Unter dem Namen DSSD D5 hat EMC seine neue All-Flash-Generation für speicherintensive Echtzeit-Anwendungen vorgestellt. Der Speichergigant verspricht für die fünf HE großen Geräte 10 Millionen IOPS, 0,1 Millisekunden Latenz und eine Bruttokapazität von bis zu 144 TByte, angebunden mit 100-GBit/s-End-to-End-Bandbreite. Damit, so EMC, biete DSSD D5 zehnmal mehr Bandbreite und IOPS als die bislang schnellsten All-Flash-Systeme bei einem Fünftel der Latenzzeit. Ebenfalls neu ist das Hochleistungs-Array VMAX All Flash.

DSSD D5 ist laut Hersteller von Grund auf neu entwickelt als Low-Latency-All-Flash-Speichersystem für bis zu 48 Server. Es ist konzipiert für datenintensive Applikationen, die hohe Leistung und besonders niedrige Latenz für den Zugriff auf „heiße“ Daten (permanent verwendete  und damit volatile Echtzeitdaten) erfordern, zum Beispiel für Big-Data-Analysen mittels SAP Hana. Hinzu kommen anspruchsvolle Einsatzfälle wie etwa die Genomsequenzierung.

 

DSSD D5 basiert laut EMC auf einer vollständig neuen Speicherarchitektur. Das Speichersystem sei mittels PCI GE3 und Non-Volatile Memory Express (NVMe) mit den Speicherknoten verbunden. Dies ermögliche dem separaten Standalone-System die hohe Performance eines per PCIe angebundenen Flash-Speichers.

 

„Das ist das erste Non-Volatile-Memory-Express-System im Shared-Storage-Umfeld“, betont Reimund Willig, CTO bei EMC Deutschland. „Wir haben Multi-Dimensional RAID eingebaut, und wir erreichen eine Latenz von 100 Mikrosekunden – Letzteres ist zehn hoch minus sechs!“

 

Eine DSSD D5 besteht aus 36 Flash-Modulen, an Konfigurationen sind 36, 72 oder 144 TByte verfügbar. Die Steuerung erfolgt über doppelt redundante Control-Module. Ein Non-Blocking Cut-Through Switch verbindet laut EMC sämtliche PCIe-Flash-Module mit einer Punkt-zu-Punkt-Latenz in der Switching Fabric von nur 200 Nanosekunden – also vergleichbar mit einem Telefonie-Switch.

 

Das DSSD-Betriebssystem Flood, angelegt als Object Store, verfügt laut Reimund Willig per API über die Möglichkeit, sich nach außen als Block darzustellen. Zudem gebe es native Plug-ins und Hadoop-Unterstützung

 

Die DSSD-Geräte stammen aus EMCs Akquisition des Flash-Spezialisten DSSD, der Firma des IT-Vordenkers Andy Bechtolsheim, im Jahre 2014. Die DSSD-Systeme sind konzipiert als einheitlicher Flash-Speicher-Pool für heutige High-Performance-Anwendungen mit Direktzugriff auf sämtliche Daten. EMC will DSSD D5 künftig auch für die VCE Converged Infrastructure verwenden.

 

„2016 wird das Jahr von All-Flash für den Primärspeicher“, so Reimund Willig. Vor diesem Hintergrund verkündete EMC außerdem das Hochleistungs-Array VMAX All Flash für geschäftskritische Datacenter-Anwendungen. Es ist laut Hersteller das erste verfügbare All-Flash Array mit nativer Unterstützung von Block- und File Storage, Open Systems und Großrechnern. Das Gerät lasse sich nach Appliance-Art einfach und schnell konfigurieren.

 

Zwei Modellreihen soll es geben: 450F/850F sowie 450FX/850FX. Die Basisvarianten 450F und 850F bieten Thin Provisioning, Vvols, QoS und EMCs Management-Tools Unisphere und Database Storage Analyzer. Hinzu kommen die Local Replication Suite sowie das Appsync Starter Pack für die Datensicherung und optionale Bausteine wie zum Beispiel Protectpoint für Backups.

 

Jenseits der F-Serien-Software umfassen die FX-Modelle die Remote Replication Suite, SRDF/Metro, Cloudarray Enabler für AWS S3 oder andere Cloud-Plattformen als Tiering Target, Data at Rest Encryption (Verschlüsselung abgelegter Daten), eNAS-Unterstützung, Unisphere 360 und die Vipr Suite (Vipr Controller, Vipr SRM).

 

Die Geräte bieten laut EMC-Angaben „Six Nines“-Hochverfügbarkeit (also 99,9999 Prozent) und Sub-Millisekunden-Latenz. Die modulare V-Brick-Architektur von VMAX All Flash ermögliche mehrdimensionale Skalierbarkeit der Speicherkapazität.

 

Jeder V-Brick-Baustein umfasse eine VMAX Engine mit einer Nutzdatenkapazität ab 53 TByte, skalierbar in 13-TByte-Schritten bis 500 TByte. Eine VMAX All Flash 450 lasse sich mit vier, der große Bruder der 850er-Serie mit bis zu acht V-Bricks konfigurieren.

 

DSSD D5 ist laut Herstleller ab März 2016 verfügbar. Die Listenpreise der F-Serie-Bricks beginnen bei 300.000 Dollar.

 

Weiterre Informationen finden sich unter www.emc.com.

 

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Unter dem Namen DSSD D5 hat EMC seine neue All-Flash-Generation für speicherintensive Echtzeit-Anwendungen vorgestellt. Bild: EMC