Atos, weltweiter Anbieter für digitale Transformation, eröffnete in München sein deutsches Labor für künstliche Intelligenz (KI). Dort will das Unternehmen nach eigenen Angaben für seine Kunden Businesslösungen mit KI und anderen aktuellen Techniken entwickeln. Thierry Breton, CEO und Chairman von Atos, hob die Bedeutung von KI für die Industrie und die Volkswirtschaft hervor. „Lösungen auf Basis künstlicher Intelligenz haben bahnbrechendes Potenzial. Die ganzheitliche Implementierung digitaler, KI-gestützter Techniken entscheidet über den Erfolg sowohl einzelner Unternehmen als auch ganzer Volkswirtschaften“, sagte Breton. Und weiter: „Unser KI-Labor ist die geeignete Plattform für die gemeinsame Entwicklung von konkreten digitalen Anwendungsfällen, die möglichst schnell langfristigen Mehrwert schaffen.“

Das deutsche KI-Labor ist Teil des weltweiten KI-Netzwerkes von Atos im Rahmen seiner 2018 geschlossenen Partnerschaft mit Google Cloud. Das Labor richtet sich an Unternehmen und Organisationen, die den Einsatz von KI unternehmensweit fördern und entwickeln wollen. Atos und Google Cloud bieten dafür einerseits die notwendige technologische und branchenspezifische Fachexpertise und andererseits konkrete Use Cases, so der Anbieter weiter.

„Für den erfolgreichen Einsatz von KI-basierten Technologien benötigt man sowohl das technologische als auch das branchenspezifische Wissen“, erklärte Annette Maier, Managing Director Google Cloud DACH.

Auf dem Bild oben (Quelle: Atos) sind Annette Maier, Managing Director Google Cloud, Thierry Breton, CEO Atos, und Ursula Morgenstern, CEO Atos Deutschland [v.l.n.r] bei der Eröffnung des KI-Labors in München zu sehen. Dabei gab Atos rund 100 Kunden und Partnern mit zahlreichen konkreten Anwendungsbeispielen einen Einblick in die digitale Zukunft der Wirtschaft. Gezeigt wurde etwa eine Mixed-Reality-Lösung, die in Echtzeit 3D-Aufnahmen mit PLM-Daten (Product-Lifecycle-Management) kombiniert. Dies liefert immer präzisere Entscheidungsgrundlagen und verkürzt Produktentwicklungszyklen. Auch die Vernetzung weltweiter Lieferketten wurde dargestellt. Mit Digital Logistics lassen sich Ankunftszeiten dank Advanced Analytics unter der Einbeziehung von Rahmenbedingungen präzise ermitteln. Die Elemente der Lieferkette greifen so reibungslos und kosteneffizient ineinander.

Das KI-Labor in München ist Bestandteil des lokalen Business Technology Innovation Centers (BTIC). Jüngst neugestaltet und erweitert gehört das BTIC zum globalen Netz der Atos Innovation Centers. Dort entwickeln Experten von Atos zusammen mit Kunden Ideen und kreative digitale Lösungen, unter anderem in den Bereichen Cloud, Cybersecurity, Internet of Things, High Performance Computing und KI. Das BTIC soll das technische und branchenspezifische Know-how des Herstellers, ein umfassendes Spektrum an Use Cases und das globale Netzwerk aus Fachexperten und Partnern zusammenbringen. Damit werde es für Atos europaweit zum Vorzeigeprojekt für Manufacturing- und Industrie 4.0-Lösungen. Sowohl das KI-Labor als auch das BTIC stehen ab sofort für Kundentermine zur Verfügung. Weitere Informationen stehen auf www.atos.net bereit.

Dr. Jörg Schröper ist Chefredakteur der LANline.