BlackBerry erweitert das Funktionsspektrum seines „BlackBerry Secure“-Portfolios für das sichere Arbeiten im vernetzten, IoT-gestützten (Internet of Things) Unternehmen, von BlackBerry „Enterprise of Things“ genannt. Neue Features sollen Business-Endanwendern den Einsatz von Mobilgeräten ebenso erleichtern wie dem IT-Management und IoT-Entwicklern.

Für sicheres mobiles Arbeiten lassen sich nun Microsofts Mobile Apps mit dem Tool Enterprise Bridge in die hauseigene Dynamics-Anwendungen wie BlackBerry Work integrieren. Dies sorgt laut dem kanadischen Softwarehaus für einheitliche Bedienung bei der Arbeit mit Office-365-Apps wie Word, Excel oder PowerPoint auf iOS- oder Android-Geräten.

Dank der neuen „Nicht stören“-Funktion von BlackBerry Work könne ein Unternehmen E-Mail- und Kalenderbenachrichtigungen für seine Mitarbeiter außerhalb der Geschäftszeiten blockieren, wie von manchen Betriebsräten gewünscht. Dem Endanwender stehe es aber frei, diese Funktion zu überschreiben.

Mit WorkLife zeigen ausgehende Anrufe auf einem BYOD-Gerät die berufliche Telefonnummer eines Mitarbeiters statt seiner eigenen Nummer an, sodass letztere privat bleibt. Unternehmen in regulierten Branchen seien in der Lage, Anrufe aufzuzeichnen, um die Einhaltung von Vorschriften zu gewährleisten. BlackBerrys Gruppenchat-Tool Connect wiederum biete eine Möglichkeit für das einfache Teilen von Dateien wie zum Beispiel PDFs, Fotos oder Videos.

Für das IT-Management gibt es jetzt eine Zero-Touch-Anmeldung für vorkonfigurierte Android-Geräte. Dies soll beim Rollout selbst zahlreicher neuer Android-Devices sicherstellen, dass der Aktivierungsprozess sofort startet und die Inbetriebnahme schnell vonstatten geht.

Mehrere Nutzer eines iOS-Geräts, zum Beispiel Schichtarbeiter, können das Device laut BlackBerry-Angaben nun dank eines „Check-in, Check-out“-Prozesses problemlos gemeinsam nutzen. Die IT müsse also Apps und Gerätekonfigurationen bei einem Nutzerwechsel nicht mehr entfernen und dann wieder neu hinzufügen. Dies soll der IT-Abteilung wie auch den Endanwendern die Alltagsarbeit erleichtern.

Zudem gibt es nun ein plattformübergreifendes Messaging für die IT-Administration. So kann der Verantwortliche laut BlackBerry beispielsweise eine SMS mit der Warnmeldung „Stromausfall in Gebäude C“ an alle Benutzer senden.

Für die Softwareentwicklung unternehmens- und sicherheitskritischer Systeme ist BlackBerrys QNX OS for Safety 2.0 konzipiert. Es basiert auf Embedded QNX SDP 7.0 und ist laut Hersteller nach ISO 26262 ASIL D und IEC 61508 SIL3 zertifiziert, somit nach dem höchsten Level. Mit dem hauseigenen Analytics-Toolkit könne ein Entwickler verfolgen, wie Benutzer täglich oder monatlich mit Apps interagieren und welche Auswirkungen Gerätetyp, OS-Version oder Formfaktor auf die Nutzung von Features haben.

Das neue Workspaces Android SDK erlaubt es laut BlackBerry, schnell sichere Dateifreigaben mit 256-Bit-Dateiverschlüsselung in Android-Apps einzubauen. Auf iOS-Seite wiederum könne man Sicherheitsfunktionen wie Apples Face ID nun als Authentifizierungsfaktor beim Zugriff auf die Dynamics-Anwendungen auf dem iPhoneX integrieren.

BlackBerry betont, man verfüge über mehr als 80 Sicherheitszertifizierungen. Auch im Gartner-Report „Critical Capabilities for High-Security Mobility Management“ (August 2017) haben die Kanadier für ihre Lösungen in allen sechs dargestellten Einsatzfällen jeweils die beste Bewertung erzielt.

Weitere Informationen finden sich unter www.blackberry.com.

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.