Das HPE-Unternehmen Aruba Networks hat sein Portfolio um neue Switches und Software erweitert, die für den Einsatz in Campus-Netzwerken, Zweigstellen und im Rechenzentrum konzipiert sind. Das CX-Switching-Angebot umfasst die CX-6300-Reihe in fixer Konfiguration sowie die CX-6400-Familie, die modulare Aggregation- und Core-Switches umfasst. Ebenso neu ist das hauseigene AOS-CX-Betriebssystem, das Administratoren eine einfache End-to-End-Switching-Plattform bereitstellen soll.

Aruba ist damit nach eigenen Angaben das erste Unternehmen, das eine einheitliche Switching-Plattform bietet, die auf einem Netzwerkbetriebssystem (AOS-CX) läuft, das das gesamte Netzwerk vom Edge über den Core bis hin zum Rechenzentrum umfasst. Dabei soll die hauseigene Network Analytics Engine (NAE) die Cloud-native Plattform optimieren, indem sie integrierte Analyse- und Automatisierungsfunktionen nutzt, um die Verwaltung zu vereinfachen, die Fehlersuche bei Problemen mit der Anwendungsleistung zu beschleunigen und häufige Netzwerkprobleme zu beheben.

Auf diese Weise sei es für Aruba nach eigenen Angaben möglich, eine Edge-to-Cloud-Architektur bereitzustellen, die durch Closed-Loop-Automatisierung weitgehend selbstständig arbeitet und Fehlerstellen durch manuelle Prozesse über mehrere Betriebssysteme hinweg vermeidet. Die Marktanalysten von Gartner definieren eine Cloud-native Infrastruktur mit folgenden Merkmalen:

  • Modularität – Sie bietet Abstraktionen für die unabhängige Zusammenstellung von Diensten, beispielsweise Container oder serverlose Funktionen.
  • Programmierbarkeit – Unterstützt die Bereitstellung und Verwaltung über deklarative APIs und Richtlinien.
  • Elastizität – Ressourcen lassen sich dynamisch und automatisiert sowie richtliniengesteuert hoch- und herunterskalieren.
  • Resilienz – Services sind lose gekoppelte Einheiten, die unabhängig und fehlertolerant sind.

Basierend auf den Core-Switches der CX-8400-Familie, die ebenfalls mit dem Betriebssystem AOS-CX arbeiten, will Aruba diese Herausforderungen mit dem neuen Switching-Portfolio adressieren. So sei es möglich, Unternehmen ein einziges Betriebsmodell für eine Edge-to-Cloud-Architektur bereitzustellen. Dafür verfügen die Switches der CX-6300- und CX-6400-Reihe über die 7. Generation der hauseigenen ASIC-Architektur. Die CX-6300-Lösungen soll über ein Virtual Switching Framwork (VSF) Skalierbarkeit und ein flexibles Wachstum mit bis zu zehn Geräten im Stack ermöglichen. Die Switches verfügen über 10/25/50-Gigabit-Uplinks.

Die neue CX-6300- und CX-6400-Familie von Aruba. Bild: Aruba

Die modularen Switches der CX-6400-Serie bieten sowohl ein 5-Slot-Gehäuse als auch ein 10-Slot-Gehäuse, die vom Gigabit-PoE-Zugang bis zum 100G-Core skalierbar sind. Dadurch seien Unternehmen in der Lage, auch hybride Anwendungsfälle im gesamten Netzwerk auf einer Plattform zu standardisieren.

Darüber hinaus beinhaltet die neue Version AOS-CX 10.4 nun umfangreiche Zugriffsfunktionen auf das Betriebssytem und erweitere die CX-Alleinstellungsmerkmale auf die Zugriffsebene des Netzwerks. Der Hersteller zählt dazu die hauseigene Dynamic Segmentation. Diese dient dazu, sichere, einheitliche Richtlinien für kabelgebundene und drahtlose Anwendungen für jeden Anwender und jedes IoT-Gerät bereitzustellen. Des Weiteren beinhaltet es Ethernet VPN (EVPN) über VXLAN für vereinfachte sowie sichere Verbindungen von Unternehmen zu Rechenzentren und Virtual Switching Extension (VSX) Live-Upgrades ohne Ausfallzeiten während der Wartungszyklen, so der Hersteller.

Die deutlich verbesserte Version der Switch-Konfigurationssoftware NetEdit 2.0 sei nun zudem in die Network Analytics Engine integriert. Dadurch vereinfache man die Implementierung von Konfigurationsänderungen sowie die erstmalige Systemeinrichtung, die der Administrator nun über die CX Mobile App durchführen kann. Auch der Zeitaufwand für die Problemüberwachung und -behebung sinke damit erheblich.

Weitere Informationen finden sich unter www.arubanetworks.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.