HPEs Netzwerktochter Aruba hat zwei neue Angebote angekündigt, um die Einführung und Absicherung von IoT-Technik (Internet of Things) in Unternehmen zu erleichtern. Als zentrale Management-Konsole soll ClearPass Device Insight dank automatischer Geräteerkennung und Identifikationstechnik umfassende Geräteinformationen liefern. Die Access Points der Serien Aruba 530 und 550 wiederum sollen sich durch Unterstützung für 802.11ax, auch als Wi-Fi 6 bekannt, gut für den IoT-Einsatz eignen.

ClearPass Device Insight soll helfen, den Überblick über die unterschiedlichen Endpunkte in einer IoT-Umgebung zu erlangen. Bild: Aruba

ClearPass Device Insight soll helfen, den Überblick über die unterschiedlichen Endpunkte in einer IoT-Umgebung zu erlangen. Bild: Aruba

ClearPass Device Insight nutzt laut Aruba-Angaben ML (maschinelles Lernen) und Crowdsourcing, um vernetzte Geräte und IoT-Komponenten im LAN oder WLAN herstellerunabhängig zu erkennen und Profile davon zu erstellen. Dazu nutze man Technik, die Aruba im eigenen Labor entwickelt hat. Das Verfahren arbeite mit DPI (Deep Packet Inspection), um Verhaltensprofile von Geräten zu generieren und eine eindeutige Zuordnung (Fingerprinting) zu ermöglichen.

Um neue Geräte zu identifizieren, greift die Cloud-Delivery-Plattform von ClearPass Device Insight laut Aruba auf einen Community-Pool mit Informationen über neu eingeführte Geräte zurück. In Verbindung mit ClearPass Policy Manager und hauseigener „Dynamic Segmentation“-Technik könne ein IT-Team die Authentifizierung und die Durchsetzung von Richtlinien bis auf die Geräte- und Benutzerebene automatisieren.

Dabei wende die Software Zugriffsrichtlinien entsprechend der Rolle an, die für das jeweilige Gerät hinterlegt ist. Stellt sie Anomalien fest, könne sie das betreffende Gerät automatisch unter Quarantäne stellen oder aus dem Netzwerk entfernen, so Aruba.

Weitere 802.11ax-fähige APs

Des Weiteren hat der Netzwerkausrüster zwei neue Access-Point-Familien vorgestellt, die für den Einsatz in Unternehmens-IoT-Umgebungen konzipiert sind. Denn mit den 802.11ax-APs könne ein Unternehmen nicht nur die steigenden Anforderungen an die WLAN-Performance abdecken, sondern auch die Einführung von IoT-Lösungen beschleunigen.

Konsolidiert ein Unternehmen mehrere Netzwerke in einer zentralen konvergierten Infrastruktur, so Aruba, könne das IT-Team die Komplexität senken, indem sich zum Beispiel neue IoT-Geräte dank automatischer Endpoint-Erkennung schneller einbinden lassen. Zudem verfüge man dadurch über ein übergreifendes Richtlinien-Rahmenwerk für mobile Geräte, Nutzer und Objekte.

Die neuen APs der Serien 530 und 550 unterstützen Wi-Fi 6 und arbeiten stromsparend. Bild: Aruba

Die neuen APs der Serien 530 und 550 unterstützen Wi-Fi 6 und arbeiten stromsparend. Bild: Aruba

Wie schon die APs der Serie 510, angekündigt im November letzten Jahres, benötigen auch die neuen APs der Serien 530 und 550 laut Bekunden Arubas keine IoT-Gateways, die komplexe Anforderungen an das Netzwerk-Management stellen. Dies erleichtere es dem IT-Team, eine Vielzahl von IoT-Geräten und -Sensoren, die mit unterschiedlichen Protokollen arbeiten, in das Netzwerk einzubinden.

Außerdem verspricht Aruba für die APs der Serien 530 und 550 eine längere Batterielaufzeit: Das Wi-Fi-6-Protokoll erlaubt IoT-Geräten, inaktiv zu bleiben, bis sie Daten übertragen müssen.

Die ersten Auslieferungen von ClearPass Device Insight sollen laut Aruba im April erfolgen, die jährlichen Abonnementkosten beginnen bei 1.260 Dollar für 100 Geräte. Die Access Points der Serien 530 und 550 sollen ebenfalls im April auf den Markt kommen. Der US-Basislistenpreis liegt bei 1.495 Dollar für die APs der Serie 530 und 1.895 Dollar für die AP-Serie 550.

Weitere Informationen finden sich unter www.arubanetworks.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.