BeyondTrust, Anbieter für Privileged-Access-Management (PAM), hat Version 19.2 seiner Enterprise-Lösung BeyondTrust Remote Support veröffentlicht. Mit dem Update will der Hersteller nach eigenen Angaben Arbeitsabläufe vereinfachen und den Schutz erhöhen, sodass Service-Desk-Mitarbeiter für Wartungszwecke sicheren sowie orts- und plattformunabhängigen Sofortzugriff auf Remote-Systeme haben. Die Software helfe Unternehmen dabei, ihren IT-Helpdesk-Support zu konsolidieren und zu standardisieren.

IT-Support- und Service-Desks unterstützen laut BeyondTrust immer komplexere IT-Umgebungen, für die sie flexible Remote-Support-Optionen benötigen, die sich an veränderte Geschäftsanforderungen anpassen lassen und bedarfsgerecht skalieren können. In vielen Unternehmen sei ein Mix aus Lösungen Alltag, die meist nicht die erforderliche Skalierbarkeit für große Unternehmen bieten. Hinzu kommt, so der PAM-Anbieter, dass viele dieser Tools auf der Nutzerseite Admin-Rechte beim Zugriff auf externe IT-Systeme einfordern. Dies führe jedoch dazu, dass sich aktuelle Sicherheits- und Compliance-Standards nicht einhalten lassen, was die Angriffsoberfläche der Unternehmen und die Wahrscheinlichkeit von Sicherheitsverletzungen erhöht. Abhilfe könne hier eine Remote-Support-Lösung schaffen, die IT-Support-Mitarbeitern ein effizientes Arbeiten ohne Sicherheitseinbußen ermöglicht.

Die Funktionserweiterungen von Remote Support 19.2 sind laut Hersteller:

  • Neue Public-Portal-Authentifikation: Über SAML (Security Assertion Markup Language), einem offenen Standard zum Austausch von Authentifizierungs- und Autorisierungsinformationen, sollen Techniker validierte Nutzerdaten vom Sitzungsbeginn an sammeln, um einerseits die Benutzererfahrung zu verbessern, und andererseits interne sowie externe Compliance-Anforderungen einzuhalten.
  • Unterstützung für macOS Catalina und iOS 13: Die macOS Remote Support Representative Console und der Endpoint Client unterstützen vollständig die neuen Sicherheitsanforderungen von Catalina sowie den neuen iPhone-11- und iPad-Modellen.
  • Unterstützung für Mobile-Device-Management (MDM) auf der iOS Representative Console: BeyondTrust hat außerdem die iOS Representative Console für die Bereitstellung über Mobile-Device-Management-Lösungen wie Microsoft Intune optimiert.
  • Rotation lokaler Nutzerkonten: Der Passworttresor Remote Support Vault erlaubt jetzt zudem eine automatische Rotation von Zugangsdaten, um die Gefahr von geraubten und wiederverwendeten Anmeldedaten einzudämmen — zugleich sparen Administratoren sich die manuelle Eingabe von Passwörtern.
  • Detailliertere Jump Group Reports: Mit BeyondTrusts Jump-Technologie sollen privilegierte Nutzer eigene Sitzungen auch auf Remote-Systemen ohne direkte Netzwerkverbindung und ohne Endnutzerunterstützung starten können. Neue Jump Groups bieten laut Hersteller eine hohe Flexibilität für Administratoren und Support-Mitarbeiter, inklusive Datenerfassung gemäß interner und externer Richtlinienvorgaben.

Darüber hinaus hat BeyondTrust nach eigenen Angaben einen neuen API-Satz erstellt, um Remote-Support-Administratoren eine Automatisierung und Orchestrierung administrativer Aufgaben unter /login und auf der Representative Console zu ermöglichen. Auf diese Weise lasse sich auch das programmbezogene Erstellen, Listen, Aktualisieren und Löschen bestimmter Konfigurationsteile in der Lösung Remote Support erledigen. Remote-Support-Administratoren seien zudem in der Lage, die APIs für die Erstellung lokaler Nutzerkonten oder zur Löschung von Jump Clients einzusetzen, die für eine festgelegte Anzahl an Tagen offline waren.

Weitere Informationen stehen unter www.beyondtrust.com zur Verfügung.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.