Mit dem Safety Systems Designer bietet Bosch Building Technologies für Planer von Brandmeldeanlagen nach EN54 ein kostenloses Tool an. Die Software soll sowohl eigenständige Systeme als auch über mehrere Gebäude verteilte Sicherheitsarchitekturen mit bis zu 32 modularen Brandmeldezentralen oder bis zu 32 Ringen pro Zentrale unterstützen. Der Hersteller unterstützt mit dem Safety Systems Designer das gesamte hauseigene Produktportfolio an Brandmeldesystemen.

Planungsbüros seien damit in der Lage, komplette Systeme mit Zentralen, Ringmodulen und Kopplern sowie konventionellen und adressierbaren Geräten zu konfigurieren. Eine intuitive Navigation hilft Planern laut Bosch dabei, ohne großen Lernaufwand mit der Lösung zu arbeiten. Die generische Terminologie unterstütze Nutzer außerdem dabei, die richtigen Produkte auszuwählen. Darüber hinaus erhalten sie ein sofortiges Feedback zu konfigurierten Produkten. Um Fehlkonfigurationen zu vermeiden, führe das Tool im Hintergrund und in Echtzeit Plausibilitätsprüfungen durch. Visuelle Warnungen und Alarme informieren den Anwender immer dann, wenn eine seiner Entscheidungen eine Systemgrenze überschreitet, so Bosch weiter.

Planer sollen mit dem Tool ein Projekt Schritt für Schritt konfigurieren können. Dazu wählen sie nach dem Projektstart einen Zentralentyp aus, dem sie dann mit wenigen Klicks Zentralenmodule hinzufügen, etwa Ringe, Ein-/Ausgabemodule, Kommunikationsmodule etc. In ähnlicher Weise lassen sich auch Ringe mit einer Vielzahl von optischen, dual-optischen, thermischen und kombinierten Punktmeldern mit verschiedenen Optionen für Sockel und Zubehör konfigurieren, so Bosch. Sondermelder, etwa Ansaugrauchmelder sollen sich ebenfalls integrieren lassen, wobei das Tool je nach Größe des Überwachungsbereichs auch geeignete Komponenten vorschlägt. Planer haben die Möglichkeit, auch Signalgeber, Druckknopfmelder und Feuerwehrausrüstung in ihr Design aufzunehmen.

Die Ein-Klick-Duplikat-Funktion helfe in größeren Projekten dabei, den Zeitaufwand bei der Konfiguration mehrerer Zentralen oder Ringe mit identischen oder ähnlichen Anforderungen zu verringern.

Während des gesamten Konfigurationsprozesses erstellt und pflegt der Safety Systems Designer nach Herstellerangaben automatisch eine umfassende Dokumentation. Anwender haben so Zugriff auf eine komplette Stückliste, die als Grundlage für die erste Budgetierung und Kalkulation dienen kann. Zudem können Nutzer mit dem Tool auch Übersichten über benötigte Batterien, Zentralen- und Ringparameter sowie eine Systemzeichnung und Ausschreibungstexte erstellen lassen. Die gesamte Dokumentation lässt sich je nach Typ in Microsoft Excel, XML-, XPS-, JPEG- oder PNG-Dateien exportieren.

Der Safety Systems Designer benötigt laut Bosch-Angaben eine Workstation, die unter der Pro- oder Enterprise-Version von Windows 7 SP1 oder Windows 10 läuft. Das Tool steht ab September zum kostenlosen Download unter media.boschsecurity.com/fs/media/pb/media/support_1/tools/safety-systems-designer.zip bereit.

Weitere Informationen finden sich unter www.boschbuildingtechnologies.com.

Timo Scheibe ist Redakteur bei der LANline.