer von 3PAR auf sekundäre HPE-Storeonce-Systeme. Die neue RMC-Version ermögliche erheblich schnellere Backups und Wiederherstellung als traditionelle Backup-Software und verursache dabei nur ein Neuntel der CPU-Last. Im All-inclusive-Lizenzmodell ist RMC ohne Zusatzkosten inbegriffen.

Daten auf Storeonce-Systemen lassen sich laut HPE nun auch in die Cloud replizieren. Dafür sorge die Software Storeonce VSA in der Microsoft Azure Cloud und Unterstützung von Recovery Manager Central, Data Protector und andere Backup-Anwendungen.

Um Daten auch beim Edge-Computing und im Software-Defined Storage (SDS) zu schützen, kündigt HPE zudem Peer Copy an: Die Funktion diene der Verwaltung von Kopien innerhalb des RMC und ermögliche das bidirektionale Verschieben von Snapshot-Daten zwischen Storevirtual VSA und 3PAR-Systemen.

Zur Unterstützung hybrider IT-Infrastukturen, zum Beispiel für die schnellere Bereitstellung von Diensten, bettet HPE Automations- und Cloud-basierte Analysefunktionalität in die 3PAR-Management-Werkzeuge ein. So könne die neue 3PAR Storeserv Management Console große Datenmigrationen von bis zu 24 3PAR- oder Drittsystemen automatisieren und planen. Auch biete SSMC jetzt vollautomatische SAN-Zoning in Fibre-Channel-Netzwerken mit nur einem Klick.

Das 3PAR Operating System 3.3.1 und die weiteren Neuerungen sind laut HPE ab dem ersten Quartal verfügbar. Das OS-Update gibt es dabei weltweit ohne weitere Kosten für 3PAR-Kunden mit Support-Vertrag, HPE Peer Copy zusammen mit 3PAR RMC ohne weitere Kosten für 3PAR- und Storevirtual-VSA-Kunden mit Support-Verträgen. Die Preise für Storeonce VSA für Azure beginnen bei 1.400 Dollar.

Weitere Informationen finden sich unter www.hpe.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.