BlackBerry – einst Mobile-Compting-Platzhirsch, heute vorrangig auf Security und IoT-Security fokussiert – hat eine neue Lösung namens „Digital Workplace“ vorgestellt. Sie soll per Integration der Technik von Awingu mit der hauseigenen Zero-Trust-Architektur einen geschützten Arbeitsbereich liefern. Ziel ist es, Mitarbeitern einen einfachen, aber zugleich sicheren Zugriff auf Unternehmensinhalte vor Ort und in der Cloud zu verschaffen, zum Beispiel für die Arbeit mit Office 365.

Der orts- und zeitunabhängige Zugriff auf Unternehmensressourcen und -daten zeichnet eine moderne mobile Belegschaft aus. Die Verwendung von traditionellem VPN oder klassischem VDI (Virtual Desktop Infrastructure) kann laut BlackBerry jedoch dazu führen, dass Unternehmensnetzwerke und Endpunkte nicht mehr wirksam gegen Malware und andere Risiken geschützt sind.

BlackBerrys Digital Workplace nutzt Technik von Awingu, einem Spezialisten für Browser-basierte digitale Arbeitsumgebungen, um den Zugriff auf Windows- und Linux-Anwendungen, Desktops, das Unternehmens-Intranet sowie SaaS und Dateifreigaben zu vereinfachen. Mittels der hauseigenen Zero-Trust-Architektur von CylanceProtect mache die Lösung den VPN- und VDI-Einsatz überflüssig, so BlackBerry. Sie biete kontinuierlichen Schutz vor Bedrohungen durch den Einsatz von künstlicher Intelligenz (KI) und maschinellem Lernen (ML), damit Benutzer überall und von jedem Gerät aus sicher arbeiten können.

So will man eine gebrauchsfertige Lösung liefern, mit der sich Benutzer schnell in das System ein- und davon ausloggen können. Denn, so die Kanadier, die Belegschaft von Unternehmen bestehe heutzutage oft aus einer Mischung von Vollzeitbeschäftigten, Vertragsarbeitskräften, Saisonarbeitnehmern, Remote-Mitarbeitern und Partnern. Ein Unternehmen müsse daher einen Weg finden, um diesem größeren Anwenderkreis einen einfachen Zugriff auf Unternehmensressourcen zu ermöglichen, die durch eine Firewall geschützt sind. Dies sollte mit unternehmenseigenen Geräten wie auch mit den persönlichen Geräten der Mitarbeiter möglich sein.

Mit Digital Workplace können die Endanwender laut BlackBerry-Angaben mit ihren eigenen Geräten auf ihre geschäftlichen E-Mails, den Kalender und die Kontakte sowie auf Remote-Desktops und Dateien zugreifen. Der Ansatz biete viele Funktionen eines herkömmlichen, vom Unternehmen gehosteten Computers. Bei Bedarf könne die IT-Abteilung alle Unternehmensdaten ohne komplexen An- und Abmeldevorgang vom Gerät löschen, beispielsweise bei Vertragsende oder im Notfall.

Weitere Informationen finden sich unter www.blackberry.com/digitalworkplace .

Dr. Wilhelm Greiner ist freier Mitarbeiter der LANline.